Donnerstag, 9. Juli 2009

Was für eine Woche.

Es fing ja alles schon am Samstag an. Ich hatte mich zu einem Kyusho Workshop angemeldet und einige fantastische Entdeckungen gemacht. Nach fast sechs Stunden Training war ich euphorischer und wissbegieriger als je zuvor. Später war ich dann auf eine Geburtstagsfeier eingeladen, die schon ihre Schatten der letzten Jahre voraus warf. Keine andere Party dauert jedes Jahr so lange und führt so viele unterschiedliche Leute zusammen. Ich war betrunken als ich gegen 7 Uhr am Morgen ins Bett fiel. Dennoch Kultur am Sonntag. Nachdem ich einen kurzen Blick in eine Selbstverteidigungsschule geworfen hatte, gings zum Improvisationskonzert in die Sarottihöfe. Da gab's neben heißer Schokolade auch Musik vom Klavier, aus dem Cello und vom Schlagzeug. Ich fiel bei Anbruch der Dämmerung totmüde ins Bett.
Einem Montag mit Open-Air-Jazzmusik im Amphitheater folgte ein ereignisreicher Dienstag. Früh am Morgen ging es mit dem Bus nach Wittenberg. Luther an jeder Ecke und italienischen Milchcafé zwischendurch. In Ferropolis hab ich dann das erste Mal seit Jahren mit den nackten Füßen im Sand gewühlt, bin durch Wasser gewatet und hab Steine gesammelt. Dann hat uns der Regen entgültig eingeholt und wir haben dieses Zeichen genutzt, den Heimweg anzutreten. Nach dem Karatetraining bin ich wiederum totmüde ins Bett gefallen. Am Mittwoch war die Zeit reif, endlich einmal nichts zu tun. Nur Lesen, Baden, Lesen. Und Schlafen.
Heute hab ich mir dann eine Massage gegönnt. Die erste professionelle meines Lebens. Das tat gut, die gesamte Aufmerksamkeit und Achtsamkeit eines Menschen zu spüren. Und nun ist es wieder Zeit fürs Schlafen gehen...

Sonntag, 21. Juni 2009

Oh happy day!

Wie kann man einen Sonntag besser verbringen, als so wie ich es tat? Eben. Wahrscheinlich garnicht. Denn mein persönlicher, perfekter Sonntag sah ungefähr so aus:
  • Ausschlafen und noch während man im Bett liegt einen netten Anruf bekommen.
  • Frühstücken, mindestens anderthalb Stunden lang.
  • In der Sonne auf dem Balkon liegen und dabei im Internet surfen (Das ist Dekadenz und ich liebe es!)
  • Eine plötzliche Erkenntnis haben, die einen die Welt besser verstehen lässt. Und obendrein noch sich selbst besser verstehen lässt.
  • Die Faulheit genießen, weil man eigentlich ja Dinge tun könnte, die man aber gerade nicht tun will, die aber nicht so wichtig sind, dass sie einem ein schlechtes Gewissen verursachen.

Honig um den Mund am Sonntag Morgen

Obwohl ich sonst nicht viel von Persönlichkeitstests halte, dieser hier gefällt mir so sehr, dass ich mein Ergebnis festhalten möchte:
>>Sie können stolz auf sich sein - und bleiben sicher trotzdem bescheiden: Dieses Ergebnis bescheinigt ein überdurchschnittlich hohes Weisheits-Niveau. Der Wert zeugt von Selbsterkenntnis und dem Talent, aus Fehlern zu lernen und Verantwortung nicht auf andere abzuschieben. Zum Glück sind auch die Einsichtigsten und Umsichtigsten beim Thema Weisheit nie endgültig am Ziel. Denn sie wissen, dass es "selbst im Hirn des weisesten Mannes einen törichten Winkel" gibt, wie Aristoteles es formulierte.<<
Dieser Weisheitstest ist zu finden bei Geo.de unter
http://www.geo.de/GEO/interaktiv/wissenstests/50033.html

Samstag, 20. Juni 2009

Argh!

Wenn ich eine Eigenschaft von mir ändern könnte, dann wäre es meine Ungeduld. Ich könnte so ein ausgeglichener und in mir ruhender Mensch sein, wenn da nur nicht diese furchbare Ungeduld wäre. Wie soll ein Mensch sich da selbst erziehen? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit das zu lernen? Oder muss man einfach warten bis man alt und grau wird in der Hoffnung, dass es von selbst einfacher wird? Ich wäre Jedem dankbar, der mir da eine Hilfestellung anbietet. Diese Ungeduld ist einfach nicht mehr auszuhalten! :)

Montag, 8. Juni 2009

Abend daheim

Ein Tag geht zu Ende. Viel erlebt, viel getan, viel gelacht. Hab den Chef mit Kuchen bestochen, hab Kollegen beeindruckt, hab neue Erkenntnisse gewonnen, hab meinen Körper und meinen Geist trainiert, hab am Fahrrad einen Gang runtergeschalten, hab mich am guten Wetter und Essen erfreut. Ich hab mich treiben lassen einerseits und bin zielgerichtet vorangekommen andererseits. Alles in allem also ein recht ausgefüllter Tag. Und jetzt bin ich müde und leg mich ins Bett.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Geschichten aus meinem Leben

Diese Erkältung hat mich ganz schön lahmgelegt. Jetzt bin ich zum Glück auf dem Weg der Besserung. Und ich glaube, morgen werde ich mich dann endlich mal wieder zum Sport wagen. Eine ganze Woche ohne ordentliche Bewegung bin ich gar nicht mehr gewöhnt. Um's kurz zu machen: Ich fühl mich alt. Naja, zumindest eingerostet. Und so langsam werd ich unruhig, nervös und dauermüde, weil mir dieses Auspowern fehlt. Also, wenn ich morgen keinerlei Anzeichen von Halsschmerzen mehr merke, dann geh ich zum Karate. Fertig aus.
Das Wochenende hab ich auch schon wieder halb verplant, obwohl ich das ja immer zu vermeiden versuche. Aber ich habe mir hartnäckig den Sonntag frei gehalten. Komplett frei. Nur der Tag und ich. Es passieren ja sowieso wieder unvorhersehbare Dinge und die kann ich dann in diesen Tag schieben wie eine Art Reservetag. Armer guter Sonntag. Mit etwas Glück könnte der noch zu meinem Lieblingstag werden.
Heute Firmabesichtigung. Nein, Firmavorstellung. Einblicke in eine wirklich, wirklich große Pharmafirma. Ziemlich interessant, aber ich bin noch nicht sicher, ob das zu mir passt. In all diesen langen, weißen Korridoren musste ich plötzlich denken: Wann baue ich endlich Gemüse in meinem eigenen Garten an und sitze auf der Terasse im Schaukelstuhl? Schon gut, wahrscheinlich ist es bis dahin einfach noch ein Stückchen Weg durchs Arbeitsleben. Aber irgendwann sitz ich da. Sonntags. Und trinke ein Glas Rotwein.

Sonntag, 24. Mai 2009

Zur Ruhe kommen

Gemeinschaft. Gemeinsam. Zweisamkeit. Alleinsein. Einsamkeit?
Dunkler erfrorener See. Im Schweigen erstickte Töne. Und Worte, die nie gesprochen wurden. Wiederkehrende Zeiten. Sie kommen nun zurück zu mir. Ich atme sie ein. Ich atme auf.