Montag, 18. Januar 2010

Kurzanleitung für's Leben

Lass dein Leben dich in die Hand nehmen. Denke nicht an zukünftige Tage. Plane nicht deine Zukunft. Atme jetzt. Spür den Boden unter deinen Füßen. Laufe darauf. Leg dich ins Gras und atme den Duft der warmen Erde. Vergiss vergangene Fehler. Zähle nicht Tage oder Jahre. Warte nicht auf ein Ereignis, das zufällig eintrifft. Beginne mit Allem stets jetzt. Sei ohne Ängste. Sei ohne Gewissensbisse. Gehe vorwärts. Sieh dir die Welt an. Werfe alles ab, was du nicht brauchst. Trage keine Dinge bei dir, die du auch in deinem Herzen tragen könntest. Sei wachsam. Teile nicht die Zeit ein in genutzte und ungenutzte Stunden. Lies keine Ratgeberliteratur. Widme dich jeden Tag Tätigkeiten, die dich ausfüllen. Vertrau deinem Bauchgefühl. Kümmer dich um deine Kreativität. Umgib dich mit den Menschen, die du liebst. Sind sie entfernt, rufe sie an oder schreibe ihnen.

Dienstag, 12. Januar 2010

So viel Freude im Erwarten!

Mein neues Leben nimmt Formen an. Ich freue mich jeden Tag auf die neue Wohnung. Unsere neue Wohnung. Ich freue mich aufs Nach-Hause-Kommen, aufs Schuhe-Ausziehen im Flur, aufs Auf-Sofa-Fallen, auf Umarmungen und Küsse. Ich freue mich auf Gerüche aus der Küche, aufs Kochen, auf die Spülmaschine, auf einen Kühlschrank mit leckeren Sachen. Und auf ein abendliches Wannenbad mit unbeschränkter Zeit und ohne Mitbewohner nebenan; nur Lieblingsmensch ist zu Hause. Und ich freue mich auf die Mietzekatzen! Wie sie durch den Flur tapsen oder versuchen nachts ins Schlafzimmer zu kommen, oder durch die Wohnungstür zu rennen oder die Pflanzen anfressen. Bald ist es soweit, dann packe ich mein Hab und Gut hier ein, alles was wichtig genug war nicht der Zeit oder dem Überdruss zum Opfer zu fallen, und dann gehts endlich los.

Freitag, 1. Januar 2010

Winter

Außen an meinem Fenster türmen sich Schneekristalle. Auf den Ästen der alten Birke liegt gleichmäßig verteilt eine Schneeschicht. Es ist nicht besonders kalt, das perfekte Wetter für Winterspaziergänge. Gerade bin ich durch den Schnee gestapft und habe frische, kalte Schneeluft in meinen Lungen gelassen. Heute ist der 1. Januar; das Jahr beginnt in gewohnter Ruhe. Kaum Menschen sind in der Stadt unterwegs. Sie ruhen wohl aus von der Silvesternacht. Auch gestern Nacht sind wir durch den Schnee gestapft. Mit Sekt und Wunderkerze in der Hand haben wir den Raketen zugesehen, und den Menschen die Raketen und kleine Heißluftballons in die Luft schickten. Warum sie das wohl jedes Jahr aufs Neue tun?
Und was wünsche ich mir für das nächste Jahr? Dass es genauso schön wird, wie die letzten Monate. Nichts soll anders werden, nichts möchte ich vermissen, genauso möchte ich es haben. Ich gehöre wohl gerade zu den zufriedensten Menschen auf der Welt.

Montag, 7. Dezember 2009

Vor Weihnachten

So, da hier ja Manche mitlesen, kann ich gar nicht verkünden, welch wunderbares Weihnachtsgeschenk ich gerade in den Händen gehalten habe. Aber wenn das nichts Tolles ist, dann weiß ich auch nicht weiter. Trotzdem bin ich ziemlich sicher, dass es zu gefallen weiß. Mein Arbeitstag war dafür eher durchschnittlich - Nein, Halt. Stimmt gar nicht. Es gab immerhin diesen vortrefflichen Kuchen, den unsere neue Doktorandin gebacken hat. Dabei hatten wir noch gar nichts angedeutet, von wegen Einstandskuchen oder so. Sehr vorbildlich. Außerdem kam noch eine Lieferung Marzipanstollen an. Auch überhaupt nicht schlecht. Und nein, wir sind nicht bestechlich. ...
Generell lässt meine Motivation vor Weihnachten etwas zu wünschen übrig. Man ist ja auch ständig abgelenkt, muss Geschenke kaufen, oder zumindest über Geschenke nachdenken, muss sich Geschenke wünschen, dann wieder Geschenke verpacken. Außerdem sich auf die Doktorfeier vorberereiten (nein, leider nicht meine eigene), was einen ganz schön in Abschiedsstimmung versetzen kann. "Wir werden Doktor" ist das neue geflügelte Wort im Labor. Dann die ganzen Dinge, die man unerledigt gelassen hat. Zum Beispiel das unfertige Bild auf der Staffelei, das einen jeden Tag anschaut und das man im Gegenzug kritisch beäugt. Dann der Französisch-Schnellkurs, dem man gern mehr Zeit widmen möchte, als die zwei U-Bahn-Stationen am Morgen. Oder die Vorbereitungen des WG-Kochens, weil man doch auch mal zumindest ein paar Ideen beisteuern könnte/wollte/müsste. Und nicht zuletzt das vorgenommene Schwimmen-gehen, das diese Woche schon wieder auszufallen droht. Wegen Zeitmangel. Oder eigentlich wegen zu vielen Aktivitäten [/ratgeberliteraturslang]. Ich glaube, es ist Zeit zu schlafen. Schlaf ist wichtig und schlafen macht Spaß.

Donnerstag, 26. November 2009

Erfolgsgeschichten

Trotz Kranksein war ich heute für eine Weile auf Arbeit. Immerhin hatte mein Chef Mitleid mit mir und vielleicht sogar ein bisschen sowas wie ein schlechtes Gewissen, dass er mich hergeholt hat. Hihi. Hat sich aber dennoch gelohnt für die Besprechung zu kommen. Uuund ich hab gleich die Gelegenheit beim Schopf gepackt um die Dienstreise abzusagen. Manchmal muss man einfach den richtigen Zeitpunkt erwischen... Jetzt hab ich mich erst mal wider dick eingepackt ins Bett gelegt. Fein das.

Mittwoch, 25. November 2009

Von Katzen

Miez 1 und Miez 2 sind am Sonntag eingezogen. Sie haben noch (fast) nichts gekaputt gemacht, sehr lieb. Kratzen nicht am Sofa (oder nur dort, wo man es nicht sieht). Benutzen auch die Katzentoilette (meistens). Und mögen das Trockenfutter. Miez 2 fängt jetzt auch das Schmusen an und läuft einem hinterher. Wusste doch, dass das nicht lange dauern kann. Miez 1 lebt nach wie vor ihren Spieltrieb aus und versucht durch die "verbotene" Tür zu kommen. Sind auf jeden Fall sehr liebe Kätzchen. Okay, die Rangeleien untereinander halten an, aber ich bin guter Hoffnung, dass sich das auch noch klärt. Immerhin haben sie zwei Menschen, die versuchen ihnen jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

Donnerstag, 19. November 2009

Jetzt aber mal

Okay, neuen Entschluss gefasst: Weniger klagen. Vor allem nicht über Dinge, die ich so nicht ändern kann. Wozu mir selbst das Leben schwer machen? Habe ein Wannenbad genommen um den Entschluss zu besiegeln. Bin nun frisch und frei im Kopf. Und außerdem ist morgen Freitag.

So. Anonsten...
Habe Urlaub gemacht! Ein Wochenende voller Romantik. Mit Keksen. Mit Kuscheln. Ganz viel Kuscheln. Und mit Enten. Und Natur. Und mit Zweisamkeit. Und sehr, sehr leckerem Essen. Genau das Richtige für den Herbst.

So. Weiteres...
Ich war schwimmen! Endlich haben wir den lang gehegten Plan in die Tat umgesetzt. War gut und wird demnächst öfter gemacht.

Hm. Berlin zeigt sich von seiner schönen Seite mit herrlich warmen Temperaturen und Sonnenschein. Ich habe ein spontanes Sommerrevival gestartet und einen Sommerrock angezogen. Im November, ja, aber es ist warm, es ist herrlich, ich muss das ausnutzen bevor es hier schneit. Demnächst bestimmt.

So. Jetzt mach ich mich mal auf den Weg zu Lieblingsmensch, der mir auch noch eine ganz dolle Umarmung versprochen hat. Tihi.