Montag, 1. Februar 2010

Die kleinen, alltäglichen Hindernisse.

Es ist der erste Montag in München. Mein Plan heute morgen, war gut durchdacht. Zuerst würde ich mir eine Wochenkarte für die U-Bahn zu kaufen, dann zur TU fahren, um pünktlich kurz vor Neun da zu sein. Leider gab es keine Wochenkarte für mich. Zuerst fand ich nur Fahrscheinautomaten, die keine Wochenkarten verkaufen, dafür dutzende, andere Tickets für den Nahverkehr, die ich nur teilweise verstand. Ich schöpfte neue Hoffnung, als ich einen anderen Typ von Automaten bemerkte. Vor dem sich leider schon eine lange Menschenschlange gebildet hatte. Aber ich war wieder guter Dinge, denn dort gab es mein gesuchtes Ticket. Vor Kälte von einem Fuß auf den anderen wippend, stand ich an. Als ich an der Reihe war und mich souverän durch das Menü geklickt hatte, wurde ich prompt wieder rausgeworfen. Also, meine EC-Karte wurde ausgeworfen und nicht akzeptiert. Ich entschied mich, in leichten Stress zu geraten. Also, wieder raus aus der U-Bahnstation, über die Straße und die andere U-Bahntreppe hinunter. Hier gab's nämlich einen Verkaufskiosk. Der leider geschlossen hatte. Ich entschied mich, in mittleren Stress zu geraten. Gut, dann also doch nur ein normales Ticket. Ich beschloss, es auf der Rückfahrt nochmal zu versuchen. Für ziemlich teure 4,80€ bin ich dann doch noch in Garching angekommen und nur ein bisschen zu spät.
Vor der Rückfahrt das selbe Problem: wieder nur diese Automaten. Ich begriff, dass man für den Ticketautomat eine mit Geld aufgeladene EC-Karte brauchte. Da ich sowas zuvor nie gebraucht hatte, hatte ich die Karte natürlich auch nie zuvor aufgeladen. Vorsorglich hatte ich zwar Bargeld und Kreditkarte eingepackt, die mir jedoch nichts nützten. Gut, dann wieder ein normales Ticket - immerhin bin ich auf der Hinfahrt bereits kontrolliert worden. Am Marienplatz fand ich dann endlich meinen gesuchten Verkaufspunkt (nachdem ich zuerst am falschen war, und der Herr mich wieder zu einem der Automaten schicken wollte). In weiser Voraussicht hab ich gleich noch die Karte für nächste Woche gekauft. Schließlich musste ich eine Viertelstunde dafür anstehen. Doch jetzt ist alles geschafft. Ich war sogar schon Einkaufen, der Kühlschrank ist voll, und morgen kann ich mir sogar ein paar Minuten mehr Zeit fürs Frühstück nehmen.

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