Montag, 31. Mai 2010

Mach's gut, du graues Regenwetter!

Dies ist das Ende ... zumindest für kurze Zeit. Die nächsten zwei Wochen werde ich im mittelfernen Süden verbringen, mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, im Wasser plantschen, Oliven und Wein genießen und einige der Bücher lesen, die sich bei mir in den letzten Monaten aufgetürmt haben - kurz, ich werde es mir so richtig gut gehen lassen. Und wenn ich wiederkomme, ist hoffentlich inzwischen hier auch Sommer. Bis dahin!

Samstag, 29. Mai 2010

Keine Angst zu fallen



Heute hab ich mir einen Wunsch erfüllt: Ich war im Kletterwald! Dort hab ich mich bewaffnet mit einem Hüftgurt und Handschuhen von Baum zu Baum gehangelt (siehe Bild). Nach dem mittelschweren Fitness-Pfad - fit waren wir also -, haben wir uns schließlich an den als "sehr schwer" ausgeschriebenen Risiko-Pfad gemacht, der uns in etwa fünf bis sechs Metern Höhe durch einen tatsächlich ziemlich schwierigen Parkour geführt hat. Oben in den Bäumen hieß es dann Balancieren über Drahtseile und schwankende Holzpflöcke, auf einem Snowboard zur nächsten Plattform fahren, sich wagemutig mit zwei Händen baumelnd an einer Art Zirkustrapez in ein Netz stürzen, aus ebendiesem wieder herauskrabbeln und lange Strecken am Seil durch die Luft fliegen. Hat sehr viel Spaß gemacht! Jetzt beim Schreiben krieg ich gleich wieder Lust. Mal sehen, ob das morgen Muskelkater gibt, einen blauen Fleck hab ich jedenfalls schon entdeckt. Hinterher gab es zur Belohnung dann für Lieblingsmensch und mich jeweils einen ganzen Becher voll Quark (Geschmacksrichtungen Ahornsirup, Vanille, Heidelbeere, die hier Blaubeere heißt, Weiße Schokolade, Nougat, Cappuccino) mit Erdbeeren bzw. Krokant. Sehr lecker.
Und nun zum Ende noch eine tolle Neuigkeit: Seit gestern Abend hab ich Urlaub! Und am Dienstag geht's los Richtig Süden.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Darf ich vorstellen... die Katze!

Das ist Lucy. Die Katze. Auf einem ihrer Stammplätze: auf dem Fensterbrett. Dort verbringt sie an sonnigen Tagen gern ihre Nachmittage. Zumindest falls sie nicht gerade auf ihrem Lieblingssessel, unserem Bett, ihrer bevorzugten Sofaecke oder auf einem der Bücherregale liegt. Gerade sitzt sie auf dem kleinem Expedit (Ich glaube, jeder zweite Haushalt in Deutschland besitzt inzwischen ein Ikea-Expedit-Regal, sei es in groß, mittelgroß, etwas klein oder ganz klein) und schaut die Wand an. Katzen können ja erstaunlicherweise ziemlich lange Zeit Wände anschauen, selbst wenn für Menschenaugen dort nichts Anderes zu sehen ist, als die Erhebungen und Senken der Raufasertapete. Vielleicht sitzt dort irgendwo in einer der Senken jedoch eine winzig kleine Fliege, für Menschaugen unsichtbar wohlgemerkt, die jedoch von einer Katze mit großem Interesse betrachtet wird. Wenn sie dann plötzlich einen hohen Laut von sich gibt (die Katze), ihr Schwanz sich heftiger bewegt und kurz darauf noch eine Pfote Richtung Wand ausstreckt wird, dann ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dort wirklich mehr als nur Raufasertapete an der Wand.
Die Katze hat inzwischen ihren Platz gewechselt und sitzt nun auf ihrer Lieblingssofaecke und schaut ins... Nichts. Glaube ich zumindest, denn ihre Augen sind inzwischen nur noch zur Hälfte offen und sie gibt sich wohl gerade einem wunderbaren Tagtraum hin, der vielleicht von kleinen Fliegen, Vögeln, Mäusen oder Brekkis handelt. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass, wenn Frau Katze träumt, es irgendetwas mit Essen zu tun hat.

Sonntag, 23. Mai 2010

Schweinchen


Das ist Schweinchen. Dieses Bild hatte ich vor einiger Zeit in einem kleinen Laden hier in Friedrichshain entdeckt und mich ganz wunderbar daran erfreut. Zu meiner großen Überaschung und Freude schenkte es mir Lieblingsmensch nun zu meinem Geburtstag. Ich hab es ins Schlafzimmer gehängt, gegenüber vom Bett, so dass ich es jeden Morgen nach dem Aufwachen sehen kann.

Donnerstag, 20. Mai 2010

Schöne Zeit

Heute war ich beim Zahnarzt. Zusammen mit Lieblingsmensch hab ich mich getraut. Als Belohnung gab es dann leckeres asiatisches Essen mit überaus köstlicher Erdnusssose. Gestern war ich das erste Mal mit grünem Gürtel im Training. Schöön. Und als Belohnung dafür gibt es morgen Sekt. Morgen ist ja auch mein Lieblingswochentag - Freitag. Da gibt es Brunch statt Mittagessen auf Arbeit. Und Samstag folgt meine große Party und Sonntag besuchen uns meine Eltern. Es ist toll, Geburtstagswoche zu haben. Und langsam und vorsichtig klopft der Frühling an die Tür.

Montag, 17. Mai 2010

Möp. Morgen hab ich ja Geburtstag -was extremst toll ist, weil Geschenke und Aufmerksamkeit und so, denn ich bin süchtig nach Aufmerksamkeit - und an jenem besonderen Tag im Jahr darf ich einen Vortrag halten - was weniger toll ist. Aber! Ich habe die Rohversion des Vortrags soeben fertiggestellt, den ersten vollständigen Entwurf sozusagen. Was gut ist, denn es ist gerade 16 Uhr und in einer Stunde wollte ich heim. Ein Vortrag an einem Tag vorbereiten? Kein Problem, hab ich mir gedacht. Mal sehen, ob diese Rechnung morgen aufgeht. Wenn nicht, dann werde ich einfach improvisieren. Mein Englisch ist sowieso dauereingerostet, da tut das sicherlich mal gut. So, und jetzt geht's in den Endspurt.

Sonntag, 16. Mai 2010

Oh, sieh, ein Baum!

Heute Morgen hab ich einen Baum gepflanzt. Einen winzig kleinen Nadelbaum. In der Bibel heißt irgendwo, dass das zu den drei Dingen gehört, die ein Mann im Leben tun sollte. Die anderen beiden sind, ein Haus zu bauen und einen Sohn zu zeugen. Also drei Dinge, die die eigene Lebensspanne überdauern. Doch wo bleibe ich als Frau? Gibt es auch Dinge, die einer Frau auferlegt werden? Wie gut, dass ich nicht gläubig bin und ich ohne moralisches Denken in den Garten gehen und einen Baum einbuddeln kann.

Freitag, 14. Mai 2010

Mhhh...

Ich glaub, ich bin Süßholzwurzeltee-süchtig. Dass das so lecker schmeckt, hat mir ja vorher Keiner gesagt. Naja, so lange ich krank bin, kann ich das ja ohne schlechtes Gewissen trinken. Und jetzt: gute Nacht!

Auf zu neuen Ufern?

Gerade treibt mich wieder ein alter Gedanke um: Nochmal studieren. Nachdem ich heute Morgen den Chancen-Teil der Zeit gelesen habe, mit einem Spezial über den Bachelor, juckt es mich wieder in den Fingern mich einzuschreiben. Aber zuerst liegt noch mindestens ein Jahr Doktorarbeit vor mir, wahrscheinlich mehr. Aber dann...? Um mal gleich ein altes Klischee aus dem Weg zu räumen: Nein, ich bin nicht der typische, faule Langzeitstudent, und will das auch nicht werden. Es geht mir nicht um die Bequemlichkeit des Studiums oder Vorteile des Studentenlebens. So bequem war das nämlich bisher auch überhaupt nicht. Und überhaupt könnte ich Gefallen am Arbeitsleben finden, zum Beispiel wenn ich an den Traum der Creperie-Buchhandlung denke, den ich mir wohl zwar nicht erfüllen werde, aber vor dem mich auch nicht die harte Arbeit abschrecken würde. Zudem reizt mich auch ein "normales" Angestelltenverhältnis mit festen Arbeitszeiten, hatte ich bisher ja noch nie, und so eine Sicherheit ist nicht zu unterschätzen. Mich kitzeln nur eben auch die unzähligen anderen Fachgebiete, in die man in der Freizeit doch nie so tief eintauchen kann, wie das mit einem Studium möglich wäre. Nur was sollte ich studieren? Philosophie? Meine alte Leidenschaft Psychologie? Oder lieber es Neuartiges, Spezielles wie einen der vielen Bachelors, deren Namen ich noch gar nicht kenne. Möglicherweise gibt es dort draußen längst einen Studiengang, der sowohl meinen Wissensdurst stillt, als auch sich nahtlos an meine Ausbildung als Biologin anschließt. Ich werde jedenfalls mal die Fühler ausstrecken.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Guten Abend!

Heute war ich im Kino und hab mir den "Fantastischen Mr. Fox" angeschaut. Zum Glück musste ich nicht den ganzen Film hinduch husten. Das hätte ja auch sehr gestört, vor allem mich. Wieder zu Hause, war ich schön in der Badewanne und hab ein weiteres Erkältungsbad genommen. Erkältungsbäder gegen Husten und Schnupfen sind wichtig, jawohl. Ich muss jetzt schließlich noch die letzten Reste meiner Krankheit bekämpfen. Obwohl ich schon wieder gesund geschrieben bin, aber das auch nur, weil ich den Arzt dazu überredet habe, mich nicht am Feiertag krank zu schreiben. Und auch nicht für morgen, denn da habe ich sowieso frei. Und da ich nicht offiziell krank bin, kann ich auch ins Kino gehen, dachte ich mir. Und morgen zum Balkongrillen. Also zum Auf-dem-Balkon-grillen-mit-Elektrogrill. Genau. Außerdem hab ich heute auch wieder ganz fleißig Französisch gelernt. Am besten, ich schreib das hier immer auf, damit ich mich selbst kontrollieren oder motivieren kann. So, und jetzt gehts für mich ab ins Bett! Schlafen! Gesunden!

Guten Morgen!

Aufgewacht. Nochmal umgedreht. Wirklich aufgewacht. Medizin eingenommen. Tee ans Bett gebracht bekommen. Gelesen. Die Augen zugemacht. Gelesen. Wieder die Augen zugemacht. Aufgestanden. Mittagessen gekocht. Lecker gegessen. Meinen ersten Artikel im Internet gesucht und gefunden. (Juhu!) Blog geschrieben. An Kaffee gedacht.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Frau Katzes Lieblingsbeschäftigungen. Oder: Wie Frau Katze den Tag verbringt.

Ich hätte jetzt gern Sommer irgendwie. Und die Frau Katze auch. Sie sitzt nämlich jedes Mal, wenn die Sonne am Vormittag durchs Fenster scheint, auf dem kleinen, weißen Hocker und lässt sich den Rücken wärmen. Oder auf dem Fensterbrett, wo sie sich ebenfalls Rücken und Pfötchen wärmt. Wenn die Sonne nicht scheint, dann sitzt sie lieber in ihrem Sessel. Ja, sie hat ihren eigenen Sessel. Sollte ich oder Lieblingsmensch mal die Dreistigkeit haben, uns auf ihren Sessel zu setzen, dann sitzt Frau Katze einfach oben drauf. Gegen Abend allerdings wechselt Frau Katze gern auf ihre Sofaecke. Von dort ist sie noch zentraler im Geschehen. Zentral im Geschehen sitzen ist sehr wichtig für Frau Katze. Wenn einer von uns Zweibeinern oder wir beide etwas häufiger durch den Flur in die verschiedenen Räume laufen, dann sitzt Frau Katze natürlich mittendrin im Geschehen: auf der Telefonbox. Die mag sie auch so recht gern, denn die besteht aus Korbgeflecht und Frau Katze mag Dinge aus Korbgeflecht. Dazu gehört auch mein schöner Wäschekorb, aus dem regelmäßig einzelne Stücke gezogen werden, die dann von Frau Katze in der Wohnung verteilt werden. Was Frau Katze aber am meisten liebt, und das ist keine Übertreibung, sind Küchenrollen. Sobald man ihr auch nur eine Sekunde eine solche überlässt, kann man die einzelnen Fetzen vom Boden aufsammeln. Deshalb steht unsere Küchenrolle jetzt in der Speisekammer - was natürlich Frau Katze nicht davon abhält, in den kurzen Momenten da die Tür offen steht, hineinzuhuschen und entweder über ihre Breckis oder eben die Küchenrolle herzufallen, je nachden was ihr zuerst zwischen die Pfoten kommt.

Ein langsamer Tag

Immer noch krank. Aber heute scheint ab und zu schon die Sonne durchs Fenster und bei mir geht es langsam aufwärts. Ich denke, ich kann mich heute mal vor die Tür wagen für einen kleinen Spaziergang. Hoffentlich wird bald Sommer! Dieses ewig graue Wetter macht einen doch ganz müde. Und träge. Aaaber... in nicht mal mehr drei Wochen geht es nach Griechenland! Ich hab heute schon den ersten Reiseführer gelesen und mich der Vorfreude hingegeben.
Außerdem hat mir Lieblingsmensch einen neuen Französisch-Sprachkurs ausgeliehen und ich hab ganz fest vor, zumindest die Hälfte bis zum Urlaub durchzuarbeiten. Das nützt mir zwar nichts in Griechenland, aber für die Motivation ist so ein fester Termin sehr gut. Und vorn steht drauf: "Führt zu A2". Und das Ganze in nur 30 Tagen. Na, wenn das Nichts ist! Ansonsten schlafe ich immer noch viel, liege viel rum, lese auch, allerdings immer noch recht langsam. Der Kopf verkraftet noch kein hohes Tempo oder zu anstrengende Texte. Deshalb les ich Zeitung oder kurze Anekdoten von Paulo Coelho. Ja, so geht mein dritter Krankheitstag daher.

Dienstag, 11. Mai 2010

Eine kurze Reise

Am Wochenende waren Lieblingsmensch und ich in Chemnitz. Meine alte Heimat besuchen, meine Eltern und Freunde wiedersehen, Kaffee trinken mit Oma und Opa, Brunchen im alten, jetzt renovierten Café Moskau, zwei neu und fast fertig eingerichtete Wohnungen von Freunden anschauen, und abschließend noch ein Besuch von Dresdens Altstadt. Ein sehr ereignisreiches Wochenende, das jetzt seine Spuren hinterlässt und mich krank im Bett liegen lässt. Aber schön war's!

Ich bin krank.

Ich bin krank.
Seit gestern liege ich daheim im Bett und stehe nur zum Essen auf, oder um mich vorübergehend für ein, zwei Stunden aufs Sofa zu begeben. Dort liege ich dann ebenfalls unter der Decke. Kranksein ist blöd, ich wollte doch heute einen neuen Karategürtel kaufen. Und zwar in Grün! Naja, dann muss das halt noch bis nächste Woche warten. Lieblingsmensch ist sehr, sehr lieb zu mir. Bringt mir Tee und kocht. Und hat sogar ein Genesungslied für mich gespielt. Die Katze weicht die ganze Zeit kaum von meiner Seite. Sobald ich nach dem Frühstück wieder ins Bett verschwinde, sucht sie sich eine Kuhle und schläft auf (oder neben, oder zwischen?) mir.

Sonntag, 2. Mai 2010

Maybe we take a walk together

In the deep sea, there never is sunshine, they say.
Somehow, we lost track of each other.
A few years ago, we condensed a whole life-time in a single rain drop.
You smiled so easy when you were walking through grass with bare feet.
I still smell the scent of your evening skin in summer.
Tomorrow, I will probably call you, at last.

Es ist Mai!

Die Grillsaison ist eröffnet! Nachdem gestern überall in Kreuzberg die Grills auf der Straße angefeuert wurden, gab es für uns heute Nachmittag das erste offiziell selbstgemachte (vegetarische) Steak. Ich hab mich über einen zugegebenermaßen ziemlich leckeren "Grillteller für Vegetarier" hergemacht. Und hinterher noch ein (und ein halbes) Stück Apfelkuchen verdrückt. Jetzt genieße ich hier mit Lieblingsmensch den restlichen Sonntag faul auf der Couch. Das haben wir uns aber auch verdient, denn wir waren Freitag Abend und gestern den ganzen Tag unterwegs. Es ist auch dieses Jahr eher ruhig geblieben, am ersten Mai in Berlin. Gegen Abend haben wir uns auch zum Spieleabend in den Wedding zurückgezogen. Dort war es soweiso friedlich. Beim Spielen habe ich außerdem gewonnen! Weitere Neuigkeit: Ich habe endlich nach seeehr langer Zeit mal wieder beim Billard gewonnen. Yippieh. Lieblingsmensch sagt, das liegt am vielen Snooker schauen im Fernsehen. Möglich, jedenfalls mache ich Fortschritte. Fortschritte gibt es auch im Französisch lernen, wenn auch nur langsam und unregelmäßig. Aber ich sage, jedes Wort zählt.
Und eine Entscheidung ist auch gefallen: Wir werden ein neues Kätzchen bei uns zu Hause aufnehmen. Die Luci langweilt sich nämlich hier sonst mit uns Zweibeinern zu sehr. Ich freu mich schon auf die vier neuen, kleinen Flauschepfoten.