Montag, 7. Dezember 2009

Vor Weihnachten

So, da hier ja Manche mitlesen, kann ich gar nicht verkünden, welch wunderbares Weihnachtsgeschenk ich gerade in den Händen gehalten habe. Aber wenn das nichts Tolles ist, dann weiß ich auch nicht weiter. Trotzdem bin ich ziemlich sicher, dass es zu gefallen weiß. Mein Arbeitstag war dafür eher durchschnittlich - Nein, Halt. Stimmt gar nicht. Es gab immerhin diesen vortrefflichen Kuchen, den unsere neue Doktorandin gebacken hat. Dabei hatten wir noch gar nichts angedeutet, von wegen Einstandskuchen oder so. Sehr vorbildlich. Außerdem kam noch eine Lieferung Marzipanstollen an. Auch überhaupt nicht schlecht. Und nein, wir sind nicht bestechlich. ...
Generell lässt meine Motivation vor Weihnachten etwas zu wünschen übrig. Man ist ja auch ständig abgelenkt, muss Geschenke kaufen, oder zumindest über Geschenke nachdenken, muss sich Geschenke wünschen, dann wieder Geschenke verpacken. Außerdem sich auf die Doktorfeier vorberereiten (nein, leider nicht meine eigene), was einen ganz schön in Abschiedsstimmung versetzen kann. "Wir werden Doktor" ist das neue geflügelte Wort im Labor. Dann die ganzen Dinge, die man unerledigt gelassen hat. Zum Beispiel das unfertige Bild auf der Staffelei, das einen jeden Tag anschaut und das man im Gegenzug kritisch beäugt. Dann der Französisch-Schnellkurs, dem man gern mehr Zeit widmen möchte, als die zwei U-Bahn-Stationen am Morgen. Oder die Vorbereitungen des WG-Kochens, weil man doch auch mal zumindest ein paar Ideen beisteuern könnte/wollte/müsste. Und nicht zuletzt das vorgenommene Schwimmen-gehen, das diese Woche schon wieder auszufallen droht. Wegen Zeitmangel. Oder eigentlich wegen zu vielen Aktivitäten [/ratgeberliteraturslang]. Ich glaube, es ist Zeit zu schlafen. Schlaf ist wichtig und schlafen macht Spaß.

Donnerstag, 26. November 2009

Erfolgsgeschichten

Trotz Kranksein war ich heute für eine Weile auf Arbeit. Immerhin hatte mein Chef Mitleid mit mir und vielleicht sogar ein bisschen sowas wie ein schlechtes Gewissen, dass er mich hergeholt hat. Hihi. Hat sich aber dennoch gelohnt für die Besprechung zu kommen. Uuund ich hab gleich die Gelegenheit beim Schopf gepackt um die Dienstreise abzusagen. Manchmal muss man einfach den richtigen Zeitpunkt erwischen... Jetzt hab ich mich erst mal wider dick eingepackt ins Bett gelegt. Fein das.

Mittwoch, 25. November 2009

Von Katzen

Miez 1 und Miez 2 sind am Sonntag eingezogen. Sie haben noch (fast) nichts gekaputt gemacht, sehr lieb. Kratzen nicht am Sofa (oder nur dort, wo man es nicht sieht). Benutzen auch die Katzentoilette (meistens). Und mögen das Trockenfutter. Miez 2 fängt jetzt auch das Schmusen an und läuft einem hinterher. Wusste doch, dass das nicht lange dauern kann. Miez 1 lebt nach wie vor ihren Spieltrieb aus und versucht durch die "verbotene" Tür zu kommen. Sind auf jeden Fall sehr liebe Kätzchen. Okay, die Rangeleien untereinander halten an, aber ich bin guter Hoffnung, dass sich das auch noch klärt. Immerhin haben sie zwei Menschen, die versuchen ihnen jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

Donnerstag, 19. November 2009

Jetzt aber mal

Okay, neuen Entschluss gefasst: Weniger klagen. Vor allem nicht über Dinge, die ich so nicht ändern kann. Wozu mir selbst das Leben schwer machen? Habe ein Wannenbad genommen um den Entschluss zu besiegeln. Bin nun frisch und frei im Kopf. Und außerdem ist morgen Freitag.

So. Anonsten...
Habe Urlaub gemacht! Ein Wochenende voller Romantik. Mit Keksen. Mit Kuscheln. Ganz viel Kuscheln. Und mit Enten. Und Natur. Und mit Zweisamkeit. Und sehr, sehr leckerem Essen. Genau das Richtige für den Herbst.

So. Weiteres...
Ich war schwimmen! Endlich haben wir den lang gehegten Plan in die Tat umgesetzt. War gut und wird demnächst öfter gemacht.

Hm. Berlin zeigt sich von seiner schönen Seite mit herrlich warmen Temperaturen und Sonnenschein. Ich habe ein spontanes Sommerrevival gestartet und einen Sommerrock angezogen. Im November, ja, aber es ist warm, es ist herrlich, ich muss das ausnutzen bevor es hier schneit. Demnächst bestimmt.

So. Jetzt mach ich mich mal auf den Weg zu Lieblingsmensch, der mir auch noch eine ganz dolle Umarmung versprochen hat. Tihi.

Montag, 12. Oktober 2009

Ich packe meinen Koffer...

... denn ich fliege nach Paris! In einer Stunde geht's los und ich bin sicher, wieder Irgendetwas vergessen zu haben. Aber was soll's, bisher hat es ja immer geklappt. Ich entwickel gerade wieder eine leichte Flugangst. Zum Glück muss ich dieses Mal nicht allein fliegen. (Ich am Steuer wär auch eine Katastrophe.) Und so lange dauert der Flug ja auch nicht. Ob es was zu essen gibt? Besser ich esse vorher nochmal. Mit meinen nichtvorhandenen Sprachkenntnissen bestelle ich sonst noch etwas Falsches. So wie beim letzten Mal, als fast ein Hummer meinetwegen sterben musste. Ich hab mir eingebildet, seine ängstlichen Blicke durchs Aquariumglas zu sehen. Ich muss unbedingt Französisch lernen! Ich fang gleich im Flugzeug damit an!

Samstag, 3. Oktober 2009

Von Hobbies und anderen Verunglimpfungen des Zeitvertreibs

Ich hab also das Gitarrespielen wiederentdeckt. Meine Finger sind ganz schön eingerostet, doch so langsam und allmählich werden sie weder wach. Nicht, dass ich jemals besonders gut gewesen wäre, aber ein paar alte Griffe hab ich wieder entstaubt. Jetzt widme ich mich also voller Enthusiasmus einem lang vergessenen Hobby. Ich hab das Gefühl, es wird noch Lichtjahre dauern bis ich mein geliebtes "Nothing else matters" spielen kann, aber das stört mich nicht im Geringsten. Dafür ist es ja ein Hobby.... und der Weg ist das Ziel und so.
Karate stagniert dafür etwas. Ich übe und übe, doch trete scheinbar auf der Stelle. Es wird mal wieder Zeit für einen weiteren Sprung. Zum Glück ist die nächste Prüfung nicht mehr fern; das hebt meine Motivation sicher ebenfalls. Klar, der Weg ist das Ziel, gerade hier. Trotzdem.

Leben ist sonst gut. Ich könnte mich natürlich über das unzumutbare Arbeitspensum beschweren, dass mir auferlegt wurde. Statt dessen werde ich wie immer den Teil davon ignorieren, der mir am wenigsten zusagt. Ist schließlich meine Arbeit. Und mein Doktortitel. Also hoffentlich. So Irgendwann. Ansonsten... habe ich den wahrscheinlich wunderbarsten Menschen an meiner Seite. Der einfach so aufgetaucht ist, und mit dem sich alles so natürlich anfühlt. Der so klar ist und es mir so klar macht, dass ich manchmal kaum glauben kann, wie einfach und leicht das Schöne sein kann.

Mittwoch, 23. September 2009

Augenblicke

Ich halte deine Hand und taste mit meinen Fingern nach deinen Gedanken. Ich spüre die Wärme, das Vertrauen, die Angst, das Glück. So kostbar der Moment, in dem ich bei dir sitze.

Poesie

Vergessene Warnung

Im Alltag ertranken die Frauen
Recken schwimmend Köpfe zum Meer
Ozeanien konnten sie nicht finden
Die Prophezeihung wurde nicht wahr

Wahrhaft begann glaubhaft zu werden
Immerfort und der Zeit voraus
Mit Regengüssen umtriebene Männer
Spülen ihre Seelen hinaus

Schamhaft verderben die Früchte
Regen gleicht Wiedergeburt
Verwahrlost die Körper dort liegen
Tags drauf im Eis erfrorn

Donnerstag, 17. September 2009

Vorboten

Heute lagen die ersten gelben Blätter auf dem Weg. Ich bin mit dem Fahrrad darüber gefahren und spürte die Vorfreude auf einen bunten Herbst. Der nette Mann vom Fahrradladen hat mir nicht nur eine neue Lampe eingebaut, sondern gleich den Lenker festgezogen und die Reifen aufgepumpt. Und das Ganze umsonst. Ist klar, dass das jetzt mein Stammfahrradladen wird.
Eben dann durch den Park gefahren. Dann auf dem Balkon gesessen und mit Mitbewohnerin geplaudert. Überhaupt war heute ein schöner Tag. Im Labor wurde lange nicht mehr so viel gelacht, und morgen steht der bayrische Brunch auf dem Plan, mitten in Berlin Wedding. Und zur Krönung des Tages hab ich mich für die nächste Karateprüfung angemeldet. Auf unbedingtem Anraten des Lehrers! Er hat mich sozusagen gezwungen, und das kann ich dann zu meiner Verteidigung angeben, wenn ich mich blöd anstellen sollte. Ich bin jetzt schon aufgeregt.

Sonntag, 30. August 2009

Beginnen

Wenn man einen ersten Schritt macht, weiß man nicht wohin der Weg einen führen wird. Vielleicht gibt es auch keine Weg auf dieser Reise. Vielleicht treibt es einen viel mehr durch ein Dickicht und dann sieht man fremde Bäume und unbekannte Menschen. Und wenn man Glück hat, erkennt man sich in Manchen von Ihnen wieder. Man sollte vorsichtig sein, wenn man den ersten Schritt macht, denn kaum versieht man sich, schon macht man einen zweiten. Und einen dritten. Und am Ende ist man in einem fernen Land, in dem es keine Landkarten mehr gibt und keine Wegweiser. Vielleicht noch ein paar Pfade hier und da, auf denen schon einmal Jemand gegangen ist. Doch auch diese Pfade können schon an der nächsten Biegung verschwinden und da man sonst keinen Weg weiß, läuft man weiter. Nach einer Weile - waren es Tage oder Jahre? - hat man sich an die Fremde gewöhnt. Denn das ist jetzt dein Leben. Vielleicht würde kein Mensch je losgehen, wenn er wüsste, wie fern und fremd es auf diesem Weg werden wird?

Ein Gedicht aus einer anderen Zeit

Dieses Feuer hielt nur kurz. Ich konnte es nicht mit den Händen fassen.
Kaum berührte ich es, schon entglitt es meinen Händen.
Du ließest dich nicht fassen, warst da und doch gleich wieder entglitten.
Kaum konnte ich dich anrühren, für einen Moment
In deine Seele blicken, schon warst du wieder fort.
Ja, du bist in dir selbst gefangen. Du hast dich selbst
Eingeschlossen und nun lässt du Keinen an dich heran.

Nähe auf Raten. Einen Schritt vor und einen zurück.
Hinterlässt dabei Arme, die ins Leere greifen.
Wie gern ich dich gehalten hätte!
Wie gern ich dir diesen Schutzwall genommen hätte,
Doch ich weiß du lässt es niemals zu.

Das Feuer brannte kurz, nun bin ich fast leergebrannt.
Spür kein Verlangen mehr, nur Wehmut.
Wir werden uns nie finden, egal wie nahe wir uns kommen.
Die Mauer zwischen uns ist undurchdringbar stark.
Viele Jahre muss es dich der Bau gekostet haben,
Nun wird sie keiner mehr so leicht einreißen.

Du brennst heiß, doch nur für dich allein.
Aber kein Flamme wird je heiß genug sein, um deine Gier zu stillen.
Ich lass dich ziehen, denn du brennst nicht für mich.
Du suchst nur Feuer für deine kalte Seele, die du weggeschlossen hast.

Gegen den Stolz

Tragflächen des Lebens.
Darauf will ich tanzen.
Gegen die Ungerechtigkeit.
Gegen den Stolz.
Gegen alle Zyniker der Welt.
Legt euch blos nicht mit mir an!
Ihr kriegt mich ja doch nicht
Auf Eure trostlose Seite.

Eines Spätsommer Tages...

Leben.
Mich selbst leben lassen.
Das heißt Atmen. Durchatmen. Freiatmen.
Und ab und an in den Himmel hinein lächeln.

Donnerstag, 20. August 2009

Grenzen ziehen

Du stellst dich an. Ich stell mich stur. Nun bin ich auch mal mit meiner Weisheit am Ende, Gutmenschentum hin oder her. Ich verstehe deinen Schmerz, doch ich möchte ihn nicht mitfühlen. Was uns fehlt ist Distanz und die schaffen wir nun auf eine künstliche doch längst überfällige Weise. Du findest deinen Weg dort hinaus, aber dieses Mal bin ich nicht die Richtige, um dir beizustehen. An dieser Stelle möchte ich gern auf einen besonderen Songtext verweisen:

You wanted to talk to me, but I could not hear the things you say, I would not understand. My mind is blind to the pains of the heart. Theres a wall between you and me in thin air. I look right through you as if you're not even there. A sad situation, an individual affair, a burden in my life and I don't think its fair. You're trying just too hard to get to know me but Im telling you, you're not getting through. Its not your fault and its not even mine, another time it could be fine. Can you picture the future or remember the past. Life is so short we grow so old so fast. You've got the right idea but the wrong approach. I am not your jewel, a pendant or a broach. I am miles away from you today.
(Chamber, "Miles away")


Freitag, 14. August 2009

So ist es hier im Sommer

Interessante Dinge erlebt man hier. Am Dienstag sitze ich mit meiner Lieblingsberlinerin in einem Hostel. Genauer gesagt sitzen wir in der zu einem Hostel gehörenden Kneipe. Und weil es leckeres Essen und viele internationale Gäste gibt, sitzen wir hin und wieder gern da. Zum Essen und zum Reiseluft schnuppern. Prompt kam auch schon ein junger Mann an unseren Tisch um ein bisschen zu Plaudern. Einem netten Gespräch nicht abgeneigt, stoßen wir an und erfahren, dass er aus München kommt, jedoch nicht in jenem Hostel übernachtet, sondern diese Bar durch Zufall beim Spazierengehen entdeckt hat. Und da er in Berlin Niemanden kenn und keine Lust auf sein Hotelzimmer hatte, hat er sich halt zu uns gesellt. Solche Dinge sind mir bisher nur in der Hauptstadt passiert. Nach ein bis zwei Stündchen Reden über Dies und Das verabschiedet er sich und entschwindet wieder in sein eigenes Leben. So ist es hier in Berlin.
Am Mittwoch Abend gab es für mich dann einen riesigen Eisbecher im wohl meistbesuchten Eiscafé am Potsdamer Platz. Anschließend wurde aus dem geplanten Sternschnuppenschauen nur Wolkenschauen. Aber auch schön, so zwischen Kanzleramt und Spree entlang zu schlendern, philosophische Themen anzustoßen und in einen kurzen Regenschauer zu geraten. Auf jeden Fall hab ich später tief und wohlig geschlafen. So ist es hier in Berlin. So ist es hier im Sommer.

Sonntag, 9. August 2009

Lyrisches für den Sommer

Da fliegt, als wir im Felde gehen,

Ein Sommerfaden über Land,

Ein leicht und licht Gespinst der Feen,

Und knüpft von mir zu ihr ein Band.

Ich nehm' ihn für ein günstig Zeichen,

Ein Zeichen, wie die Lieb' es braucht.

O Hoffnungen der Hoffnungsreichen,

Aus Duft gewebt, von Luft zerhaucht!


("Der Sommerfaden" von Ludwig Uhland)



Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.


("Es war, als hätt der Himmel" von Joseph von Eichendorff)

Am See

Heute lag ich am See. Da waren ganz viele Leute und außerdem viel Sonne und sogar Sand. Es roch nach Sommer, das heißt nach einer wunderbaren Mischung aus Sonnencreme, Bratwurst und Sommerwiese. Es gab viel buntes Kinderlachen und -weinen, viele nackte Füße, viele rote Rücken und viele bleiche Bäuche. Und ich lag mittendrin, hatte nach einer Weile des Beobachten und Bestaunens die Augen geschlossen und ein Lächeln auf den Lippen. Der Sommer darf gern noch ein paar Monate bleiben.

Mittwoch, 5. August 2009

Etwas Nettes

Das hier hab ich mir mal ausgeliehen, weil ich es sehr witzig fand. Über die einzelnen Punkte kann man wahlweise diskutieren oder sich darüber freuen:

INKARNATIONSVERTRAG

§1 Sie erhalten einen Körper. Dieser Körper ist neu und einmalig. Niemand sonst bekommt den gleichen.

§2 Sie erhalten ein Gehirn. Es kann nützlich sein, es zu benutzen.

§3 Sie erhalten ein Herz. Die besten Resultate erzielen Sie, wenn Hirn und Herz ausgewogen benutzt werden.

§4 Sie erhalten Lektionen. Niemand bekommt exakt die selben Lektionen wie Sie oder kann sie Ihnen abnehmen.

§5 Sie können tun, was Sie wollen. Sie müssen mit den Konsequenzen leben.

§6 Eine Lektion wird so lange wiederholt, bis sie begriffen wurde, und zwar inkarnationsübergreifend.

§7 Dieser Vertrag ist für alle gleich. Es gibt keine Privilegien, auch wenn einige das behaupten. Handschriftliche Änderungen haben keine Gültigkeit.

§8 Wenn Ihr Körper zerstört wird oder aufhört, zu funktionieren, bekommen Sie einen neuen. Es kann zu Wartezeiten kommen.

§9 Der Inkarnationsvertrag läuft erst aus, wenn alle Lektionen zu einem befriedigenden Ergebnis geführt haben.

§10 Was befriedigend ist, bestimmen Sie!

Nützliche Hinweise:

Ziel ist es nicht, beim Verlassen eines Körpers möglichst viel Geld zu haben. Es gibt keinen Bonus für Berühmtheit oder Beliebtheit. Sie müssen sich nicht an den Fehlern anderer orientieren. Regeln sind dazu da, überprüft zu werden. Behauptungen anderer über das Ziel können Ablenkungen sein. Sie können nichts falsch machen. Es kann höchstens länger dauern. Sie haben Zugriff auf alle Antworten über eine spezielle Verbindung in Ihrem Herzen. Niemand kann Ihnen die Verantwortung abnehmen.

Gewalt führt niemals zu einer Lösung. Es kann nützlich sein, darauf zu achten, welche Situationen sich wiederholen. Drogen (legale und illegale) können die Wahrnehmung der Lektionen verfälschen. Nur, weil alle sich auf eine Weise verhalten, muss das nicht bedeuten, dass es richtig ist. Es gibt selten nur eine richtige Lösung. Sie können einen Antrag auf Vergebung stellen. Es gibt keine Extraklauseln für niemanden. Sie werden geliebt. Alles andere ist gelogen. Lektionen sind besondere Gelegenheiten, sich zu entwickeln und keine böse Absicht. Es kann riskant sein, seinen Körper anderen anzuvertrauen. Andere in der Entwicklung zu behindern, bringt keinen Vorteil.

Sie bekommen (vorzugsweise während der Nachtstunden) Gelegenheit, den Körper zu verlassen. Herumspielen an Ihrem Körper ist Ihr gutes Recht. An den Körpern anderer erfordert deren Einwilligung. Abgucken ist sinnlos! Das mutwillige Beenden einer Inkarnation führt zu viel unnützem Papierkram. Wissenschaftliche Gutachten und heilige Schriften dienen der Verwirrung. Es geht nicht darum, Erster zu sein. Es geht nicht darum, cool auszusehen. Niemand macht in Ihrer Situation eine bessere Figur als Sie. Sie sind nicht der Einzige, der am Sinn des Inkarnationsvertrages zweifelt.

Da Sie diesem Vertrag zugestimmt haben, ist es unnütz, sich darüber zu beschweren, dass Sie hier sind.

Montag, 3. August 2009

Ein bisschen Fernweh.

Und ein bisschen in Erinnerungen schwelgen. Wehmütig und glücklich zugleich. Erster Arbeitstag und mit dem Kopf noch im Urlaub. Ich sehe noch die endlosen Straßen umsäumt von Wäldern vor mir, die wir durchfahren, betrachte die Uferlinien von dutzenden Seen, spüre das Wasser um die Füßen fließe und die Kieselsteine in die Zehen pieksen. Ich will zurück! Gäbe es nur einen Beruf als Urlaubstester. Halb bewusst überlege ich mir schon neue Reiseziele fürs nächste Jahr. Doch hier erst mal eine Liste meiner persönlichen Lieblingserinnerungen. Damit die nicht so schnell in Vergessenheit geraten:
  • Nicht zu wissen, wo man am Abend das Zelt aufschlägt.
  • Jedoch die Gewissheit, dass man immer ein Zelt im Kofferraum hat.
  • Die schwedische laktosefreie Milch.
  • Und vor allem das allerbeste Müsli, das ich je in einem Supermarkt gekauft habe.
  • Das Land ist gar nicht soo teuer.
  • Die Sonnenuntergänge dürfen natürlich nicht unerwähnt bleiben.
  • Marienkäfer
  • Ein guter, warmer Schlafsack und dieses Mal sogar ein richtiges Kissen. Luxus im Zelt!
  • Ein fast unerschöpfbarer Musikvorrat.
  • Der wohlverdiente Dornfelder am fünften Abend, zur Feier unseres Ankommens in Stockholm.
  • Das fehlende Europakennzeichen.
  • Kreative Namensgebung für Steine: Sitzstein, Erschlagstein, Franks Stein ...
  • Der Hot-Dog-Konservierungshund
  • Die Schweden machen ausgezeichneten Kaffee. Angeblich wird deren Kaffeekonsum nur noch von den Finnen getoppt.
  • Noch mehr Sonnenbrillen.
  • Schwimmen in der Ostsee mit richtigen Wellen.
  • Eine warme Dusche zu schätzen wissen.
  • Die unvergessene eiskalte Dusche, dank fehlender Münze.
  • Spontanes Baden gehen am Rastplatz.
  • Wald, Wald, Wald.
  • Zelten in der Wildnis neben einem mannhohen Ameisenhaufen.
  • Tagelang barfuß laufen.
  • Nur ein verregneter Tag.
  • Postkarten kaufen und schreiben.
  • Über Kieselsteine laufen.
  • Dankbarkeit darüber, eine Kreditkarte zu besitzen. Ohne die wären wir manchmal wohl verloren gewesen.

Sonntag, 2. August 2009

Einmal Stockholm und zurück

Was für ein fantastischer Urlaub. Spontan, ohne jegliche Planung einfach das Zelt packen, sich ins Auto setzen und losfahren. Genauso stelle ich mir Urlaub vor. In den Tag hinein leben. Wind, Sonne, Regen und ganz viel grüne Natur und natürlich das Meer! Wie ich das vermisst habe. Zwei Wochen Wildnis ohne Komfort. Zuerst immer Richtung Norden, einmal schlafen and der Ostsee. Am zweiten Tag rüber nach Dänemark. Es hat ein bisschen gedauert, bis wir die Fähre gefunden hatten, aber wir haben es geschafft. Dann einmal quer über die dänische Insel bis Kopenhagen und rüber über die Brücke nach Schweden. Und dann immer weiter Richtung Stockholm. Nach fünf Tagen waren wir da. Spannende Eindrücke in einer bunten Stadt. Weiter gings Richtung Göteborg und an der Westküste zurück nach Malmö. Noch einmal zwei Tage und eine Nacht in Dänemark. Und dann schließt sich der Kreis an der deutschen Ostseeküste. Strand, Wellen, Meer, Sonne, Fischbrötchen. Und schließlich, Berlin hat mich wieder. Willkommen zurück. Erholt, ruhig, mit sonnengebleichten Haaren, dreckigen Nägeln und glücklichen Augen.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Was für eine Woche.

Es fing ja alles schon am Samstag an. Ich hatte mich zu einem Kyusho Workshop angemeldet und einige fantastische Entdeckungen gemacht. Nach fast sechs Stunden Training war ich euphorischer und wissbegieriger als je zuvor. Später war ich dann auf eine Geburtstagsfeier eingeladen, die schon ihre Schatten der letzten Jahre voraus warf. Keine andere Party dauert jedes Jahr so lange und führt so viele unterschiedliche Leute zusammen. Ich war betrunken als ich gegen 7 Uhr am Morgen ins Bett fiel. Dennoch Kultur am Sonntag. Nachdem ich einen kurzen Blick in eine Selbstverteidigungsschule geworfen hatte, gings zum Improvisationskonzert in die Sarottihöfe. Da gab's neben heißer Schokolade auch Musik vom Klavier, aus dem Cello und vom Schlagzeug. Ich fiel bei Anbruch der Dämmerung totmüde ins Bett.
Einem Montag mit Open-Air-Jazzmusik im Amphitheater folgte ein ereignisreicher Dienstag. Früh am Morgen ging es mit dem Bus nach Wittenberg. Luther an jeder Ecke und italienischen Milchcafé zwischendurch. In Ferropolis hab ich dann das erste Mal seit Jahren mit den nackten Füßen im Sand gewühlt, bin durch Wasser gewatet und hab Steine gesammelt. Dann hat uns der Regen entgültig eingeholt und wir haben dieses Zeichen genutzt, den Heimweg anzutreten. Nach dem Karatetraining bin ich wiederum totmüde ins Bett gefallen. Am Mittwoch war die Zeit reif, endlich einmal nichts zu tun. Nur Lesen, Baden, Lesen. Und Schlafen.
Heute hab ich mir dann eine Massage gegönnt. Die erste professionelle meines Lebens. Das tat gut, die gesamte Aufmerksamkeit und Achtsamkeit eines Menschen zu spüren. Und nun ist es wieder Zeit fürs Schlafen gehen...

Sonntag, 21. Juni 2009

Oh happy day!

Wie kann man einen Sonntag besser verbringen, als so wie ich es tat? Eben. Wahrscheinlich garnicht. Denn mein persönlicher, perfekter Sonntag sah ungefähr so aus:
  • Ausschlafen und noch während man im Bett liegt einen netten Anruf bekommen.
  • Frühstücken, mindestens anderthalb Stunden lang.
  • In der Sonne auf dem Balkon liegen und dabei im Internet surfen (Das ist Dekadenz und ich liebe es!)
  • Eine plötzliche Erkenntnis haben, die einen die Welt besser verstehen lässt. Und obendrein noch sich selbst besser verstehen lässt.
  • Die Faulheit genießen, weil man eigentlich ja Dinge tun könnte, die man aber gerade nicht tun will, die aber nicht so wichtig sind, dass sie einem ein schlechtes Gewissen verursachen.

Honig um den Mund am Sonntag Morgen

Obwohl ich sonst nicht viel von Persönlichkeitstests halte, dieser hier gefällt mir so sehr, dass ich mein Ergebnis festhalten möchte:
>>Sie können stolz auf sich sein - und bleiben sicher trotzdem bescheiden: Dieses Ergebnis bescheinigt ein überdurchschnittlich hohes Weisheits-Niveau. Der Wert zeugt von Selbsterkenntnis und dem Talent, aus Fehlern zu lernen und Verantwortung nicht auf andere abzuschieben. Zum Glück sind auch die Einsichtigsten und Umsichtigsten beim Thema Weisheit nie endgültig am Ziel. Denn sie wissen, dass es "selbst im Hirn des weisesten Mannes einen törichten Winkel" gibt, wie Aristoteles es formulierte.<<
Dieser Weisheitstest ist zu finden bei Geo.de unter
http://www.geo.de/GEO/interaktiv/wissenstests/50033.html

Samstag, 20. Juni 2009

Argh!

Wenn ich eine Eigenschaft von mir ändern könnte, dann wäre es meine Ungeduld. Ich könnte so ein ausgeglichener und in mir ruhender Mensch sein, wenn da nur nicht diese furchbare Ungeduld wäre. Wie soll ein Mensch sich da selbst erziehen? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit das zu lernen? Oder muss man einfach warten bis man alt und grau wird in der Hoffnung, dass es von selbst einfacher wird? Ich wäre Jedem dankbar, der mir da eine Hilfestellung anbietet. Diese Ungeduld ist einfach nicht mehr auszuhalten! :)

Montag, 8. Juni 2009

Abend daheim

Ein Tag geht zu Ende. Viel erlebt, viel getan, viel gelacht. Hab den Chef mit Kuchen bestochen, hab Kollegen beeindruckt, hab neue Erkenntnisse gewonnen, hab meinen Körper und meinen Geist trainiert, hab am Fahrrad einen Gang runtergeschalten, hab mich am guten Wetter und Essen erfreut. Ich hab mich treiben lassen einerseits und bin zielgerichtet vorangekommen andererseits. Alles in allem also ein recht ausgefüllter Tag. Und jetzt bin ich müde und leg mich ins Bett.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Geschichten aus meinem Leben

Diese Erkältung hat mich ganz schön lahmgelegt. Jetzt bin ich zum Glück auf dem Weg der Besserung. Und ich glaube, morgen werde ich mich dann endlich mal wieder zum Sport wagen. Eine ganze Woche ohne ordentliche Bewegung bin ich gar nicht mehr gewöhnt. Um's kurz zu machen: Ich fühl mich alt. Naja, zumindest eingerostet. Und so langsam werd ich unruhig, nervös und dauermüde, weil mir dieses Auspowern fehlt. Also, wenn ich morgen keinerlei Anzeichen von Halsschmerzen mehr merke, dann geh ich zum Karate. Fertig aus.
Das Wochenende hab ich auch schon wieder halb verplant, obwohl ich das ja immer zu vermeiden versuche. Aber ich habe mir hartnäckig den Sonntag frei gehalten. Komplett frei. Nur der Tag und ich. Es passieren ja sowieso wieder unvorhersehbare Dinge und die kann ich dann in diesen Tag schieben wie eine Art Reservetag. Armer guter Sonntag. Mit etwas Glück könnte der noch zu meinem Lieblingstag werden.
Heute Firmabesichtigung. Nein, Firmavorstellung. Einblicke in eine wirklich, wirklich große Pharmafirma. Ziemlich interessant, aber ich bin noch nicht sicher, ob das zu mir passt. In all diesen langen, weißen Korridoren musste ich plötzlich denken: Wann baue ich endlich Gemüse in meinem eigenen Garten an und sitze auf der Terasse im Schaukelstuhl? Schon gut, wahrscheinlich ist es bis dahin einfach noch ein Stückchen Weg durchs Arbeitsleben. Aber irgendwann sitz ich da. Sonntags. Und trinke ein Glas Rotwein.

Sonntag, 24. Mai 2009

Zur Ruhe kommen

Gemeinschaft. Gemeinsam. Zweisamkeit. Alleinsein. Einsamkeit?
Dunkler erfrorener See. Im Schweigen erstickte Töne. Und Worte, die nie gesprochen wurden. Wiederkehrende Zeiten. Sie kommen nun zurück zu mir. Ich atme sie ein. Ich atme auf.

Montag, 18. Mai 2009

Mein Tag.

Ich hab Geburtstag und Geburtstag haben ist toll! Aus den da folgenden Gründen...
  • Weil mir sogar mein Arzt gratuliert halt. Okay, auf seine eigene sarkastische Art, aber hey, es ist ein guter Arzt.
  • Weil heute morgen auf meinem Schreibtisch eine Sonnenblume stand. Begründung: Sonnenblumen passen so gut zu mir. Wie Recht sie doch hat.
  • Weil ich mir mirin meinem Lieblingsrestaurant mein Lieblingsessen aussuchen konnte, ohne zu bezahlen versteht sich.
  • Weil ich die beste Freundin der Welt habe, dir mir sogar aus London ein Päckchen schickt.
  • Weil meine Eltern einfach unschlagbar sind.
  • Weil ich ganz viel leckeres Eis geschenkt bekommen hab.
  • Weil ich auf Arbeit Sekt trinken darf.
  • Weil mich heute morgen ein Anruf geweckt hat. Normalerweise bin ich da leicht missmutig bis ziemlich grummelig, aber heute verzeih ich das.
So. Und was mach ich dann morgen?

Dienstag, 5. Mai 2009

Neuigkeiten

Weitere neue Errungenschaften aus meinem bewegten Leben:
- Ich habe meinen ersten Praktikanten und er hört auf mich. Sehr gut.
- Ich darf nächste Woche einen Vortrag für den Institutschef halten. Weniger gut. Aber ich versuche zu denken: Problem = Herausforderung.
- Training läuft regelmäßig drei- bis viermal die Woche und ich musste mich bisher kein einziges Mal überreden. Sehr gut.
- Blaue Flecken an Knöchel und Unterarm. Naja, ich wollte ja richtig trainieren, also okay.
- Trotz Regen voller Freude und mit Trotz Fahrrad gefahren. Ebenfalls gut.
- Einladungen für Geburtstagsfeier verschickt. Sehr gut.
- Erste Reisepläne für Schweden ausgedacht. Zelten! Meer! Vorfreude! Richtig gut.

Samstag, 18. April 2009

Tagträumen und Kräftigungsübungen

Ich hab mich heute exzessiv dem Tagträumen hingegeben. Kreativität auf hohem Niveau sozusagen. Und gezieltes Träumen kann manchmal auch ganz schön anstrengend sein. Ein guter Ausgleich allerdings für die stressige Woche. Mitdrei Tage Sport hintereinander - Mittwoch, Donnerstag, Freitag und insgesamt 6 Stunden - hab ich meine Kondition ganz schön auf die Probe gestellt. Jetzt fühl ich mich aber wesentlich besser, denn entgegen voreiliger Schlüsse bewegt man sich auf Reisen gar nicht so viel. Viel Zeit verbringt man dagegen mit Warten in Wartehallen oder in engen Verkehrsmitteln wie Zügen, Flugzeugen oder U-Bahnen. Deshalb hab ich das jetzt aufgeholt. Am Donnerstag war ich dann auch in meinem neuen Yoga-Pilates-Kurs. Meine Güte! Es ist erstaunlich zu welchen Verrenkungen ein Mensch in der Lage ist. Oder besser sein könnte. Ich werde also fleißig üben. Vielleicht kann ich dann irgendwann auch mal in der Vorwärtskrätsche einen Arm unter das vordere Bein auf den Rücken legen, und mit der anderen Hand von oben her greifen. Okay, schon allein die Beschreibung dieser Übung scheint mir unmöglich, geschweige denn die praktische Umsetzung. Aber nächsten Donnerstag versuch ichs wieder. Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht hinkriege! (Was der Trainer kann, will ich auch können - Alter Ehrgeiz von mir.) Am Freitag war dann das obligatorische Karatedoppeltraining. Nach der ersten Stunde war ich schon recht fertig und hab den Beginn des Yogamuskelkaters gespürt. Hab natürlich die Zähne zusammengebissen und weitergemacht, so gut es ging. Überaschenderweise hat dann plötzlich meine Zehe geblutet. Keine Ahnung, wie das passiert ist. Tat auch nicht weh, sah nur beunruhigend aus.
Um zum Schluss zu kommen: Heute hab ich mich einfach mal ausgeruht. Und was tut der rege Geist, wenn der Körper müde ist? Genau, Tagträumen. Und ich hab ihn nicht daran gehindert. Sehr angenehm.

Mittwoch, 15. April 2009

Ode an London

Zurück aus London. Um diese Stadt zu beschreiben, nutze ich das Wort von Susi: Exhausting. Das trifft es ganz gut. Aber gleichzeitig aufregend, interessant, anziehend, verlierend, taumelnd, pulsierend, lebendig, frei und treibend. In dieser Stadt spürt man das Leben in jeder Straße, die Freude am Leben. Hinter jeder Ecke wartet eine Überaschung. Und so bin ich durch die Straßen gelaufen, staunend, voller Erwartung und konnte mich nicht sattsehen an den Menschen, den Bussen, den bunte Läden. Die Briten waren wie erwartet sehr freundlich, nur da Englisch manchmal schwierig zu verstehen. Ich hatte gar nicht gewusst, dass in London so viele unterschiedliche Dialekte gesprochen werden. Mit einigen hab ich mich leichter getan, mit anderen schwieriger. Wunderbare Häuser gibt es da. Und viele Museen haben freien Eintritt. Das haben wir für einen Besuch in der Nationalgalerie genutzt. Ich wieder staunend, kaum mich sattsehend. Der Tag in Oxford kam daher sehr gelegen. Trotz der vielen Besucher strahlt Oxford eine starke Ruhe aus. Und ich habe mich in der Zeit zurückverstetzt gefühlt. Schlendert man durch die Straßen so stößt man immer wieder auf eines der vielen Colleges der Universität, von denen die ersten aus dem 13. Jahrhundert stammen! Eins davon haben wir dann näher besichtigt. Eine schöne Atmosphäre zum Lernen; hier hätte es mir auch gefallen. Noch ein Spaziergang am Fluss und ein großes Cider im Biergarten (der erste dieses Jahr) und zurück ging es nach London, hinein ins Großstadtleben. Und nun bin ich zurück in meiner Stadt und auch ein wenig froh über die Ruhe und Langsamkeit in Berlin.
London, du gefällst mir und ich besuche dich gern immer wieder, aber leben möchte ich in dir nicht.

Freitag, 10. April 2009

Kurzer Zwischenstop

Kurzer Zwischenstop in der Heimat. Nach vier Tagen München und drei Tagen Chemnitz bin ich jetzt wieder in Berlin angekommen, in meiner Stadt. Heute Abend geht es schon wieder weiter. Dann in die ganz große Metropole: nach London! Ich bin schon sehr gespannt, wie die Stadt auf mich wirken wird, denn es ist einige Jahre her, seit ich dort war. Und ich freu mich schon sehr, meine beste Freundin wiederzusehen. Wir haben immer nur wenig Zeit füreinander. Dafür gibt es jedes Mal viel zu erzählen. Am Montag gehts dann nach Oxford. Vielleicht gibt es da endlich etwas weniger Trubel; auf jeden Fall freu ich mich. Und ich bin auch schon etwas nervös, denn heute Abend werde ich das erste Mal alleine fliegen. Dabei hab ich doch immer noch so einen Bammel... aber es ist eine gute Vorbereitung auf Neuseeland. :)
Also dann, ich bin weg!

Freitag, 3. April 2009

Sehr schön.

Es ist Frühling. Und es ist warm. Und die Sonne scheint. Und außerdem bin ich wieder so gut wie gesund. Mein Buch und meine DVD sind auch angekommen, dem Karatetraining steht somit nichts mehr im Weg. Abgesehen davon, dass ich ab morgen in einem Schloss eingesperrt sein werde, aus dem ich weder Tag noch Nacht entkommen kann, und das abseits jeglicher Zivilisation liegt. Das wäre vielleicht alles gar nicht so schlimm, vielleicht sogar ganz angenehm. Aber ich bin verpflichtet, mich die ganze Zeit über ordentlich zu benehmen, Informationen aufzunehmen, Networking zu betreiben und schlaue Antworten auf alle erdenklichen Fragen zu haben. Und Freizeit gibt es dabei natürlich keine. Nicht einmal am Sonntag. Ja genau, es ist wieder soweit: eine Tagung!
Beunruhigenderweise freue ich mich trotzdem...

Sonntag, 29. März 2009

Endlich!

Ich hab's geschafft! Seit gestern bin ich stolze Besitzerin des gelben Gürtels im Karate! Meine erste Prüfung und meinen ersten Lehrgang hab ich erfolgreich gewältigt. Ich bin voller Motivation, voller Inspiration und voller Stolz. Schön! So könnte jedes Wochenende sein.

Sonntag, 15. März 2009

schöne Tage im Vorfrühling

Im Moment genieße ich mein Leben. Ich tue einfach die Dinge, die ich gern tue. So einfach ist das manchmal. Dazu gehören dann ganz eindeutig: Theaterbesuche, Kaffee trinken, Karatetraining, Freunde treffen, verschiedene Reisen planen allen voran London und Neuseeland, viel Lesen und ständig neue Bücher kaufen, Malen, Kochen, ins Kino gehen, Ausschlafen am Wochenende und die Sonntage, an denen ich die Zeit mit mir allein genieße.

Freitag, 6. März 2009

Schön!

Erste Frühlingsvorboten. Lieber Besuch. Drei geplante Reisen liegen noch vor mir. Nette Nachbarn. Geselliges Auswärts-Essen. Und dank neuem Mitbewohner wieder richtig guten Wein im Haus.
Wieviel besser kann es denn eigentlich noch werden?

Samstag, 28. Februar 2009

Ganz werden

Ich sehne mich nach der Sehnsucht.
Ich möchte nicht Verblassen.
Kein Taubwerden als Selbstschutz.
Kein Verwelken meiner Seele.

Heute, die ersten Vorboten des Frühlings in der Stadt...

Freitag, 20. Februar 2009

Berlin.

Am Anfang fand ich diese Stadt verwirrend. Sie war schnell, dreckig, chaotisch. Überall Baustellen, jeden Tag andere Leute in der U-Bahn. Niemand kennt sich; jeder verfolgt nur seine eigenen Ziele. Menschen laufen von Ort zu Ort, immer schnell genug, um Schritt zu halten mit der Zeit. Jeder Tag war laut, die Luft roch nach Abgasen, an jeder Kreuzung Autohupen. Als Radfahrerin war das Adrenalin pur. Ich fühle mich hineingeworfen in eine Stadt, die zu leben schien, die jeden Morgen ein- und jeden Abend ausatmete. Ich hab mich manchmal ziemlich verloren gefühlt und doch herausgefordert, angetrieben. Ich hatte Lust auf dieses Großstadtleben, wollte eintauchen.
Inzwischen ist Berlin immer noch schnell, dreckig, chaotisch und laut. Aber ich mag es. Diese Stadt ist mir tatsächlich ans Herz gewachsen, mit ihrem ganz eigenen Charakter und ihrem besonderen Charme. Jeden Tag andere Menschen in der U-Bahn. Ich kann untergehen in dieser Masse und genieße es. Ich kann nachts durch den Dschungel wandern und es darauf anlegen, verloren zu gehen und das gut zu finden. Oder ich kann durch vertraute Straßen schlendern, mein Lieblingsbrot beim Lieblingsbäcker kaufen und in die kleine Kneipe nebenan gehen. Ich habe mich noch nie zuvor an einem Ort so frei gefühlt. Und auch noch nie so gut aufgehoben wie hier.
Berlin. Heimat.

Sonntag, 15. Februar 2009

Vom Schmerz und vom Heilen

Ich habe mal gedacht, dass die Menge an Schmerz, die man mit sich herumträgt, unabänderlich ist. Ich habe gedacht, dass man diesen Schmerz nur heilen kann, indem man ihn wie einen Berg bis zum Ende abträgt. Und je mehr man ihn zulassen kann, umso schneller wird dieser Berg kleiner. Ich habe gedacht, dass man so die schmerzliche Zeit verkürzen kann. Inzwischen glaube ich, dass dies nur die halbe Wahrheit ist. Ich habe gelernt, dass man Schmerzen auch verlängern kann, wenn man zu stark auf sie fixiert ist. Man trägt diesen Berg dann nicht ab, sondern schüttet ihn immer höher auf. Deshalb gehe ich heute anders mit Schmerz um. Ich lasse ihn zu und akzeptiere, dass er da ist un dass er einen wichtigen Sinn hat. Doch ich lenke meine Gedanken auch hin zu anderen Sachen und tue Dinge, die mir gut tun. Manchmal suche ich einfach nur Zerstreuung, denn der Schmerz kann warten. Ich werde nicht mehr vom Schmerz überwältigt, sondern ich bewältige den Schmerz. Diese Sichtweise gibt mir momentan viel Kraft und ich bin froh, dass ich gelernt habe, die Dinge so zu sehen.

Freitag, 6. Februar 2009

Neu

Endlich habe ich meinen ganz persönlichen Karate-Gi. Heute erstanden und gleich zwei Stunden im Training ausprobiert. Angenehmerweise war das Training heute ziemlich anstrengend, also die würdige Einweihung für meinen Anzug. Jetzt ist er erst mal in der Waschmaschine, damit er noch ein paar Zentimeter eingeht. Was für ein Glück, dass ich Karate entdeckt habe. Keins von meinen bisherien Hobbies oder Beschäftigungen hat mir soviel gegeben. Deswegen mach ich jetzt ernst damit. :)

Sonntag, 1. Februar 2009

Regungslos taumelnd

Bedecke meinen Geist mit Vergessen, zu aufgewühlt sind meine Gedanken. Vor und zurück taumeln die Gedanken, sie erzählen von gestern, heute oder von irgendwann, erst langsam dann schnell, später schleichen sie vorbei, jetzt flüstern sie und im nächsten Moment schreien sie wieder ihren Schmerz heraus. Erinnerungen. Gelebte Augenblicke. Wie Funken aus der Vergangenheit tauchen sie auf. Wie gern würde ich meinen müden Geist zur Ruhe betten, möchte ihn zärtlich schlafen legen, so dass er sich erholen kann bis zum nächsten Morgen. Doch Schlaf will mir nicht gelingen. Und so wander ich zwischen Küche, Bad und Schlafzimmer umher, tue Dieses und Jenes, um den Geist abzulenken. Doch so einfach lässt er sich nicht austricksen. Bin ich laut, so ist er leise, doch sein Flüstern kann ich über Allem hören. 'Es war richtig', sagt plötzlich eine Stimme zu mir. Doch ich weiß nicht, ob sie Recht hat.

Am Anfang

Da stehe ich nun wieder am Anfang. Eine neue Gelegenheit, alte Fehler nicht zu wiederholen. Ein neuer Versuch, irgendwie aus meiner Haut heraus zu kommen. Wenn ich so zurückblicke, dann habe ich viel geschafft in den drei Jahren. Ich habe viel über mich gelernt, vor allem habe ich mich selbst lieben gelernt. Und darauf bin ich am meistens stolz. Aber es gibt noch sehr viel zu tun. Der Kampf gegen die Angst ist noch nicht gewonnen, aber eine Runde geht an mich. Ich sehe mich inzwischen mit anderen Augen, fühle mich nicht mehr so schwach und verletzlich wie früher. Ich habe ein bisschen gelernt, mit mir selbst zu sein und für mich zu sein und nicht so oft gegen mich.

Jetzt stehe ich an einem Anfang und an einem Ende. Ich blicke sowohl nach vorne, als auch zurück. Ich bin erwachsen geworden in diesen drei Jahren. Jetzt, da ich in meiner dritten Wohnung in der dritten Stadt lebe, habe ich zum ersten Mal das Gefühl, wirklich erwachsen geworden zu sein. Eine lange Zeit habe ich mich dagegen gewehrt, wollte nicht erwachsen werden, wollte die Verantwortung nicht tragen und habe mich mehr oder weniger in diese Position gedrängt gefühlt. Nun bin ich auch innerlich herangereift und ich habe gemerkt, dass es gar nicht so schlimm ist, erwachsen zu werden. Und dass es auch nicht schlimm ist, älter zu werden um irgendwann eben alt zu sein. Ich freu mich jedenfalls drauf.

Vorbei

Jetzt ist es tatsächlich vorbei. Was sich so lange angekündigt hatte, wie die große Ruhe vor dem Sturm, ist heute Morgen passiert. Lange, dumpfe Monate des Wartens, Bangens und Hoffens haben sich zu einem unerträglichen Wirrwarr meiner Gefühle angestaut. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis sich die Spannung entlädt. Doch der große Knall ist ausgeblieben. Traurigkeit war das vorherrschende Gefühl. Traurigkeit auf beiden Seiten mit der bitteren Erkenntnis, es nicht geschafft zu haben. Wir hatten das Glück erlebt, doch dann ist es uns irgendwie abhanden gekommen. Und keiner weiß, wie es passieren konnte...

Donnerstag, 22. Januar 2009

Über das Entdecken

Die Welt ist so groß und ich möchte sie kennenlernen. So viele Orte, die ich gern mit eigenen Augen sehen möchte. Ganz oben auf der Liste:
  • Neuseeland
  • Island
  • Norwegen
  • Schweden
  • Borneo
  • Niederlande
  • Die Ostsee
  • Kanada
Entdeckerin müsste man sein. Nun ja, eigentlich bin ich ja genau das. Jeden Tag könnte ich auf etwas Großes, Unbekanntes stoßen. Allerdings verlasse ich bei meinen Entdeckungsreisen nie mein Labor. Irgendwann ist es daher mal Zeit auf große Fahrt zu gehen und die wirkliche Welt kennenzulernen. Denn die muss ja irgendwo da draußen sein. Ich freu mich drauf.

Donnerstag, 8. Januar 2009

Kalt.

Sehr kalt. Ich habe das Fahrrad stehen lassen, also muss es sehr kalt sein. Nachdem ich mich schon vor Weihnachten auf Grund von Glatteis längs auf den Boden gelegt hatte, bin ich zu meinem eigenen Erstaunen etwas vernünftiger geworden. Außerdem brauche ich noch ungefrohrene Finger, wenn ich morgens auf Arbeit ankomme.
Trotzdem kalt. Ich wickel mich morgens schon in zwei Pullover plus Mantel und friere trotzdem noch. Das Tolle aber ist: Ich kann U-Bahn fahren. Und das so lange und so oft ich will. Wie habe ich das Studentenleben mit all seinen Vorteilen vermisst!

Montag, 5. Januar 2009

Dienstag Morgen halb Acht...

Morgen früh beginnt mein erster Arbeitstag in diesem Jahr. Ich bin noch etwas unlustig. Hoffentlich kommt die Motivation, sobald ich auf Arbeit bin. Das ist zumindest meistens so. Wenn der Frühstückstee erst mal seine Wirkung entfaltet und die Erlebnisse des Jahreswechsels ausgetauscht werden, wird sich die Motivation auch wieder blicken lassen. Und es gibt noch etwas Gutes: Die neue Woche hat für mich nur vier Arbeitstage. Und am Ende der Woche erwartet mich eine Überraschung. Ich habs im Gefühl.

Wintertag

Diesen Montag habe ich mir freigenommen. Um anzukommen. Um bei mir zu sein. Um ein bisschen die Seele baumeln zu lassen in dieser hektischen Stadt. Heute Morgen bin ich aufgewacht und habe staunend am Fenster gestanden. Dass hier so viel Schnee liegen kann, hätte ich nicht gedacht. Im Sommer hatte ich arge Zweifel, ob hier überhaupt jemals Schnee liegt. Und kurz vor Weihnachten im Erzgebirge dachte ich mir noch, so viel Weiß wird es in der Hauptstadt wohl nicht geben. Da hab ich mich ganz schön geirrt. Jetzt scheint hier die Sonne auf die schneebedeckten Häuserdächer. Schön. Ich trinke inzwischen den dritten Tee und hab mich wohlig Daheim eingekuschelt. Gleich werde ich mich wieder meinen Büchern widmen, denn morgen wird sich die Welt schon noch schnell genug drehen und dann kann ich immer noch aufspringen.

Sonntag, 4. Januar 2009

Angekommen

Wieder in Berlin. Wieder Zuhause, im dritten Zuhause. Mitbewohner sind auch schon vollzählig wieder eingetroffen. Schönes Gefühl, wieder da zu sein, wo alles den Platz hat, den man den Dingen gegeben hat und wo ich selbst meinen Platz habe.

Donnerstag, 1. Januar 2009

Alles neu

Da ist er also, der erste Tag im neuen Jahr. Ich finde wie jedes Jahr, dass Silvester abgeschafft werden sollte. Aber wie jedes Jahr lande ich auf einer dieser Partys, die wie jedes Jahr ähnlich ablaufen. Und hinterher denke ich meistens: War ja doch ganz nett. Hier eine kurze Bilanz.

Positive Punkte:
  • Liebenswerte Menschen
  • Ein Grund zum Feiern
  • Dieses Mal guter Sekt
  • Eine richtige Toilette
  • Zwei warme Schlafsäcke übereinander
  • Meine Rakete hat einen ganz besonders bösen Geist vertrieben

Negative Punkte:

  • Kein fließendes Wasser
  • Kein Grillkäse