Samstag, 7. August 2010

Den ersten freien Tag der Woche beginnen

Ich sitze hier im Arbeitszimmer (Schrägstrich) der Bibliothek und schaue in unseren Garten. Die Gardinen habe ich zur Seite geschoben. Das Gras ist durch den Regen der letzten Wochen wieder genauso grün wie die Bäume. Der Himmel ist blass, fast weiß. Ein wolkiger Tag im August. Nicht dunkel, nicht trüb wie einer im April. Nein, bloß ohne Sonne. Ich habe heute Morgen Heidelbeeren gekauft und alle Zutaten um das erste Mal selbst Mozartkugeln herzustellen. Der schwarze Tee, den ich vor einer Stunde getrunken habe, belebt mich nun von innen. Später gibt es Fischbrötchen auf die Hand. Und einen Abend voller Bücher.

Sonntag, 1. August 2010

Sonntag

Sonntag steht bei mir seit Jahren in der Tradition der ruhigste Tag der Woche zu sein. So ist es auch heute. Na gut, nicht ganz. Lieblingsmensch und ich waren schon ziemlich fleißig für einen gewöhnlichen Sonntag. Es wurde schon Farbe an die Wände gebracht, der Staubsauger repariert, gesaugt, Wäsche sortiert und gekocht. Das Alles an einem Vormittag, an dem wir doch "heute mal nur Lesen" wollten. Aber dafür haben wir fein im Garten gegessen, mit unseren hocheigenen Gartenmöblen. Schön.Den Nachtmittag will ich dann aber wirklich mal zum Faulsein nutzen. Ich hab ja gestern schon wieder ein neues Buch gekauft. Die ungelesenen stapeln sich. Ich schäme mich. Aber Bücher kann man eigentlich fast nie genug haben. Man müsste sie halt nur auch lesen. Aber gerade ist mir eher nach Zeitungslektüre. Ist ja auch nicht das Schlechteste für einen Sonntag. Wenn sich jetzt nicht gerade die kleine Miez auf meinem Schoß bequem gemacht hätte und mir ihre Krallen ins Bein jagen würde, würde ich mich nun gern noch ein wenig raus in den Garten setzen.

Eine typische Katze-trifft-Katze-Situation:

Montag, 26. Juli 2010

Dinge aus meinem Leben

Heute hab ich beim Billard ein Unentschieden rausgeholt. Obwohl ich gar nicht soo schlecht bin, komm ich gegen Lieblingsmensch einfach nicht an. Dieses Mal war ich immerhin nah dran. Zum Spiel hab ich einen Cocktail getrunken. Der war riesengroß! Wahrscheinlich hab ich nur deswegen nicht gewonnen. Oder - Moment. Gegen Ende hab ich eigentlich sogar besser gespielt. Sehr merkwürdig das Alles. Den Alkohol merk ich jetzt trotzdem ein bisschen.

Morgen steht ein ganz großer Versuch auf meinem Laborplan. Mag nicht. Aber jetzt kann ich mich nicht mehr drücken. Und dann ist er vorbei und ich kann mich aufs Kino freuen. Eclipse! Was bin ich gespannt. Wahrscheinlich muss ich kichern. Und ein bisschen den Kopf schütteln. Aber hach! Romantik! Ich hab gerade nochmal den Trailer angeschaut. Tihi. Mehdchenkrams. Aber schöner Krams.

Freitag, 23. Juli 2010

Wochenende vor der Tür

Es ist Freitag. So ein Glück! Diese Woche war für mich unglaublich anstrengend, obwohl ich gar nicht soo viel gearbeitet habe. Wahrscheinlich hängt meinem Kreislauf noch das Blutspenden von letzter Woche nach. Ich bin fleißig dabei, möglichst viel Eisen zu mir zu nehmen, was als Nicht-Fleisch-Esserin doch etwas schwierig ist. - Aber nun ist Wochenende! Juhu!
Heute waren wir mit der Minikatze (Fine heißt das Knuffelding im Übrigen) noch mal zum Impfen beim Tierarzt. Wir haben auch gleich noch Super-Extra-Spezial-Ganz-Toll-Futter mitgenommen, womit sich hoffentlich ihre Verdauung wieder etwas normalisiert. Lucy (die große Mietz) macht es der Kleinen aber auch nicht einfach und scheucht sie wie eh und je umher. Aber da müssen sie nun durch. Werden sich schon verstehen. Irgendwann. Ich leg mich jetzt auf's Bett und lese gemütlich Zeitung. Jawohl. Das wird sehr fein. Und dann schlafen, schlafen, schlafen.

Montag, 19. Juli 2010

Wir gehen Paddeln!

Letzten Donnerstag war ich Paddeln. Mit einem Kajak, auf der Spree, mitten im - wo sonst - Spreewald. Mit der gesamten Arbeitsgruppe und Lieblingsmensch waren wir in vier Dreierbooten unterwegs und haben es grandios geschafft:
1. Nicht zu kentern.
2. Einen großen Umweg zu fahren, da wir eine Abzweigungung verpasst haben.
3. Komplett wieder heil aus den Booten rauszukommen. Ohne Sonnenbrand, nur mit Schulterschmerzen.
4. Den Zug zurück gerade rechtzeitig zu erreichen.
Und so sah's dort aus. Ganz schön viele Boote unterwegs:

Dienstag, 6. Juli 2010

Begegnungen 2

Heute wäre mir fast ein Unglück passiert, denn ich hatte eine Staßenbahn übersehen. Ich war mit dem Fahrrad unterwegs und dabei eine Straße zu überqueren, als hinter mir eine Passantin rief "Halt, Halt, Halt!". Einen Moment später hörte ich auch die Straßenbahnklingel und konnte zum Glück noch rechtzeitig anhalten. Wie schnell man doch in gefährliche Situationen geraten kann, wenn man eine Moment nicht wachsam ist.

Begegnungen 1

Gestern wollte ich ein Rezept in der Apotheke einlösen. Ein junger, neu Auszubildender nahm sich mit sichtbarem Respekt der Sache an und manövrierte sich durchs Computersystem. Die Nervosität war ihm anzusehen. Dass es sich bei dem Rezept um ein Empfängnisverhütungsmittel handelte, machte die Sache nicht einfacher. Als er die entsprechende Packung gefunden und mir überreicht hatte, klärte er mich - während er nach Worten rang - über mögliche Wechselwirkungen mit Antibiotika auf (was übrigens mir gegenüber noch kein Apotheker zuvor getan hatte). Ich sagte "Alles klar." Er sagte "Alles klar." und tippelte von einem Fuß auf den anderen. Beschwingt verließ ich die Apotheke.