Ich hab mich heute exzessiv dem Tagträumen hingegeben. Kreativität auf hohem Niveau sozusagen. Und gezieltes Träumen kann manchmal auch ganz schön anstrengend sein. Ein guter Ausgleich allerdings für die stressige Woche. Mitdrei Tage Sport hintereinander - Mittwoch, Donnerstag, Freitag und insgesamt 6 Stunden - hab ich meine Kondition ganz schön auf die Probe gestellt. Jetzt fühl ich mich aber wesentlich besser, denn entgegen voreiliger Schlüsse bewegt man sich auf Reisen gar nicht so viel. Viel Zeit verbringt man dagegen mit Warten in Wartehallen oder in engen Verkehrsmitteln wie Zügen, Flugzeugen oder U-Bahnen. Deshalb hab ich das jetzt aufgeholt. Am Donnerstag war ich dann auch in meinem neuen Yoga-Pilates-Kurs. Meine Güte! Es ist erstaunlich zu welchen Verrenkungen ein Mensch in der Lage ist. Oder besser sein könnte. Ich werde also fleißig üben. Vielleicht kann ich dann irgendwann auch mal in der Vorwärtskrätsche einen Arm unter das vordere Bein auf den Rücken legen, und mit der anderen Hand von oben her greifen. Okay, schon allein die Beschreibung dieser Übung scheint mir unmöglich, geschweige denn die praktische Umsetzung. Aber nächsten Donnerstag versuch ichs wieder. Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht hinkriege! (Was der Trainer kann, will ich auch können - Alter Ehrgeiz von mir.) Am Freitag war dann das obligatorische Karatedoppeltraining. Nach der ersten Stunde war ich schon recht fertig und hab den Beginn des Yogamuskelkaters gespürt. Hab natürlich die Zähne zusammengebissen und weitergemacht, so gut es ging. Überaschenderweise hat dann plötzlich meine Zehe geblutet. Keine Ahnung, wie das passiert ist. Tat auch nicht weh, sah nur beunruhigend aus.
Um zum Schluss zu kommen: Heute hab ich mich einfach mal ausgeruht. Und was tut der rege Geist, wenn der Körper müde ist? Genau, Tagträumen. Und ich hab ihn nicht daran gehindert. Sehr angenehm.
Samstag, 18. April 2009
Mittwoch, 15. April 2009
Ode an London
Zurück aus London. Um diese Stadt zu beschreiben, nutze ich das Wort von Susi: Exhausting. Das trifft es ganz gut. Aber gleichzeitig aufregend, interessant, anziehend, verlierend, taumelnd, pulsierend, lebendig, frei und treibend. In dieser Stadt spürt man das Leben in jeder Straße, die Freude am Leben. Hinter jeder Ecke wartet eine Überaschung. Und so bin ich durch die Straßen gelaufen, staunend, voller Erwartung und konnte mich nicht sattsehen an den Menschen, den Bussen, den bunte Läden. Die Briten waren wie erwartet sehr freundlich, nur da Englisch manchmal schwierig zu verstehen. Ich hatte gar nicht gewusst, dass in London so viele unterschiedliche Dialekte gesprochen werden. Mit einigen hab ich mich leichter getan, mit anderen schwieriger. Wunderbare Häuser gibt es da. Und viele Museen haben freien Eintritt. Das haben wir für einen Besuch in der Nationalgalerie genutzt. Ich wieder staunend, kaum mich sattsehend. Der Tag in Oxford kam daher sehr gelegen. Trotz der vielen Besucher strahlt Oxford eine starke Ruhe aus. Und ich habe mich in der Zeit zurückverstetzt gefühlt. Schlendert man durch die Straßen so stößt man immer wieder auf eines der vielen Colleges der Universität, von denen die ersten aus dem 13. Jahrhundert stammen! Eins davon haben wir dann näher besichtigt. Eine schöne Atmosphäre zum Lernen; hier hätte es mir auch gefallen. Noch ein Spaziergang am Fluss und ein großes Cider im Biergarten (der erste dieses Jahr) und zurück ging es nach London, hinein ins Großstadtleben. Und nun bin ich zurück in meiner Stadt und auch ein wenig froh über die Ruhe und Langsamkeit in Berlin.
London, du gefällst mir und ich besuche dich gern immer wieder, aber leben möchte ich in dir nicht.
London, du gefällst mir und ich besuche dich gern immer wieder, aber leben möchte ich in dir nicht.
Freitag, 10. April 2009
Kurzer Zwischenstop
Kurzer Zwischenstop in der Heimat. Nach vier Tagen München und drei Tagen Chemnitz bin ich jetzt wieder in Berlin angekommen, in meiner Stadt. Heute Abend geht es schon wieder weiter. Dann in die ganz große Metropole: nach London! Ich bin schon sehr gespannt, wie die Stadt auf mich wirken wird, denn es ist einige Jahre her, seit ich dort war. Und ich freu mich schon sehr, meine beste Freundin wiederzusehen. Wir haben immer nur wenig Zeit füreinander. Dafür gibt es jedes Mal viel zu erzählen. Am Montag gehts dann nach Oxford. Vielleicht gibt es da endlich etwas weniger Trubel; auf jeden Fall freu ich mich. Und ich bin auch schon etwas nervös, denn heute Abend werde ich das erste Mal alleine fliegen. Dabei hab ich doch immer noch so einen Bammel... aber es ist eine gute Vorbereitung auf Neuseeland. :)
Also dann, ich bin weg!
Also dann, ich bin weg!
Freitag, 3. April 2009
Sehr schön.
Es ist Frühling. Und es ist warm. Und die Sonne scheint. Und außerdem bin ich wieder so gut wie gesund. Mein Buch und meine DVD sind auch angekommen, dem Karatetraining steht somit nichts mehr im Weg. Abgesehen davon, dass ich ab morgen in einem Schloss eingesperrt sein werde, aus dem ich weder Tag noch Nacht entkommen kann, und das abseits jeglicher Zivilisation liegt. Das wäre vielleicht alles gar nicht so schlimm, vielleicht sogar ganz angenehm. Aber ich bin verpflichtet, mich die ganze Zeit über ordentlich zu benehmen, Informationen aufzunehmen, Networking zu betreiben und schlaue Antworten auf alle erdenklichen Fragen zu haben. Und Freizeit gibt es dabei natürlich keine. Nicht einmal am Sonntag. Ja genau, es ist wieder soweit: eine Tagung!
Beunruhigenderweise freue ich mich trotzdem...
Beunruhigenderweise freue ich mich trotzdem...
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