Armes Finchen. Heute Morgen saß Mietzekatze mit einem tränenden Auge vor mir und schaute gar jämmerlich. Gefressen wurde nur das Nötigste. Schnell wurde sich wieder unter dem Schrank verkrochen und der Welt die kalte Schulter gezeigt. Oh weh, dachte ich, das Finchen ist doch nicht krank? Tatsächlich, unter dem Schrank hervorgeholt, sah ich das Unglück: Ein Äuglein war zugeschwollen und tränte stark. Also wurde Mietzi in die Box gepackt und zur Tierärztin gebracht. Eine Bindehautentzündung! Armes kleines Ding. Nun hockte es da und ließ sich nur widerwillig und mit viel gutem Zureden (und Pfötchen festhalten) die Tropfen in die Augen träufeln.
Wer krank ist, darf in's Bett, beschloss ich. Also sollte das arme Flauschebündel ins Schlafzimmer einziehen und sich ordentlich von dem Schock am frühen Morgen erholen. Mit ganz viel Schlaf und ohne Streit mit Katze Lucy, die inzwischen schon vor geschlossener Schlafzimmertür Position eingenommen hatte und sich wunderte. Heute Abend durfte Finchen wieder raus und sitzt schon etwas besser gelaunt auf ihrem Stammplatz: in der Spüle. Gute Besserung, Flauschi, ich kümmer mich um dich.
Mittwoch, 1. September 2010
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