Dienstag, 11. Mai 2010

Eine kurze Reise

Am Wochenende waren Lieblingsmensch und ich in Chemnitz. Meine alte Heimat besuchen, meine Eltern und Freunde wiedersehen, Kaffee trinken mit Oma und Opa, Brunchen im alten, jetzt renovierten Café Moskau, zwei neu und fast fertig eingerichtete Wohnungen von Freunden anschauen, und abschließend noch ein Besuch von Dresdens Altstadt. Ein sehr ereignisreiches Wochenende, das jetzt seine Spuren hinterlässt und mich krank im Bett liegen lässt. Aber schön war's!

Ich bin krank.

Ich bin krank.
Seit gestern liege ich daheim im Bett und stehe nur zum Essen auf, oder um mich vorübergehend für ein, zwei Stunden aufs Sofa zu begeben. Dort liege ich dann ebenfalls unter der Decke. Kranksein ist blöd, ich wollte doch heute einen neuen Karategürtel kaufen. Und zwar in Grün! Naja, dann muss das halt noch bis nächste Woche warten. Lieblingsmensch ist sehr, sehr lieb zu mir. Bringt mir Tee und kocht. Und hat sogar ein Genesungslied für mich gespielt. Die Katze weicht die ganze Zeit kaum von meiner Seite. Sobald ich nach dem Frühstück wieder ins Bett verschwinde, sucht sie sich eine Kuhle und schläft auf (oder neben, oder zwischen?) mir.

Sonntag, 2. Mai 2010

Maybe we take a walk together

In the deep sea, there never is sunshine, they say.
Somehow, we lost track of each other.
A few years ago, we condensed a whole life-time in a single rain drop.
You smiled so easy when you were walking through grass with bare feet.
I still smell the scent of your evening skin in summer.
Tomorrow, I will probably call you, at last.

Es ist Mai!

Die Grillsaison ist eröffnet! Nachdem gestern überall in Kreuzberg die Grills auf der Straße angefeuert wurden, gab es für uns heute Nachmittag das erste offiziell selbstgemachte (vegetarische) Steak. Ich hab mich über einen zugegebenermaßen ziemlich leckeren "Grillteller für Vegetarier" hergemacht. Und hinterher noch ein (und ein halbes) Stück Apfelkuchen verdrückt. Jetzt genieße ich hier mit Lieblingsmensch den restlichen Sonntag faul auf der Couch. Das haben wir uns aber auch verdient, denn wir waren Freitag Abend und gestern den ganzen Tag unterwegs. Es ist auch dieses Jahr eher ruhig geblieben, am ersten Mai in Berlin. Gegen Abend haben wir uns auch zum Spieleabend in den Wedding zurückgezogen. Dort war es soweiso friedlich. Beim Spielen habe ich außerdem gewonnen! Weitere Neuigkeit: Ich habe endlich nach seeehr langer Zeit mal wieder beim Billard gewonnen. Yippieh. Lieblingsmensch sagt, das liegt am vielen Snooker schauen im Fernsehen. Möglich, jedenfalls mache ich Fortschritte. Fortschritte gibt es auch im Französisch lernen, wenn auch nur langsam und unregelmäßig. Aber ich sage, jedes Wort zählt.
Und eine Entscheidung ist auch gefallen: Wir werden ein neues Kätzchen bei uns zu Hause aufnehmen. Die Luci langweilt sich nämlich hier sonst mit uns Zweibeinern zu sehr. Ich freu mich schon auf die vier neuen, kleinen Flauschepfoten.

Samstag, 10. April 2010

Samstag

Kaffee. Selbstgebackener, warmer Lieblingskuchenkuchen (es ist Zupfkuchen). Sonne. Blüten am Baum vorm Fenster. Spatzen. Die Katze auf dem Fensterbrett.

Montag, 5. April 2010

Nieselregen vorm Fenster

Ein freier Montag. Meine Eltern sind wieder gefahren, das heißt dieser Tag gehört wieder uns allein. Er gestaltet sich in Ausruhen, Lesen, Herumsitzen, Nichtstun. Gut.
Alles ist auf langsam gestellt. Ich sitze im Sessel an der Heizung. Durchs Fenster schaut nur der trübe Tag hinein. Nichts als Wolken am Himmel, eine einzige hellgraue Wolkendecke. Den Laptop auf dem Schoss, die Katze spaziert wieder umher, Tippgeräusche von Lieblingsmensch aus dem Nebenzimmer, zu dem die Tür offen steht. Langsam ist alles heute. Langsam ist gut. Die Gedanken und Schritte nicht beschleunigen wollen. Ich wippe leicht im Poäng-Sessel auf und ab.

Samstag, 3. April 2010

Sonne, Gardinenstangen und Currywurst

Es ist Samstag Morgen und die Sonne scheint. Ich habe frei und das endlich mal ein paar Tage länger. Die letzten Wochen haben mich ganz schön ausgelaugt. Nun bin ich frohen Mutes, denn ich habe zum ersten Mal auf einergroßen, öffentlichen Tagung einen Vortrag gehalten. Vor über 100 Menschen, vielleicht waren es auch 200. Und es lief gut! Und es war Englisch! Und ich konnte zu allen gestellten Fragen etwas sagen. Auchauf Englisch. Und überhaupt, ich hab die Nervosität besiegt. Danach war ich ganz schön erleichtert. Es ist gut zu wissen, dass man sowas kann, dass man sich nicht blamiert und dass man nicht vor Aufregung ohnmächtig wird. Oder sonstwelche Sachen.
Jetzt sitze ich hier in der neuen Wohnung, alles ist eingerichtet, aufgeräumt, verstaut. Die Katze spaziert umher und jagt eine Alufolienkugel. Sogar die meisten Bilder hängen schon an den Wänden. Vorgestern haben wir in einem Kraftakt noch die letzten Arbeiten verrichtet. Zum Beispiel, Gardinenstangen anbringen. Gar nicht so leicht bei diesen Betonwänden. Gestern kamen dann auch meinen Eltern, um sich mal das neue Heim ihrer Tochter samt Freund mal anzuschauen. Gestern saßen wir auch schon draußen im Garten. Das ist eigentlich ein Innenhof, aber da wir ganz unten wohnen und es so nur ein paar Meter sind, kann man Garten dazu sagen. Da stehen Bänke in der Sonne und es gibt mindestens ein Eichhörnchen. Eine kleine Oase mitten in der Stadt. Joar, und später gehen wir dann Currywurst essen. Also ich nicht, ich esse ja gar keine Currywurst. Aber die anderen drei, die sollen das mal haben. Ich suche mir irgendwas Leckeres in der Kastanienallee.
Und morgen ist dann Ostern.