Mittwoch, 3. Februar 2010
Hier unten...
Labels:
Experimente
Dritter Tag in der bayrischen Hauptstadt. Langsam lebe ich mich ein. Und ich bemerke die kleinen Unterschiede: Die U-Bahnen sind voller und fahren seltener. Dafür kostet es mehr. Die Menschen sind höflicher und entschuldigen sich häufiger. Die Breze(l)n sind besser. Die Mensa ist auch besser, was aber an mangelnder Gewöhnung liegen kann. Auswärts essen außerhalb von Mensen ist ziemlich teuer. Genauso wie Kaffee trinken. Es scheint sonniger zu sein als im Berliner Norden. Die Tage sind hier auch etwas länger. Der Winterdienst kennt keine Gehwege. Die Menschen sind eher schicker und weniger ausgefallen gekleidet. Ich stelle auch fest, dass ich jeden Abend früher ins Bett gehe. Liegt wohl daran, dass Lieblingsmensch nicht da ist und am mangelnden TV. Aber! Aber! Lieblingsmensch kommt! In wenigen Minuten hebt sein Flugzeug ab und ich laufe voller Vorfreude die Zimmer auf und ab...
Montag, 1. Februar 2010
Die kleinen, alltäglichen Hindernisse.
Labels:
Experimente
Es ist der erste Montag in München. Mein Plan heute morgen, war gut durchdacht. Zuerst würde ich mir eine Wochenkarte für die U-Bahn zu kaufen, dann zur TU fahren, um pünktlich kurz vor Neun da zu sein. Leider gab es keine Wochenkarte für mich. Zuerst fand ich nur Fahrscheinautomaten, die keine Wochenkarten verkaufen, dafür dutzende, andere Tickets für den Nahverkehr, die ich nur teilweise verstand. Ich schöpfte neue Hoffnung, als ich einen anderen Typ von Automaten bemerkte. Vor dem sich leider schon eine lange Menschenschlange gebildet hatte. Aber ich war wieder guter Dinge, denn dort gab es mein gesuchtes Ticket. Vor Kälte von einem Fuß auf den anderen wippend, stand ich an. Als ich an der Reihe war und mich souverän durch das Menü geklickt hatte, wurde ich prompt wieder rausgeworfen. Also, meine EC-Karte wurde ausgeworfen und nicht akzeptiert. Ich entschied mich, in leichten Stress zu geraten. Also, wieder raus aus der U-Bahnstation, über die Straße und die andere U-Bahntreppe hinunter. Hier gab's nämlich einen Verkaufskiosk. Der leider geschlossen hatte. Ich entschied mich, in mittleren Stress zu geraten. Gut, dann also doch nur ein normales Ticket. Ich beschloss, es auf der Rückfahrt nochmal zu versuchen. Für ziemlich teure 4,80€ bin ich dann doch noch in Garching angekommen und nur ein bisschen zu spät.
Vor der Rückfahrt das selbe Problem: wieder nur diese Automaten. Ich begriff, dass man für den Ticketautomat eine mit Geld aufgeladene EC-Karte brauchte. Da ich sowas zuvor nie gebraucht hatte, hatte ich die Karte natürlich auch nie zuvor aufgeladen. Vorsorglich hatte ich zwar Bargeld und Kreditkarte eingepackt, die mir jedoch nichts nützten. Gut, dann wieder ein normales Ticket - immerhin bin ich auf der Hinfahrt bereits kontrolliert worden. Am Marienplatz fand ich dann endlich meinen gesuchten Verkaufspunkt (nachdem ich zuerst am falschen war, und der Herr mich wieder zu einem der Automaten schicken wollte). In weiser Voraussicht hab ich gleich noch die Karte für nächste Woche gekauft. Schließlich musste ich eine Viertelstunde dafür anstehen. Doch jetzt ist alles geschafft. Ich war sogar schon Einkaufen, der Kühlschrank ist voll, und morgen kann ich mir sogar ein paar Minuten mehr Zeit fürs Frühstück nehmen.
Vor der Rückfahrt das selbe Problem: wieder nur diese Automaten. Ich begriff, dass man für den Ticketautomat eine mit Geld aufgeladene EC-Karte brauchte. Da ich sowas zuvor nie gebraucht hatte, hatte ich die Karte natürlich auch nie zuvor aufgeladen. Vorsorglich hatte ich zwar Bargeld und Kreditkarte eingepackt, die mir jedoch nichts nützten. Gut, dann wieder ein normales Ticket - immerhin bin ich auf der Hinfahrt bereits kontrolliert worden. Am Marienplatz fand ich dann endlich meinen gesuchten Verkaufspunkt (nachdem ich zuerst am falschen war, und der Herr mich wieder zu einem der Automaten schicken wollte). In weiser Voraussicht hab ich gleich noch die Karte für nächste Woche gekauft. Schließlich musste ich eine Viertelstunde dafür anstehen. Doch jetzt ist alles geschafft. Ich war sogar schon Einkaufen, der Kühlschrank ist voll, und morgen kann ich mir sogar ein paar Minuten mehr Zeit fürs Frühstück nehmen.
Sonntag, 31. Januar 2010
Heimat auf Zeit
Labels:
Experimente
Heute habe ich Berlin verlassen, um nach München zu fliegen. Für zwei Wochen wird diese Stadt also mein Zuhause sein. Meine Flugangst hab ich weitgehend ignorieren können, juhu! Ich werde tagsüber arbeiten und abends ausruhen. Also lesen. Oder Internetfernsehen. Oder kochen. Vielleicht alles zusammen oder hintereinander. Und vielleicht schon morgen, aber auf jeden Fall am Wochenende durch die Stadt streifen um alles wiederzusehen und Neues zu entdecken. Ich habe eine hübsche, gemütliche Wohnung angemietet, mit allem was man so braucht. Sogar selbstgemachte Marmelade habe ich im Küchenregal gefunden. Und Lieblingsmensch kommt am Mittowch! Das sind also quasi nur noch zwei Tage. Das wird toll! Es ist jetzt schon ein paar Jahre her, seit ich das letzte Mal hier war. München wird nie wirklich meine Stadt werden, dafür bin ich zu sehr verliebt in Berlin. Verliebt in Berlin. Und verliebt in Berlin. Aber es ist ein interessante Reise. Mal sehen, was mich morgen an der Uni erwartet. Bin ein bisschen nervös, aber die Leute werden mich schon nicht beißen.
Mittwoch, 27. Januar 2010
Meine abendlichen Freunde
Labels:
Experimente
Ich sitze auf Arbeit und versuche Zeit tot zu schlagen. Denn ich muss warten. Auf ein Experiment. Dabei wollte ich heute mal einigermaßen pünktlich nach Hause. Den Bakterien ist's egal, dass es draußen dunkel ist, ich müde bin und hungrig. Die interessiert nur essen, vermehren, essen, vermehren... Mich kennen sie gar nicht. Sie wissen nicht, dass ich existiere. Aber ich kenne sie. Zumindest versuche ich sie kennenzulernen. Da sie darauf jedoch überhaupt keinen Wert legen und ihnen die Weiterentwicklungen in der Forschung sowie meine Doktorarbeit völlig egal sind, benehmen sie sich entsprechend mitteilsam. Sie sprechen nämlich gar nicht. Sie teilen sich. Sonst nichts. Na gut, sie können schwimmen. Aber nur ziellos umher schwimmen. Und manchmal nicht einmal das. Aber ich mag sie. Warum, weiß ich nicht. Aber sie sind meine. Meine kleinen Labortierchen.
Montag, 18. Januar 2010
Kurzanleitung für's Leben
Lass dein Leben dich in die Hand nehmen. Denke nicht an zukünftige Tage. Plane nicht deine Zukunft. Atme jetzt. Spür den Boden unter deinen Füßen. Laufe darauf. Leg dich ins Gras und atme den Duft der warmen Erde. Vergiss vergangene Fehler. Zähle nicht Tage oder Jahre. Warte nicht auf ein Ereignis, das zufällig eintrifft. Beginne mit Allem stets jetzt. Sei ohne Ängste. Sei ohne Gewissensbisse. Gehe vorwärts. Sieh dir die Welt an. Werfe alles ab, was du nicht brauchst. Trage keine Dinge bei dir, die du auch in deinem Herzen tragen könntest. Sei wachsam. Teile nicht die Zeit ein in genutzte und ungenutzte Stunden. Lies keine Ratgeberliteratur. Widme dich jeden Tag Tätigkeiten, die dich ausfüllen. Vertrau deinem Bauchgefühl. Kümmer dich um deine Kreativität. Umgib dich mit den Menschen, die du liebst. Sind sie entfernt, rufe sie an oder schreibe ihnen.
Dienstag, 12. Januar 2010
So viel Freude im Erwarten!
Mein neues Leben nimmt Formen an. Ich freue mich jeden Tag auf die neue Wohnung. Unsere neue Wohnung. Ich freue mich aufs Nach-Hause-Kommen, aufs Schuhe-Ausziehen im Flur, aufs Auf-Sofa-Fallen, auf Umarmungen und Küsse. Ich freue mich auf Gerüche aus der Küche, aufs Kochen, auf die Spülmaschine, auf einen Kühlschrank mit leckeren Sachen. Und auf ein abendliches Wannenbad mit unbeschränkter Zeit und ohne Mitbewohner nebenan; nur Lieblingsmensch ist zu Hause. Und ich freue mich auf die Mietzekatzen! Wie sie durch den Flur tapsen oder versuchen nachts ins Schlafzimmer zu kommen, oder durch die Wohnungstür zu rennen oder die Pflanzen anfressen. Bald ist es soweit, dann packe ich mein Hab und Gut hier ein, alles was wichtig genug war nicht der Zeit oder dem Überdruss zum Opfer zu fallen, und dann gehts endlich los.
Freitag, 1. Januar 2010
Winter
Außen an meinem Fenster türmen sich Schneekristalle. Auf den Ästen der alten Birke liegt gleichmäßig verteilt eine Schneeschicht. Es ist nicht besonders kalt, das perfekte Wetter für Winterspaziergänge. Gerade bin ich durch den Schnee gestapft und habe frische, kalte Schneeluft in meinen Lungen gelassen. Heute ist der 1. Januar; das Jahr beginnt in gewohnter Ruhe. Kaum Menschen sind in der Stadt unterwegs. Sie ruhen wohl aus von der Silvesternacht. Auch gestern Nacht sind wir durch den Schnee gestapft. Mit Sekt und Wunderkerze in der Hand haben wir den Raketen zugesehen, und den Menschen die Raketen und kleine Heißluftballons in die Luft schickten. Warum sie das wohl jedes Jahr aufs Neue tun?
Und was wünsche ich mir für das nächste Jahr? Dass es genauso schön wird, wie die letzten Monate. Nichts soll anders werden, nichts möchte ich vermissen, genauso möchte ich es haben. Ich gehöre wohl gerade zu den zufriedensten Menschen auf der Welt.
Und was wünsche ich mir für das nächste Jahr? Dass es genauso schön wird, wie die letzten Monate. Nichts soll anders werden, nichts möchte ich vermissen, genauso möchte ich es haben. Ich gehöre wohl gerade zu den zufriedensten Menschen auf der Welt.
Abonnieren
Posts (Atom)