Es fing ja alles schon am Samstag an. Ich hatte mich zu einem Kyusho Workshop angemeldet und einige fantastische Entdeckungen gemacht. Nach fast sechs Stunden Training war ich euphorischer und wissbegieriger als je zuvor. Später war ich dann auf eine Geburtstagsfeier eingeladen, die schon ihre Schatten der letzten Jahre voraus warf. Keine andere Party dauert jedes Jahr so lange und führt so viele unterschiedliche Leute zusammen. Ich war betrunken als ich gegen 7 Uhr am Morgen ins Bett fiel. Dennoch Kultur am Sonntag. Nachdem ich einen kurzen Blick in eine Selbstverteidigungsschule geworfen hatte, gings zum Improvisationskonzert in die Sarottihöfe. Da gab's neben heißer Schokolade auch Musik vom Klavier, aus dem Cello und vom Schlagzeug. Ich fiel bei Anbruch der Dämmerung totmüde ins Bett.
Einem Montag mit Open-Air-Jazzmusik im Amphitheater folgte ein ereignisreicher Dienstag. Früh am Morgen ging es mit dem Bus nach Wittenberg. Luther an jeder Ecke und italienischen Milchcafé zwischendurch. In Ferropolis hab ich dann das erste Mal seit Jahren mit den nackten Füßen im Sand gewühlt, bin durch Wasser gewatet und hab Steine gesammelt. Dann hat uns der Regen entgültig eingeholt und wir haben dieses Zeichen genutzt, den Heimweg anzutreten. Nach dem Karatetraining bin ich wiederum totmüde ins Bett gefallen. Am Mittwoch war die Zeit reif, endlich einmal nichts zu tun. Nur Lesen, Baden, Lesen. Und Schlafen.
Heute hab ich mir dann eine Massage gegönnt. Die erste professionelle meines Lebens. Das tat gut, die gesamte Aufmerksamkeit und Achtsamkeit eines Menschen zu spüren. Und nun ist es wieder Zeit fürs Schlafen gehen...
Donnerstag, 9. Juli 2009
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