Sonntag, 16. Mai 2010

Oh, sieh, ein Baum!

Heute Morgen hab ich einen Baum gepflanzt. Einen winzig kleinen Nadelbaum. In der Bibel heißt irgendwo, dass das zu den drei Dingen gehört, die ein Mann im Leben tun sollte. Die anderen beiden sind, ein Haus zu bauen und einen Sohn zu zeugen. Also drei Dinge, die die eigene Lebensspanne überdauern. Doch wo bleibe ich als Frau? Gibt es auch Dinge, die einer Frau auferlegt werden? Wie gut, dass ich nicht gläubig bin und ich ohne moralisches Denken in den Garten gehen und einen Baum einbuddeln kann.

Freitag, 14. Mai 2010

Mhhh...

Ich glaub, ich bin Süßholzwurzeltee-süchtig. Dass das so lecker schmeckt, hat mir ja vorher Keiner gesagt. Naja, so lange ich krank bin, kann ich das ja ohne schlechtes Gewissen trinken. Und jetzt: gute Nacht!

Auf zu neuen Ufern?

Gerade treibt mich wieder ein alter Gedanke um: Nochmal studieren. Nachdem ich heute Morgen den Chancen-Teil der Zeit gelesen habe, mit einem Spezial über den Bachelor, juckt es mich wieder in den Fingern mich einzuschreiben. Aber zuerst liegt noch mindestens ein Jahr Doktorarbeit vor mir, wahrscheinlich mehr. Aber dann...? Um mal gleich ein altes Klischee aus dem Weg zu räumen: Nein, ich bin nicht der typische, faule Langzeitstudent, und will das auch nicht werden. Es geht mir nicht um die Bequemlichkeit des Studiums oder Vorteile des Studentenlebens. So bequem war das nämlich bisher auch überhaupt nicht. Und überhaupt könnte ich Gefallen am Arbeitsleben finden, zum Beispiel wenn ich an den Traum der Creperie-Buchhandlung denke, den ich mir wohl zwar nicht erfüllen werde, aber vor dem mich auch nicht die harte Arbeit abschrecken würde. Zudem reizt mich auch ein "normales" Angestelltenverhältnis mit festen Arbeitszeiten, hatte ich bisher ja noch nie, und so eine Sicherheit ist nicht zu unterschätzen. Mich kitzeln nur eben auch die unzähligen anderen Fachgebiete, in die man in der Freizeit doch nie so tief eintauchen kann, wie das mit einem Studium möglich wäre. Nur was sollte ich studieren? Philosophie? Meine alte Leidenschaft Psychologie? Oder lieber es Neuartiges, Spezielles wie einen der vielen Bachelors, deren Namen ich noch gar nicht kenne. Möglicherweise gibt es dort draußen längst einen Studiengang, der sowohl meinen Wissensdurst stillt, als auch sich nahtlos an meine Ausbildung als Biologin anschließt. Ich werde jedenfalls mal die Fühler ausstrecken.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Guten Abend!

Heute war ich im Kino und hab mir den "Fantastischen Mr. Fox" angeschaut. Zum Glück musste ich nicht den ganzen Film hinduch husten. Das hätte ja auch sehr gestört, vor allem mich. Wieder zu Hause, war ich schön in der Badewanne und hab ein weiteres Erkältungsbad genommen. Erkältungsbäder gegen Husten und Schnupfen sind wichtig, jawohl. Ich muss jetzt schließlich noch die letzten Reste meiner Krankheit bekämpfen. Obwohl ich schon wieder gesund geschrieben bin, aber das auch nur, weil ich den Arzt dazu überredet habe, mich nicht am Feiertag krank zu schreiben. Und auch nicht für morgen, denn da habe ich sowieso frei. Und da ich nicht offiziell krank bin, kann ich auch ins Kino gehen, dachte ich mir. Und morgen zum Balkongrillen. Also zum Auf-dem-Balkon-grillen-mit-Elektrogrill. Genau. Außerdem hab ich heute auch wieder ganz fleißig Französisch gelernt. Am besten, ich schreib das hier immer auf, damit ich mich selbst kontrollieren oder motivieren kann. So, und jetzt gehts für mich ab ins Bett! Schlafen! Gesunden!

Guten Morgen!

Aufgewacht. Nochmal umgedreht. Wirklich aufgewacht. Medizin eingenommen. Tee ans Bett gebracht bekommen. Gelesen. Die Augen zugemacht. Gelesen. Wieder die Augen zugemacht. Aufgestanden. Mittagessen gekocht. Lecker gegessen. Meinen ersten Artikel im Internet gesucht und gefunden. (Juhu!) Blog geschrieben. An Kaffee gedacht.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Frau Katzes Lieblingsbeschäftigungen. Oder: Wie Frau Katze den Tag verbringt.

Ich hätte jetzt gern Sommer irgendwie. Und die Frau Katze auch. Sie sitzt nämlich jedes Mal, wenn die Sonne am Vormittag durchs Fenster scheint, auf dem kleinen, weißen Hocker und lässt sich den Rücken wärmen. Oder auf dem Fensterbrett, wo sie sich ebenfalls Rücken und Pfötchen wärmt. Wenn die Sonne nicht scheint, dann sitzt sie lieber in ihrem Sessel. Ja, sie hat ihren eigenen Sessel. Sollte ich oder Lieblingsmensch mal die Dreistigkeit haben, uns auf ihren Sessel zu setzen, dann sitzt Frau Katze einfach oben drauf. Gegen Abend allerdings wechselt Frau Katze gern auf ihre Sofaecke. Von dort ist sie noch zentraler im Geschehen. Zentral im Geschehen sitzen ist sehr wichtig für Frau Katze. Wenn einer von uns Zweibeinern oder wir beide etwas häufiger durch den Flur in die verschiedenen Räume laufen, dann sitzt Frau Katze natürlich mittendrin im Geschehen: auf der Telefonbox. Die mag sie auch so recht gern, denn die besteht aus Korbgeflecht und Frau Katze mag Dinge aus Korbgeflecht. Dazu gehört auch mein schöner Wäschekorb, aus dem regelmäßig einzelne Stücke gezogen werden, die dann von Frau Katze in der Wohnung verteilt werden. Was Frau Katze aber am meisten liebt, und das ist keine Übertreibung, sind Küchenrollen. Sobald man ihr auch nur eine Sekunde eine solche überlässt, kann man die einzelnen Fetzen vom Boden aufsammeln. Deshalb steht unsere Küchenrolle jetzt in der Speisekammer - was natürlich Frau Katze nicht davon abhält, in den kurzen Momenten da die Tür offen steht, hineinzuhuschen und entweder über ihre Breckis oder eben die Küchenrolle herzufallen, je nachden was ihr zuerst zwischen die Pfoten kommt.

Ein langsamer Tag

Immer noch krank. Aber heute scheint ab und zu schon die Sonne durchs Fenster und bei mir geht es langsam aufwärts. Ich denke, ich kann mich heute mal vor die Tür wagen für einen kleinen Spaziergang. Hoffentlich wird bald Sommer! Dieses ewig graue Wetter macht einen doch ganz müde. Und träge. Aaaber... in nicht mal mehr drei Wochen geht es nach Griechenland! Ich hab heute schon den ersten Reiseführer gelesen und mich der Vorfreude hingegeben.
Außerdem hat mir Lieblingsmensch einen neuen Französisch-Sprachkurs ausgeliehen und ich hab ganz fest vor, zumindest die Hälfte bis zum Urlaub durchzuarbeiten. Das nützt mir zwar nichts in Griechenland, aber für die Motivation ist so ein fester Termin sehr gut. Und vorn steht drauf: "Führt zu A2". Und das Ganze in nur 30 Tagen. Na, wenn das Nichts ist! Ansonsten schlafe ich immer noch viel, liege viel rum, lese auch, allerdings immer noch recht langsam. Der Kopf verkraftet noch kein hohes Tempo oder zu anstrengende Texte. Deshalb les ich Zeitung oder kurze Anekdoten von Paulo Coelho. Ja, so geht mein dritter Krankheitstag daher.