Sonntag, 30. August 2009
Beginnen
Ein Gedicht aus einer anderen Zeit
Kaum berührte ich es, schon entglitt es meinen Händen.
Du ließest dich nicht fassen, warst da und doch gleich wieder entglitten.
Kaum konnte ich dich anrühren, für einen Moment
In deine Seele blicken, schon warst du wieder fort.
Ja, du bist in dir selbst gefangen. Du hast dich selbst
Eingeschlossen und nun lässt du Keinen an dich heran.
Nähe auf Raten. Einen Schritt vor und einen zurück.
Hinterlässt dabei Arme, die ins Leere greifen.
Wie gern ich dich gehalten hätte!
Wie gern ich dir diesen Schutzwall genommen hätte,
Doch ich weiß du lässt es niemals zu.
Das Feuer brannte kurz, nun bin ich fast leergebrannt.
Spür kein Verlangen mehr, nur Wehmut.
Wir werden uns nie finden, egal wie nahe wir uns kommen.
Die Mauer zwischen uns ist undurchdringbar stark.
Viele Jahre muss es dich der Bau gekostet haben,
Nun wird sie keiner mehr so leicht einreißen.
Du brennst heiß, doch nur für dich allein.
Aber kein Flamme wird je heiß genug sein, um deine Gier zu stillen.
Ich lass dich ziehen, denn du brennst nicht für mich.
Du suchst nur Feuer für deine kalte Seele, die du weggeschlossen hast.
Gegen den Stolz
Darauf will ich tanzen.
Gegen die Ungerechtigkeit.
Gegen den Stolz.
Gegen alle Zyniker der Welt.
Legt euch blos nicht mit mir an!
Ihr kriegt mich ja doch nicht
Auf Eure trostlose Seite.
Eines Spätsommer Tages...
Mich selbst leben lassen.
Das heißt Atmen. Durchatmen. Freiatmen.
Und ab und an in den Himmel hinein lächeln.
Donnerstag, 20. August 2009
Grenzen ziehen
You wanted to talk to me, but I could not hear the things you say, I would not understand. My mind is blind to the pains of the heart. Theres a wall between you and me in thin air. I look right through you as if you're not even there. A sad situation, an individual affair, a burden in my life and I don't think its fair. You're trying just too hard to get to know me but Im telling you, you're not getting through. Its not your fault and its not even mine, another time it could be fine. Can you picture the future or remember the past. Life is so short we grow so old so fast. You've got the right idea but the wrong approach. I am not your jewel, a pendant or a broach. I am miles away from you today.
(Chamber, "Miles away")
Freitag, 14. August 2009
So ist es hier im Sommer
Am Mittwoch Abend gab es für mich dann einen riesigen Eisbecher im wohl meistbesuchten Eiscafé am Potsdamer Platz. Anschließend wurde aus dem geplanten Sternschnuppenschauen nur Wolkenschauen. Aber auch schön, so zwischen Kanzleramt und Spree entlang zu schlendern, philosophische Themen anzustoßen und in einen kurzen Regenschauer zu geraten. Auf jeden Fall hab ich später tief und wohlig geschlafen. So ist es hier in Berlin. So ist es hier im Sommer.
Sonntag, 9. August 2009
Lyrisches für den Sommer
Da fliegt, als wir im Felde gehen,
Ein Sommerfaden über Land,
Ein leicht und licht Gespinst der Feen,
Und knüpft von mir zu ihr ein Band.
Ich nehm' ihn für ein günstig Zeichen,
Ein Zeichen, wie die Lieb' es braucht.
O Hoffnungen der Hoffnungsreichen,
Aus Duft gewebt, von Luft zerhaucht!
("Der Sommerfaden" von Ludwig Uhland)
Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.