Ich sehne mich nach der Sehnsucht.
Ich möchte nicht Verblassen.
Kein Taubwerden als Selbstschutz.
Kein Verwelken meiner Seele.
Heute, die ersten Vorboten des Frühlings in der Stadt...
Samstag, 28. Februar 2009
Freitag, 20. Februar 2009
Berlin.
Am Anfang fand ich diese Stadt verwirrend. Sie war schnell, dreckig, chaotisch. Überall Baustellen, jeden Tag andere Leute in der U-Bahn. Niemand kennt sich; jeder verfolgt nur seine eigenen Ziele. Menschen laufen von Ort zu Ort, immer schnell genug, um Schritt zu halten mit der Zeit. Jeder Tag war laut, die Luft roch nach Abgasen, an jeder Kreuzung Autohupen. Als Radfahrerin war das Adrenalin pur. Ich fühle mich hineingeworfen in eine Stadt, die zu leben schien, die jeden Morgen ein- und jeden Abend ausatmete. Ich hab mich manchmal ziemlich verloren gefühlt und doch herausgefordert, angetrieben. Ich hatte Lust auf dieses Großstadtleben, wollte eintauchen.
Inzwischen ist Berlin immer noch schnell, dreckig, chaotisch und laut. Aber ich mag es. Diese Stadt ist mir tatsächlich ans Herz gewachsen, mit ihrem ganz eigenen Charakter und ihrem besonderen Charme. Jeden Tag andere Menschen in der U-Bahn. Ich kann untergehen in dieser Masse und genieße es. Ich kann nachts durch den Dschungel wandern und es darauf anlegen, verloren zu gehen und das gut zu finden. Oder ich kann durch vertraute Straßen schlendern, mein Lieblingsbrot beim Lieblingsbäcker kaufen und in die kleine Kneipe nebenan gehen. Ich habe mich noch nie zuvor an einem Ort so frei gefühlt. Und auch noch nie so gut aufgehoben wie hier.
Berlin. Heimat.
Inzwischen ist Berlin immer noch schnell, dreckig, chaotisch und laut. Aber ich mag es. Diese Stadt ist mir tatsächlich ans Herz gewachsen, mit ihrem ganz eigenen Charakter und ihrem besonderen Charme. Jeden Tag andere Menschen in der U-Bahn. Ich kann untergehen in dieser Masse und genieße es. Ich kann nachts durch den Dschungel wandern und es darauf anlegen, verloren zu gehen und das gut zu finden. Oder ich kann durch vertraute Straßen schlendern, mein Lieblingsbrot beim Lieblingsbäcker kaufen und in die kleine Kneipe nebenan gehen. Ich habe mich noch nie zuvor an einem Ort so frei gefühlt. Und auch noch nie so gut aufgehoben wie hier.
Berlin. Heimat.
Sonntag, 15. Februar 2009
Vom Schmerz und vom Heilen
Ich habe mal gedacht, dass die Menge an Schmerz, die man mit sich herumträgt, unabänderlich ist. Ich habe gedacht, dass man diesen Schmerz nur heilen kann, indem man ihn wie einen Berg bis zum Ende abträgt. Und je mehr man ihn zulassen kann, umso schneller wird dieser Berg kleiner. Ich habe gedacht, dass man so die schmerzliche Zeit verkürzen kann. Inzwischen glaube ich, dass dies nur die halbe Wahrheit ist. Ich habe gelernt, dass man Schmerzen auch verlängern kann, wenn man zu stark auf sie fixiert ist. Man trägt diesen Berg dann nicht ab, sondern schüttet ihn immer höher auf. Deshalb gehe ich heute anders mit Schmerz um. Ich lasse ihn zu und akzeptiere, dass er da ist un dass er einen wichtigen Sinn hat. Doch ich lenke meine Gedanken auch hin zu anderen Sachen und tue Dinge, die mir gut tun. Manchmal suche ich einfach nur Zerstreuung, denn der Schmerz kann warten. Ich werde nicht mehr vom Schmerz überwältigt, sondern ich bewältige den Schmerz. Diese Sichtweise gibt mir momentan viel Kraft und ich bin froh, dass ich gelernt habe, die Dinge so zu sehen.
Freitag, 6. Februar 2009
Neu
Endlich habe ich meinen ganz persönlichen Karate-Gi. Heute erstanden und gleich zwei Stunden im Training ausprobiert. Angenehmerweise war das Training heute ziemlich anstrengend, also die würdige Einweihung für meinen Anzug. Jetzt ist er erst mal in der Waschmaschine, damit er noch ein paar Zentimeter eingeht. Was für ein Glück, dass ich Karate entdeckt habe. Keins von meinen bisherien Hobbies oder Beschäftigungen hat mir soviel gegeben. Deswegen mach ich jetzt ernst damit. :)
Sonntag, 1. Februar 2009
Regungslos taumelnd
Bedecke meinen Geist mit Vergessen, zu aufgewühlt sind meine Gedanken. Vor und zurück taumeln die Gedanken, sie erzählen von gestern, heute oder von irgendwann, erst langsam dann schnell, später schleichen sie vorbei, jetzt flüstern sie und im nächsten Moment schreien sie wieder ihren Schmerz heraus. Erinnerungen. Gelebte Augenblicke. Wie Funken aus der Vergangenheit tauchen sie auf. Wie gern würde ich meinen müden Geist zur Ruhe betten, möchte ihn zärtlich schlafen legen, so dass er sich erholen kann bis zum nächsten Morgen. Doch Schlaf will mir nicht gelingen. Und so wander ich zwischen Küche, Bad und Schlafzimmer umher, tue Dieses und Jenes, um den Geist abzulenken. Doch so einfach lässt er sich nicht austricksen. Bin ich laut, so ist er leise, doch sein Flüstern kann ich über Allem hören. 'Es war richtig', sagt plötzlich eine Stimme zu mir. Doch ich weiß nicht, ob sie Recht hat.
Am Anfang
Da stehe ich nun wieder am Anfang. Eine neue Gelegenheit, alte Fehler nicht zu wiederholen. Ein neuer Versuch, irgendwie aus meiner Haut heraus zu kommen. Wenn ich so zurückblicke, dann habe ich viel geschafft in den drei Jahren. Ich habe viel über mich gelernt, vor allem habe ich mich selbst lieben gelernt. Und darauf bin ich am meistens stolz. Aber es gibt noch sehr viel zu tun. Der Kampf gegen die Angst ist noch nicht gewonnen, aber eine Runde geht an mich. Ich sehe mich inzwischen mit anderen Augen, fühle mich nicht mehr so schwach und verletzlich wie früher. Ich habe ein bisschen gelernt, mit mir selbst zu sein und für mich zu sein und nicht so oft gegen mich.
Jetzt stehe ich an einem Anfang und an einem Ende. Ich blicke sowohl nach vorne, als auch zurück. Ich bin erwachsen geworden in diesen drei Jahren. Jetzt, da ich in meiner dritten Wohnung in der dritten Stadt lebe, habe ich zum ersten Mal das Gefühl, wirklich erwachsen geworden zu sein. Eine lange Zeit habe ich mich dagegen gewehrt, wollte nicht erwachsen werden, wollte die Verantwortung nicht tragen und habe mich mehr oder weniger in diese Position gedrängt gefühlt. Nun bin ich auch innerlich herangereift und ich habe gemerkt, dass es gar nicht so schlimm ist, erwachsen zu werden. Und dass es auch nicht schlimm ist, älter zu werden um irgendwann eben alt zu sein. Ich freu mich jedenfalls drauf.
Jetzt stehe ich an einem Anfang und an einem Ende. Ich blicke sowohl nach vorne, als auch zurück. Ich bin erwachsen geworden in diesen drei Jahren. Jetzt, da ich in meiner dritten Wohnung in der dritten Stadt lebe, habe ich zum ersten Mal das Gefühl, wirklich erwachsen geworden zu sein. Eine lange Zeit habe ich mich dagegen gewehrt, wollte nicht erwachsen werden, wollte die Verantwortung nicht tragen und habe mich mehr oder weniger in diese Position gedrängt gefühlt. Nun bin ich auch innerlich herangereift und ich habe gemerkt, dass es gar nicht so schlimm ist, erwachsen zu werden. Und dass es auch nicht schlimm ist, älter zu werden um irgendwann eben alt zu sein. Ich freu mich jedenfalls drauf.
Vorbei
Jetzt ist es tatsächlich vorbei. Was sich so lange angekündigt hatte, wie die große Ruhe vor dem Sturm, ist heute Morgen passiert. Lange, dumpfe Monate des Wartens, Bangens und Hoffens haben sich zu einem unerträglichen Wirrwarr meiner Gefühle angestaut. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis sich die Spannung entlädt. Doch der große Knall ist ausgeblieben. Traurigkeit war das vorherrschende Gefühl. Traurigkeit auf beiden Seiten mit der bitteren Erkenntnis, es nicht geschafft zu haben. Wir hatten das Glück erlebt, doch dann ist es uns irgendwie abhanden gekommen. Und keiner weiß, wie es passieren konnte...
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