Nur zwei Tage gearbeitet und schon so erschöpft. Warum müssen erste Wochen immer so anstrengend sein? Da ist doch gleich der ganze Erholungseffekt vom Urlaub dahin. Na immerhin bin ich wieder ein kleines Bisschen voran gekommen, aber das Schreiben ist mühsam. Um jeden Satz habe ich wieder gerungen und am Ende vom Tag war es nicht mal eine halbe Seite. Aber macht nichts, Hauptsache ich sitz überhaupt dran.
Diese ersten Tage des Jahres standen zudem ganz im Zeichen der Kultur. Wir waren bereits im Theater, in der Oper und gehen morgen ins Museum. Wenn das kein guter Schnitt ist! Ich bin begeistert. Und nun hundemüde. Gute Nacht!
Dienstag, 4. Januar 2011
Sonntag, 2. Januar 2011
Nur vier Zeilen
Es tauen die Blumen da draußen im Meer.
Und sie rasten nicht mehr.
Sandströme treiben uns vorwärts.
Versinken wir? Blicken wir hinab?
Und sie rasten nicht mehr.
Sandströme treiben uns vorwärts.
Versinken wir? Blicken wir hinab?
Samstag, 1. Januar 2011
Willkommen!
Das Neujahr schleicht sich ins Haus: Wir haben die Weihnachtsdekoration (bis auf eine Lichterkette, die wollte ich so gern noch ein paar Tage behalten) abgehängt und den neuen Kalender auf Januar umgedreht. Ist er nicht grandiost toll?
Er stammt von zozoville, einem Zusammenschluss zweier Künstler hier aus Friedrichshain. Jetzt hängt eines der seltenen Expemplare an unserer Wand im Flur. Ansonsten gestaltet sich der Tag wie alle Neujahrstage recht langsam und ruhigt. Alles, wozu wir uns aufraffen konnten, war ein Spaziergang durch den grau-braunen Matsch und ein Loch in der Wand zu spachteln (immerhin!). Jetzt bin ich schon müde, dabei ist es noch nichtmal 19 Uhr. Na, das muss am Sekt liegen, den ich in der Nacht getrunken habe. Morgen ist tragischerweise der letzte Sonntag bevor ich wieder arbeiten gehe. Aber umso besser, denn je früher ich anfange, desto früher bin ich auch fertig. So.
Er stammt von zozoville, einem Zusammenschluss zweier Künstler hier aus Friedrichshain. Jetzt hängt eines der seltenen Expemplare an unserer Wand im Flur. Ansonsten gestaltet sich der Tag wie alle Neujahrstage recht langsam und ruhigt. Alles, wozu wir uns aufraffen konnten, war ein Spaziergang durch den grau-braunen Matsch und ein Loch in der Wand zu spachteln (immerhin!). Jetzt bin ich schon müde, dabei ist es noch nichtmal 19 Uhr. Na, das muss am Sekt liegen, den ich in der Nacht getrunken habe. Morgen ist tragischerweise der letzte Sonntag bevor ich wieder arbeiten gehe. Aber umso besser, denn je früher ich anfange, desto früher bin ich auch fertig. So.
Donnerstag, 30. Dezember 2010
Rückblick und Ausblick.
Ich wage nun einen Tag vor dem Jahreswechsel einen kleinen Rückblick auf das vergangene Jahr. Zuerst kommen mir die zahlreichen Reisen in Erinnerung. Im Februar war ich - beruflich, ja, aber es war auch eine gern gemachte Reise - in München. Zwar musste ich tagsüber arbeiten, aber ich hatte das große Glück, dass Lieblingsmensch mich für eine Woche besuchen kam. So hatten wir die Abende und das Wochenede für uns und unsere Entdeckungen der Stadt. Es hat sich als erstaunlich schwierig herausgestellt, eine nette Kneipe zu finden, was im Nachhinein etwas lustig scheint, da ich mir vorstellen kann, dass es in München nur so vor netten Kneipen willem muss. Oder wie man sagt von 'Wirtschaften'. Wir hatten nichtsdestotrotz unsere Mühe, aber wir sind fündig geworden!
Im März stand dann unser Umzug ins neue, traute Heim an. Das war vielleicht ein Kraftakt. Fast die ganze Wohnung musste gestrichen werden. Zudem zwei Haushalte (meiner war zum Glück nur klein) verlagert werden und das alles, ohne Urlaubstage. Aber irgendwann war es vollbracht und auch die zahlreichen IKEA-Besuche lagen hinter uns. Unser Heim war fertig und wir waren glücklich.
Im Juni ging es dann schon wieder auf Reisen, dieses Mal stand richtiger Urlaub an. Zwei Wochen Zakynthos, Griecheland. Eine ganze Insel, die wir entdeckt haben, von Nord bis Süd und Ost bis West. Jeden Tag im Meer schwimmen und ein Auto, das uns fast im Stich gelassen hätte, aber uns doch noch sicher zurückgebracht hat, sind meine bleibenden Erinnerungen. Oh, jetzt da sich draußen der Schnee türmt, sehne ich mich zurück dorthin, unter die Sonne, in die Wärme, in der man nur T-shirt und Rocken tragen muss und nicht fünf Schichten anziehen, von denen zwei aus Fliesstoff bestehen.
Der dritte Urlaub brachte uns dann in meine alten Heimatstädte Würzburg und Bayreuth. Wie sich dort kaum etwas verändert hatte in den Jahren! Wir waren mehrmals lecker essen und anschließend auf der Hochzeit einer Freundin. Das war im August.
Im Oktober dann ging es nach Dänemark in ein kleines, niedliches Holzhäuschen, nur ein paar Schritte vom Strand entfernt und mit einem Holzofen, den ich jeden Morgen kräftig einheizen durfte. Wir hatten so unsere Probleme mit dem Auswärtsessen - wir sind ja große Fans davon, Mittags einen Imbiss unterwegs zu uns zu nehmen, gerade im Urlaub, aber das war schwerer als gedacht. Unsere (oder zumindest meine als Vegetarierin) einzige Anlaufstelle wurde dann bald der einzige Sandwichladen von ganz Sonderborg. Der war aber lecker! Abends haben wir uns dann am Ofen eingekuschelt, gekocht, Kerzen angezündet und viel gelesen. Ich glaube, ich habe noch nie in einer Woche soviel gelesen!
So blicke ich zurück auf dieses Jahr. Es sind also die Reisen, die einem in Erinnerung bleiben. Und nächstes Jahr? Auf nächstes Jahr blicke ich mit zwei Augen, einem freudigem und einen ängstlichen. 2011 wird für mich ein Jahr der Veränderung, denn ich werde wohl mein vertrautes und geliebtes Studentendasein hinter mir lassen. Das heißt dann auch, meine Doktorarbeit abgeben und mir einen vernünftigen Job suchen. Es wird spannend und ich glaube, die freudige Aussicht überwiegt. So viele Wege stehen mir wieder offen und ich bin sicher, dass ich einen davon im Dickicht finden werde. Auf alles Andere will ich noch gar keinen Blick riskieren und ich würde es auch nicht wissen wollen, was auf mich zukommt. Alles zu seiner Zeit, denke ich mir. Deshalb mache ich auch keine Pläne noch Neujahrsvorsätze. Ich nehme die Dinge, wie sie kommen und habe alles Andere, was mir besonders am Herzen lag, bisher auch ohne Jahreswechseltermin in die Tat umgesetzt. Den morgigen Tag möchte ich dieses Mal jedoch ganz anders verbringen, als bisher. Ich werde auf keine Party gehen, ich werde keine Leute einladen, sonder ich werde hier mit Lieblingsmensch zu zweit sein und den Abend ganz entspannt ohne Verpflichtungen verbringen. Wir machen hier Käsefondue. Am frühen Abend gehen wir ins Kino und danach sind wir daheim bei den Kätzchen. Ich werde dann ein Glas Sekt trinken und vermutlich - falls keine Party uns stört - gegen 1 Uhr ins Bett fallen. Klingt gar nicht so schlecht.
Im März stand dann unser Umzug ins neue, traute Heim an. Das war vielleicht ein Kraftakt. Fast die ganze Wohnung musste gestrichen werden. Zudem zwei Haushalte (meiner war zum Glück nur klein) verlagert werden und das alles, ohne Urlaubstage. Aber irgendwann war es vollbracht und auch die zahlreichen IKEA-Besuche lagen hinter uns. Unser Heim war fertig und wir waren glücklich.
Im Juni ging es dann schon wieder auf Reisen, dieses Mal stand richtiger Urlaub an. Zwei Wochen Zakynthos, Griecheland. Eine ganze Insel, die wir entdeckt haben, von Nord bis Süd und Ost bis West. Jeden Tag im Meer schwimmen und ein Auto, das uns fast im Stich gelassen hätte, aber uns doch noch sicher zurückgebracht hat, sind meine bleibenden Erinnerungen. Oh, jetzt da sich draußen der Schnee türmt, sehne ich mich zurück dorthin, unter die Sonne, in die Wärme, in der man nur T-shirt und Rocken tragen muss und nicht fünf Schichten anziehen, von denen zwei aus Fliesstoff bestehen.
Der dritte Urlaub brachte uns dann in meine alten Heimatstädte Würzburg und Bayreuth. Wie sich dort kaum etwas verändert hatte in den Jahren! Wir waren mehrmals lecker essen und anschließend auf der Hochzeit einer Freundin. Das war im August.
Im Oktober dann ging es nach Dänemark in ein kleines, niedliches Holzhäuschen, nur ein paar Schritte vom Strand entfernt und mit einem Holzofen, den ich jeden Morgen kräftig einheizen durfte. Wir hatten so unsere Probleme mit dem Auswärtsessen - wir sind ja große Fans davon, Mittags einen Imbiss unterwegs zu uns zu nehmen, gerade im Urlaub, aber das war schwerer als gedacht. Unsere (oder zumindest meine als Vegetarierin) einzige Anlaufstelle wurde dann bald der einzige Sandwichladen von ganz Sonderborg. Der war aber lecker! Abends haben wir uns dann am Ofen eingekuschelt, gekocht, Kerzen angezündet und viel gelesen. Ich glaube, ich habe noch nie in einer Woche soviel gelesen!
So blicke ich zurück auf dieses Jahr. Es sind also die Reisen, die einem in Erinnerung bleiben. Und nächstes Jahr? Auf nächstes Jahr blicke ich mit zwei Augen, einem freudigem und einen ängstlichen. 2011 wird für mich ein Jahr der Veränderung, denn ich werde wohl mein vertrautes und geliebtes Studentendasein hinter mir lassen. Das heißt dann auch, meine Doktorarbeit abgeben und mir einen vernünftigen Job suchen. Es wird spannend und ich glaube, die freudige Aussicht überwiegt. So viele Wege stehen mir wieder offen und ich bin sicher, dass ich einen davon im Dickicht finden werde. Auf alles Andere will ich noch gar keinen Blick riskieren und ich würde es auch nicht wissen wollen, was auf mich zukommt. Alles zu seiner Zeit, denke ich mir. Deshalb mache ich auch keine Pläne noch Neujahrsvorsätze. Ich nehme die Dinge, wie sie kommen und habe alles Andere, was mir besonders am Herzen lag, bisher auch ohne Jahreswechseltermin in die Tat umgesetzt. Den morgigen Tag möchte ich dieses Mal jedoch ganz anders verbringen, als bisher. Ich werde auf keine Party gehen, ich werde keine Leute einladen, sonder ich werde hier mit Lieblingsmensch zu zweit sein und den Abend ganz entspannt ohne Verpflichtungen verbringen. Wir machen hier Käsefondue. Am frühen Abend gehen wir ins Kino und danach sind wir daheim bei den Kätzchen. Ich werde dann ein Glas Sekt trinken und vermutlich - falls keine Party uns stört - gegen 1 Uhr ins Bett fallen. Klingt gar nicht so schlecht.
Donnerstag, 23. Dezember 2010
Einen Tag vor Weihnachten
Morgen ist es dann also soweit: Es ist Weihnachten. Dieses Jahr werde ich das erste Mal nicht mit meiner Familie feiern. Dafür mit Familie von Lieblingsmensch. Ich freu mich schon auf Morgen. Geschenke vergeben und selbst Geschenke bekommen. Dazu etwas Leckeres zu essen und einen Spaziergang im Schnee um den See. Ich hab schon alle Geschenke verpackt und sie warten gut versteckt bis morgen. Heute werde ich also rundherum entspannen und garnix tun. Nur die Vorfreude genießen.
Samstag, 18. Dezember 2010
Today is awesome.
Heute bin ich durch solche Unmengen an Schnee gestapft, kaum zu glauben. Ich bin nämlich zu Besuch bei meinen Eltern und die wohnen fast schon im Erzgebirge. Hier liegt ein halber Meter Schnee! Mindestens! Auf jedenfall so viel, dass mir die Schneedecke bis zum Knie reicht. Ich bin zum Geburtstag meiner lieben Mama hierher gefahren und heute musste ich noch einige Besorgungen machen. Insgesamt hab ich wohl drei Stunden mit Schneewaten verbracht. Bei fast jedem Schritt bin ich im Schnee oder Matsch versunken und es hat solchen Spaß gemacht! Ich glaube, die Räumdienste haben es aufgegeben, sich auf Fußwege zu konzentrieren. Es war eine lustige Rutschparty. An den Stellen, an denen der Schnee schon ziemlich niedergetreten war und die Farbe von hellbraunem Matsch angenommen hatte, offenbarte sich das Eis, das sich darunter versteckt hielt. Es war aber lustig, so durch die Straßen zu rutschen. Ich habe jetzt auch endlich alle Geschenke für Weihnachten beisammen. Puh. Und nun tun mir die Füße weh.
Samstag, 11. Dezember 2010
Rückblick. Oder: Zustände der letzten Wochen
Ja, es gibt mich noch. In den letzten Wochen herrschte hier leichtes Chaos, ich musste leider das Bloggen etwas vernachlässigen. Ich gelobe Besserung! Was war passiert?
Zum Einen hat natürlich der vorweihnachtliche Betrieb begonnen. Vorfreude auf die freien Tage, auf Zuhause, auf den geschmückten Tannenbaum. Aufhängen von Lichterketten, Aufstellen von Kerzen, Backen von Plätzchen, Kaufen von Geschenken. Und in diese Zeit fällt auch immer der Wunsch, möglichst noch Dieses und Jenes vor dem Jahreswechsel zum Abschluss zu bringen. Das hieß, viel arbeiten. Und nebenbei die diversen Weihnachtsfeiern begehen.
Damit bin ich beim Zweiten: den Weihnachtsfeiern. Gestern war die alljährliche, ausufernde Karateweihnachtsfeier. Das heißt gewöhnlich, zuerst ins Freitagabendtraining, Doppelstunde, und anschließend zur Feier mit leckerem Buffet und reichlich Alkohol. Oh ja, so nahm die Feier ihren Lauf. Spät am Abend wurde dann zum Karaoke übergegangen. Ich gestehe, ich habe mich rege beteiligt. Noch später am Abend wurde dann getanzt und die zwischendurch geführten Gespräche wurden zunehmend zugleich sinnfreier und lustiger. Immerhin konnte ich mich halb drei losreißen und mit der Tram nach Hause fahren, so dass ich doch noch eine Portion Schlaf abbekommen habe. (Ich erinnere mich an die Weihnachtsparty vor zwei Jahren. Soweit meine Erinnerung reicht, war ich gegen 5 Uhr auf dem Weg zur Tram und habe sie nur durch Hilfe gefunden. Im gemütlichen Ruckeln der Bahn bin ich fast eingeschlafen. Nein, so wild treibe ich es nicht mehr.)
Ich bleibe beim Karate und komme zum Punkt Drei. Letzten Samstag war ich nun doch endlich (nach mehren Anläufen und erfolgreichen Michdrückens) auf meinem ersten Karatewettkampf, mit dem wunderbaren Titel "Shotokan Cup Berlin". Nach leicht bis mäßigem Drängen meines Karatelehrers bin ich dort in der Kategorie "Kata. Senioren bis 4. Kyu" angetreten. Was für eine Beschreibung! Dass ich schon zu den Senioren zähle, war mich nicht bewusst, ich bin doch erst 26. Nun gut, immerhin gibt es nochmal Gruppen von 30+, 40+, 50+ sowie 60+. Soll ja alles ganz fair sein. Jedenfalls hab ich mich der Herausforderung gestellt und bin Zweite geworden. (Von vier. Das sollte ich vielleicht dazuschreiben.) Aber immerhin Zweite! Yay me! Ich durfte dafür dann ganz stolz einen Silbermedaille mit nach Hause nehmen. Und dank Videoaufnahmen von Lieblingsmensch weiß ich jetzt auch, an welchen Stellen ich mich noch verbessern kann. Deshalb folgt Eins aus dem Anderen: Ich war diese Woche gleich dreimal im Training.
Vier. Das Kochen und Backen. Oh ja, davon hab ich eine Menge praktiziert in den letzten Wochen. Ich habe drei Sorten Plätzchen gebacken, zwei Sorten Kuchen und jede Menge Dinge gekocht: Auberginen, Zucchini mit Tomatenfüllung, Nudelsalat, belegte Pizzateiglinge, Zwieback mit Käse und Tomaten, Blätterteig (okay, der war fertig aus dem Tiefkühlregal) mit Belag. Und Lieblingsmensch hat eine wirklich grandiose Fischsuppe gezaubert! Ich wollte ja schon länger mal Fischsuppe essen, aber ich habe mich nie getraut, die irgendwo zu bestellen, weil ich immer fürchtete, sie würde mir dann nicht schmecken. Ich bin zwar inzwischen schon ein bisschen Fischfan, aber als Supe oder Eintopf konnte ich mir das nicht vorstellen. Und ganz billig ist es ja meistens auch nicht. Also war ich sehr gespannt. Und es war lecker! Die steht jetzt also mit auf der Liste, der Rezepte, die wiederholt werden.
Fünfter und letzter Punkt. Eine weitere Party. Heute Abend gehe ich wieder aus. Oh weh, dabei fühle ich mich noch gar nicht erholt von gestern Nacht. Aber ich freu mich. Und werde den Alkohol nur in Maßen genießen. Doch jetzt leg ich mich erst nochmal ein bisschen auf die Couch und blättere in der Zeitung.
Zum Einen hat natürlich der vorweihnachtliche Betrieb begonnen. Vorfreude auf die freien Tage, auf Zuhause, auf den geschmückten Tannenbaum. Aufhängen von Lichterketten, Aufstellen von Kerzen, Backen von Plätzchen, Kaufen von Geschenken. Und in diese Zeit fällt auch immer der Wunsch, möglichst noch Dieses und Jenes vor dem Jahreswechsel zum Abschluss zu bringen. Das hieß, viel arbeiten. Und nebenbei die diversen Weihnachtsfeiern begehen.
Damit bin ich beim Zweiten: den Weihnachtsfeiern. Gestern war die alljährliche, ausufernde Karateweihnachtsfeier. Das heißt gewöhnlich, zuerst ins Freitagabendtraining, Doppelstunde, und anschließend zur Feier mit leckerem Buffet und reichlich Alkohol. Oh ja, so nahm die Feier ihren Lauf. Spät am Abend wurde dann zum Karaoke übergegangen. Ich gestehe, ich habe mich rege beteiligt. Noch später am Abend wurde dann getanzt und die zwischendurch geführten Gespräche wurden zunehmend zugleich sinnfreier und lustiger. Immerhin konnte ich mich halb drei losreißen und mit der Tram nach Hause fahren, so dass ich doch noch eine Portion Schlaf abbekommen habe. (Ich erinnere mich an die Weihnachtsparty vor zwei Jahren. Soweit meine Erinnerung reicht, war ich gegen 5 Uhr auf dem Weg zur Tram und habe sie nur durch Hilfe gefunden. Im gemütlichen Ruckeln der Bahn bin ich fast eingeschlafen. Nein, so wild treibe ich es nicht mehr.)
Ich bleibe beim Karate und komme zum Punkt Drei. Letzten Samstag war ich nun doch endlich (nach mehren Anläufen und erfolgreichen Michdrückens) auf meinem ersten Karatewettkampf, mit dem wunderbaren Titel "Shotokan Cup Berlin". Nach leicht bis mäßigem Drängen meines Karatelehrers bin ich dort in der Kategorie "Kata. Senioren bis 4. Kyu" angetreten. Was für eine Beschreibung! Dass ich schon zu den Senioren zähle, war mich nicht bewusst, ich bin doch erst 26. Nun gut, immerhin gibt es nochmal Gruppen von 30+, 40+, 50+ sowie 60+. Soll ja alles ganz fair sein. Jedenfalls hab ich mich der Herausforderung gestellt und bin Zweite geworden. (Von vier. Das sollte ich vielleicht dazuschreiben.) Aber immerhin Zweite! Yay me! Ich durfte dafür dann ganz stolz einen Silbermedaille mit nach Hause nehmen. Und dank Videoaufnahmen von Lieblingsmensch weiß ich jetzt auch, an welchen Stellen ich mich noch verbessern kann. Deshalb folgt Eins aus dem Anderen: Ich war diese Woche gleich dreimal im Training.
Vier. Das Kochen und Backen. Oh ja, davon hab ich eine Menge praktiziert in den letzten Wochen. Ich habe drei Sorten Plätzchen gebacken, zwei Sorten Kuchen und jede Menge Dinge gekocht: Auberginen, Zucchini mit Tomatenfüllung, Nudelsalat, belegte Pizzateiglinge, Zwieback mit Käse und Tomaten, Blätterteig (okay, der war fertig aus dem Tiefkühlregal) mit Belag. Und Lieblingsmensch hat eine wirklich grandiose Fischsuppe gezaubert! Ich wollte ja schon länger mal Fischsuppe essen, aber ich habe mich nie getraut, die irgendwo zu bestellen, weil ich immer fürchtete, sie würde mir dann nicht schmecken. Ich bin zwar inzwischen schon ein bisschen Fischfan, aber als Supe oder Eintopf konnte ich mir das nicht vorstellen. Und ganz billig ist es ja meistens auch nicht. Also war ich sehr gespannt. Und es war lecker! Die steht jetzt also mit auf der Liste, der Rezepte, die wiederholt werden.
Fünfter und letzter Punkt. Eine weitere Party. Heute Abend gehe ich wieder aus. Oh weh, dabei fühle ich mich noch gar nicht erholt von gestern Nacht. Aber ich freu mich. Und werde den Alkohol nur in Maßen genießen. Doch jetzt leg ich mich erst nochmal ein bisschen auf die Couch und blättere in der Zeitung.
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