Sonntag, 30. Januar 2011

Vom Vergnügen der Speisen und der Bücher

Guten Abend. Heute war ein schöner Tag. Ungefähr so, wie Sonntage sein müssen: entspannend vor der neuen Woche. Ich mag es ja sehr, bekocht zu werden, das finde ich gut. Dieses Mal mit Sauerkraut-Fisch-Kartoffel-Auflauf. Ich habe, glaub' ich, noch nie etwas Vergleichbares gegessen. Sehr lecker war das. Danach ging's in die Sauna. Danach gab's köstlichen Kuchen und ich hab' eine ganze Tasse schwarzen Kaffee getrunken ohne total aufgedreht zu sein. Und zum Abendessen hatte ich leckere Brötchen. Luxus! Mein persönlicher. Zwischen diesen Mahlzeiten gab es viel zu Lesen, ich hab ein neues Buch angefangen, das mir bis jetzt (ich bin etwa bei der Hälfte) ziemlich gut gefällt. Wie es heißt, verrate ich erst, wenn ich es ausgelesen habe. Dafür nun ein anderes:
Dieses Buch las ich davor und es war eine Enttäuschung. "Zusammen ist man weniger allein" heißt es und ist von Anna Gavalda und scheint laut Amazon ein richtiger Renner zu sein. Wurde ja auch schon verfilmt. Und der Film soll ganz niedlich sein. Ich fand es einigermaßen furchtbar. Die Dialoge haben mich teilweise richtig verwirrt und nach jedem zweiten Satz (oder häufiger?) gab es eine Absatz. Die 551 Seiten konnte ich dafür also recht schnell durchblätt- ... durchlesen. Aber es hat mich geärgert. Geärgert, weil ich in manchen Abschnitten gar nicht wusste, worum es geht. Geärgert, weil nicht klar war, welche Figur im Dialog gerade spricht. Oder mit wem. Geärgert, weil über viele Seiten hinweg einfach rein gar nichts passiert. Gefreut, weil ich es zu Ende gelesen hatte und mich wieder einem schöneren Buch widmen kann. Keine Ahnung, warum dieser Roman bei Amazon mit 4,5 Sternen bewertet wird. Keine Ahnung, keine Ahnung, keine Ahnung.

Doch nun dieses Schmuckstück hier:

Nichts liegt auf meiner persönlichen Lesegenussskala weiter vom letzten Buch entfernt, als dieses hier: "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón. Genau nach so einem Buch hatte ich gesucht: eins, das mich fesselt, das mich mitnimmt, das mich am Abend vom Schlafen abhält, das mich berührt, das mich traurig macht und auch sehr glücklich. Dieses Buch hat es und ich bin froh, dass ich es nach Jahren endlich gelesen habe, nachdem ich oft am Buchladen daran vorbeigegangen war und oft das Cover meinen Blick gefangen hatte. Und nachdem ich es vor Jahren schon einer lieben Freundin geschenkt hatte. Letztes Weihnachten habe ich es mir als Geschenk gewünscht und in den ersten Januarwochen gelesen. Und gerade liegt Lieblingsmensch auf der Couch neben mir und liest dieses Buch. Es kommt nicht oft vor, dass mich die erste Seite eines Buches anrührt. Ich weiß nicht genau, was es auf dieser Seite war, aber ich mochte sogleich die Sprache. Es war, als wäre der Text direkt für mich geschrieben worden, als würde mich jemand direkt ansprechen. Okay, das ist Quatsch, aber ich hatte dieses Gefühl, also warum nicht? Die schöne Sprache setzte sich das ganze Buch hindurch fort und ich konnte mich immer wieder über eine besonders schöne Stelle freuen. Hinzu kam, dass die Geschichte ziemlich spannend ist - aber nicht zu spannend, ich bin da recht empfindlich. Eben genau richtig spannend. Und die Figuren allesamt so liebenswürdig und realistisch in ihren Eigenschaften, ohne aufdringlich zu sein. Ohne, dass man sie wirklich mögen muss - man mag sie einfach. Mit ihren Fehlern, in ihrer ganzen Durchschnittlichkeit. Jetzt möchte ich nur umsomehr nach Barcelona reisen und diese Stadt selbst sehen. So wunderbar dicht wurde die Atmosphäre dort beschrieben. Hach, wenn man in ein Buch verliebt sein kann, so bin ich gerade in dieses Buch verliebt. Absolute Leseempfehlung!

Montag, 24. Januar 2011

Müdigkeit

Puh. Montag Abend. Der erste Wochentag schafft mich immer so. Warum eigentlich? Dafür wird es ab Mittwoch meist besser. Wahrscheinlich ist das die Umstellung vom Wochenende. (Ich will wieder Wochenende!) Dafür hab ich heute wieder fleißig am Text gearbeitet, jawohl. Und ich war endlich, endlich beim Frisör! Jetzt geht's mir besser. Die Katzen tollen gerade unglaublich durch die Wohnung. Na, kein Wunder, wenn sie tagsüber so viel schlafen.
Und ich bin auch müde. Sehr müde. Ich könnte wahrscheinlich auf der Stelle einschlafen, also nichts wie ab ins Bett mit mir.

Sonntag, 23. Januar 2011

Appell an die Kreativität. Immerhin Sonntags.

Natürlich ist schon wieder Sonntag. Natürlich ist schon wieder eine Woche vergangen. Na, immerhin schreibe ich einmal jede Woche. Ich versuche ja wirklich, öfter zu schreiben. Aber das Leben! Es ist so vollgepackt mit Aktivitäten. Aber der Hauptgrund liegt darin, dass ich gerade viel für die Arbeit schreibe. Den ganzen Tag an einem Schreibtisch sitzen und Fachliteratur lesen, das fördert nicht unbedingt die Kreativität für andere Texte. Die Muse zum Blog finde ich erst nach einen ganzen, freien Samstag, wenn die Alltagsgedanken sich irgendwo niedergesetzt haben und sich neue ihren Platz erobern. Aber auch das ist zur Zeit nur eingeschränkt der Fall. Meine Arbeit verfolgt mich durch's Wochenende. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich am Freitag sogar einen Fachartikel mit nach Hause gebracht habe. Ja, nach Hause! Arbeit! Nun ja, zumindest kann ich mich nicht mangelnder Motivation beklagen. Tatsächlich verspüre ich in den letzten Wochen einen gewissen Arbeitsdrang. Wenn ich richtig gezählt habe, sind es noch genau 13 Wochen bis zum Ende. Owehoweh. Bis dahin muss ich noch viele Seite zu Papier bzw. Bildschirm bringen. (Gerade läuft eine Katze über die Tastatur.) Aber die Aussicht auf ein Ende des ganzen Unterfangens, was sich Doktorarbeit nennt, beflügelt mich. Ich freu mich! Okay, ich hab auch Angst! Aber gerade eben in diesem Moment freue ich mich darauf. Ein Licht am Ende des Tunnels. Unendliche Möglichkeiten. Ein neuer Lebensabschnitt. Nicht mehr Studentsein - oh, das ist schade. Das heißt dann wieder mehr Fahrradfahren um die Tickets zu sparen. Und mehr Eintritt im Museum zu bezahlen. Heute war ich übrigens in der Ausstellung Berlins Vergessene Mitte, in der Hauptsache eine Fotodokumentation über den Stadtkern von 1840 bis Heute. Lohnt sich zumindest als Berliner, der ich ja jetzt seit fast drei Jahren bin. Und wie schön die Hauptstadt früher war. Ja, sie ist auch heute noch (oder wieder) schön, jedoch auf eine ganz andere Weise. Schmuck war sie früher. Dieses Wort scheint mir passender. Und unglaublich, wieviel sich allein in den letzten paar Jahrzehnten verändert hat.

Sonntag, 16. Januar 2011

Die Zeit fliegt so und ich hol sie heute nicht mehr ein!

Wie schnell so eine Woche vergeht. Ich komme immer nur Sonntags zum Schreiben. Und nun ist das Wochenende schon fast wieder vorbei. Was mach ich nur immer mit meiner Zeit? Naja, Arbeiten - ist ja auch wichtig. Dienstags und Donnerstags geh ich zum Karate - auch sehr wichtig und möchte ich wirklich nicht mehr missen. Letzten Freitag Abend hab ich erfolgreich einfach garnichts getan. Ich bin tatsächlich von der Arbeit heimgekommen und hab ich in Ruhe hingelegt, Musik angemacht und gedöst. Sooo erholsam. Und auch danach war nicht mehr viel mit mir anzufangen, ich hab mich also in die Badewanne gelegt. Ein gelungener Start in's Wochenende, wie ich finde. Dafür war ich dann Samstag ganz schön aktiv. Zuerst ging's mit Lieblingsmensch nach Kreuzberg, ein bisschen durch die Straßen und Läden bummeln. Danach - juhu! - waren wir im allerliebsten "Mio" essen. Das Mio ist ein kleines Café/Restaurant, in das wir schon länger mal wieder gehen wollten und uns in sehr guter Erinnerung geblieben ist. Leider hatte das jedes Mal geschlossen, wenn wir davor standen. Doch diesen Samstag nicht! Es war toll! Es gab Kürbis-Ingwer-Suppe, frischen Minztee und das tolle "Mio-Brot" mit Schafskäse, Tomaten und Knoblauch. Das roch anscheinend so gut, dass unsere Tischnachbarin gleich wissen wollte, was das ist und es bestellt hat. Abends ging die Aktivität weiter, wir waren im Kino und haben uns "Howl" angeschaut, ein Film, der mich ganz doll begeistert hat. Ich will auch schreiben! Ich will ganz viel Schreiben! Ich will Schriftstellerin werden!
Na gut.
Der Sonntag heute war dagegen ruhig. Ich war für eine kurze Runde joggen, aber mehr für's Gefühl, denn für die Fitness. Also, ich hab mich nicht verausgabt. Aber es war angenehm. Und gerade hab ich mir zwei Akte X-Folgen gegönnt, denn ich bin nun bereits stolze Besitzerin der zweiten Staffel. Da Lieblingsmensch gerade unterwegs ist, hab ich die Gunst der Stunde genutzt. Hach, ich mag diese Serie noch immer sehr. Und irgendwie bleibt sie in meiner Erinnerung immer verbunden mit früher. Damals in der Schulzeit und so. Als ich ganz verrückt danach war und -jede- Folge auf Video aufgezeichnet habe. Hihi.

Dienstag, 4. Januar 2011

Erster Jahreszwischenbericht

Nur zwei Tage gearbeitet und schon so erschöpft. Warum müssen erste Wochen immer so anstrengend sein? Da ist doch gleich der ganze Erholungseffekt vom Urlaub dahin. Na immerhin bin ich wieder ein kleines Bisschen voran gekommen, aber das Schreiben ist mühsam. Um jeden Satz habe ich wieder gerungen und am Ende vom Tag war es nicht mal eine halbe Seite. Aber macht nichts, Hauptsache ich sitz überhaupt dran.
Diese ersten Tage des Jahres standen zudem ganz im Zeichen der Kultur. Wir waren bereits im Theater, in der Oper und gehen morgen ins Museum. Wenn das kein guter Schnitt ist! Ich bin begeistert. Und nun hundemüde. Gute Nacht!

Sonntag, 2. Januar 2011

Nur vier Zeilen

Es tauen die Blumen da draußen im Meer.
Und sie rasten nicht mehr.
Sandströme treiben uns vorwärts.
Versinken wir? Blicken wir hinab?

Samstag, 1. Januar 2011

Willkommen!

Das Neujahr schleicht sich ins Haus: Wir haben die Weihnachtsdekoration (bis auf eine Lichterkette, die wollte ich so gern noch ein paar Tage behalten) abgehängt und den neuen Kalender auf Januar umgedreht. Ist er nicht grandiost toll?

Er stammt von zozoville, einem Zusammenschluss zweier Künstler hier aus Friedrichshain. Jetzt hängt eines der seltenen Expemplare an unserer Wand im Flur. Ansonsten gestaltet sich der Tag wie alle Neujahrstage recht langsam und ruhigt. Alles, wozu wir uns aufraffen konnten, war ein Spaziergang durch den grau-braunen Matsch und ein Loch in der Wand zu spachteln (immerhin!). Jetzt bin ich schon müde, dabei ist es noch nichtmal 19 Uhr. Na, das muss am Sekt liegen, den ich in der Nacht getrunken habe. Morgen ist tragischerweise der letzte Sonntag bevor ich wieder arbeiten gehe. Aber umso besser, denn je früher ich anfange, desto früher bin ich auch fertig. So.