Montag, 12. Oktober 2009
Ich packe meinen Koffer...
... denn ich fliege nach Paris! In einer Stunde geht's los und ich bin sicher, wieder Irgendetwas vergessen zu haben. Aber was soll's, bisher hat es ja immer geklappt. Ich entwickel gerade wieder eine leichte Flugangst. Zum Glück muss ich dieses Mal nicht allein fliegen. (Ich am Steuer wär auch eine Katastrophe.) Und so lange dauert der Flug ja auch nicht. Ob es was zu essen gibt? Besser ich esse vorher nochmal. Mit meinen nichtvorhandenen Sprachkenntnissen bestelle ich sonst noch etwas Falsches. So wie beim letzten Mal, als fast ein Hummer meinetwegen sterben musste. Ich hab mir eingebildet, seine ängstlichen Blicke durchs Aquariumglas zu sehen. Ich muss unbedingt Französisch lernen! Ich fang gleich im Flugzeug damit an!
Samstag, 3. Oktober 2009
Von Hobbies und anderen Verunglimpfungen des Zeitvertreibs
Ich hab also das Gitarrespielen wiederentdeckt. Meine Finger sind ganz schön eingerostet, doch so langsam und allmählich werden sie weder wach. Nicht, dass ich jemals besonders gut gewesen wäre, aber ein paar alte Griffe hab ich wieder entstaubt. Jetzt widme ich mich also voller Enthusiasmus einem lang vergessenen Hobby. Ich hab das Gefühl, es wird noch Lichtjahre dauern bis ich mein geliebtes "Nothing else matters" spielen kann, aber das stört mich nicht im Geringsten. Dafür ist es ja ein Hobby.... und der Weg ist das Ziel und so.
Karate stagniert dafür etwas. Ich übe und übe, doch trete scheinbar auf der Stelle. Es wird mal wieder Zeit für einen weiteren Sprung. Zum Glück ist die nächste Prüfung nicht mehr fern; das hebt meine Motivation sicher ebenfalls. Klar, der Weg ist das Ziel, gerade hier. Trotzdem.
Leben ist sonst gut. Ich könnte mich natürlich über das unzumutbare Arbeitspensum beschweren, dass mir auferlegt wurde. Statt dessen werde ich wie immer den Teil davon ignorieren, der mir am wenigsten zusagt. Ist schließlich meine Arbeit. Und mein Doktortitel. Also hoffentlich. So Irgendwann. Ansonsten... habe ich den wahrscheinlich wunderbarsten Menschen an meiner Seite. Der einfach so aufgetaucht ist, und mit dem sich alles so natürlich anfühlt. Der so klar ist und es mir so klar macht, dass ich manchmal kaum glauben kann, wie einfach und leicht das Schöne sein kann.
Karate stagniert dafür etwas. Ich übe und übe, doch trete scheinbar auf der Stelle. Es wird mal wieder Zeit für einen weiteren Sprung. Zum Glück ist die nächste Prüfung nicht mehr fern; das hebt meine Motivation sicher ebenfalls. Klar, der Weg ist das Ziel, gerade hier. Trotzdem.
Leben ist sonst gut. Ich könnte mich natürlich über das unzumutbare Arbeitspensum beschweren, dass mir auferlegt wurde. Statt dessen werde ich wie immer den Teil davon ignorieren, der mir am wenigsten zusagt. Ist schließlich meine Arbeit. Und mein Doktortitel. Also hoffentlich. So Irgendwann. Ansonsten... habe ich den wahrscheinlich wunderbarsten Menschen an meiner Seite. Der einfach so aufgetaucht ist, und mit dem sich alles so natürlich anfühlt. Der so klar ist und es mir so klar macht, dass ich manchmal kaum glauben kann, wie einfach und leicht das Schöne sein kann.
Mittwoch, 23. September 2009
Augenblicke
Ich halte deine Hand und taste mit meinen Fingern nach deinen Gedanken. Ich spüre die Wärme, das Vertrauen, die Angst, das Glück. So kostbar der Moment, in dem ich bei dir sitze.
Poesie
Vergessene Warnung
Im Alltag ertranken die Frauen
Recken schwimmend Köpfe zum Meer
Ozeanien konnten sie nicht finden
Die Prophezeihung wurde nicht wahr
Wahrhaft begann glaubhaft zu werden
Immerfort und der Zeit voraus
Mit Regengüssen umtriebene Männer
Spülen ihre Seelen hinaus
Schamhaft verderben die Früchte
Regen gleicht Wiedergeburt
Verwahrlost die Körper dort liegen
Tags drauf im Eis erfrorn
Im Alltag ertranken die Frauen
Recken schwimmend Köpfe zum Meer
Ozeanien konnten sie nicht finden
Die Prophezeihung wurde nicht wahr
Wahrhaft begann glaubhaft zu werden
Immerfort und der Zeit voraus
Mit Regengüssen umtriebene Männer
Spülen ihre Seelen hinaus
Schamhaft verderben die Früchte
Regen gleicht Wiedergeburt
Verwahrlost die Körper dort liegen
Tags drauf im Eis erfrorn
Donnerstag, 17. September 2009
Vorboten
Heute lagen die ersten gelben Blätter auf dem Weg. Ich bin mit dem Fahrrad darüber gefahren und spürte die Vorfreude auf einen bunten Herbst. Der nette Mann vom Fahrradladen hat mir nicht nur eine neue Lampe eingebaut, sondern gleich den Lenker festgezogen und die Reifen aufgepumpt. Und das Ganze umsonst. Ist klar, dass das jetzt mein Stammfahrradladen wird.
Eben dann durch den Park gefahren. Dann auf dem Balkon gesessen und mit Mitbewohnerin geplaudert. Überhaupt war heute ein schöner Tag. Im Labor wurde lange nicht mehr so viel gelacht, und morgen steht der bayrische Brunch auf dem Plan, mitten in Berlin Wedding. Und zur Krönung des Tages hab ich mich für die nächste Karateprüfung angemeldet. Auf unbedingtem Anraten des Lehrers! Er hat mich sozusagen gezwungen, und das kann ich dann zu meiner Verteidigung angeben, wenn ich mich blöd anstellen sollte. Ich bin jetzt schon aufgeregt.
Eben dann durch den Park gefahren. Dann auf dem Balkon gesessen und mit Mitbewohnerin geplaudert. Überhaupt war heute ein schöner Tag. Im Labor wurde lange nicht mehr so viel gelacht, und morgen steht der bayrische Brunch auf dem Plan, mitten in Berlin Wedding. Und zur Krönung des Tages hab ich mich für die nächste Karateprüfung angemeldet. Auf unbedingtem Anraten des Lehrers! Er hat mich sozusagen gezwungen, und das kann ich dann zu meiner Verteidigung angeben, wenn ich mich blöd anstellen sollte. Ich bin jetzt schon aufgeregt.
Sonntag, 30. August 2009
Beginnen
Wenn man einen ersten Schritt macht, weiß man nicht wohin der Weg einen führen wird. Vielleicht gibt es auch keine Weg auf dieser Reise. Vielleicht treibt es einen viel mehr durch ein Dickicht und dann sieht man fremde Bäume und unbekannte Menschen. Und wenn man Glück hat, erkennt man sich in Manchen von Ihnen wieder. Man sollte vorsichtig sein, wenn man den ersten Schritt macht, denn kaum versieht man sich, schon macht man einen zweiten. Und einen dritten. Und am Ende ist man in einem fernen Land, in dem es keine Landkarten mehr gibt und keine Wegweiser. Vielleicht noch ein paar Pfade hier und da, auf denen schon einmal Jemand gegangen ist. Doch auch diese Pfade können schon an der nächsten Biegung verschwinden und da man sonst keinen Weg weiß, läuft man weiter. Nach einer Weile - waren es Tage oder Jahre? - hat man sich an die Fremde gewöhnt. Denn das ist jetzt dein Leben. Vielleicht würde kein Mensch je losgehen, wenn er wüsste, wie fern und fremd es auf diesem Weg werden wird?
Ein Gedicht aus einer anderen Zeit
Dieses Feuer hielt nur kurz. Ich konnte es nicht mit den Händen fassen.
Kaum berührte ich es, schon entglitt es meinen Händen.
Du ließest dich nicht fassen, warst da und doch gleich wieder entglitten.
Kaum konnte ich dich anrühren, für einen Moment
In deine Seele blicken, schon warst du wieder fort.
Ja, du bist in dir selbst gefangen. Du hast dich selbst
Eingeschlossen und nun lässt du Keinen an dich heran.
Nähe auf Raten. Einen Schritt vor und einen zurück.
Hinterlässt dabei Arme, die ins Leere greifen.
Wie gern ich dich gehalten hätte!
Wie gern ich dir diesen Schutzwall genommen hätte,
Doch ich weiß du lässt es niemals zu.
Das Feuer brannte kurz, nun bin ich fast leergebrannt.
Spür kein Verlangen mehr, nur Wehmut.
Wir werden uns nie finden, egal wie nahe wir uns kommen.
Die Mauer zwischen uns ist undurchdringbar stark.
Viele Jahre muss es dich der Bau gekostet haben,
Nun wird sie keiner mehr so leicht einreißen.
Du brennst heiß, doch nur für dich allein.
Aber kein Flamme wird je heiß genug sein, um deine Gier zu stillen.
Ich lass dich ziehen, denn du brennst nicht für mich.
Du suchst nur Feuer für deine kalte Seele, die du weggeschlossen hast.
Kaum berührte ich es, schon entglitt es meinen Händen.
Du ließest dich nicht fassen, warst da und doch gleich wieder entglitten.
Kaum konnte ich dich anrühren, für einen Moment
In deine Seele blicken, schon warst du wieder fort.
Ja, du bist in dir selbst gefangen. Du hast dich selbst
Eingeschlossen und nun lässt du Keinen an dich heran.
Nähe auf Raten. Einen Schritt vor und einen zurück.
Hinterlässt dabei Arme, die ins Leere greifen.
Wie gern ich dich gehalten hätte!
Wie gern ich dir diesen Schutzwall genommen hätte,
Doch ich weiß du lässt es niemals zu.
Das Feuer brannte kurz, nun bin ich fast leergebrannt.
Spür kein Verlangen mehr, nur Wehmut.
Wir werden uns nie finden, egal wie nahe wir uns kommen.
Die Mauer zwischen uns ist undurchdringbar stark.
Viele Jahre muss es dich der Bau gekostet haben,
Nun wird sie keiner mehr so leicht einreißen.
Du brennst heiß, doch nur für dich allein.
Aber kein Flamme wird je heiß genug sein, um deine Gier zu stillen.
Ich lass dich ziehen, denn du brennst nicht für mich.
Du suchst nur Feuer für deine kalte Seele, die du weggeschlossen hast.
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