Sonntag, 31. Januar 2010
Heimat auf Zeit
Labels:
Experimente
Heute habe ich Berlin verlassen, um nach München zu fliegen. Für zwei Wochen wird diese Stadt also mein Zuhause sein. Meine Flugangst hab ich weitgehend ignorieren können, juhu! Ich werde tagsüber arbeiten und abends ausruhen. Also lesen. Oder Internetfernsehen. Oder kochen. Vielleicht alles zusammen oder hintereinander. Und vielleicht schon morgen, aber auf jeden Fall am Wochenende durch die Stadt streifen um alles wiederzusehen und Neues zu entdecken. Ich habe eine hübsche, gemütliche Wohnung angemietet, mit allem was man so braucht. Sogar selbstgemachte Marmelade habe ich im Küchenregal gefunden. Und Lieblingsmensch kommt am Mittowch! Das sind also quasi nur noch zwei Tage. Das wird toll! Es ist jetzt schon ein paar Jahre her, seit ich das letzte Mal hier war. München wird nie wirklich meine Stadt werden, dafür bin ich zu sehr verliebt in Berlin. Verliebt in Berlin. Und verliebt in Berlin. Aber es ist ein interessante Reise. Mal sehen, was mich morgen an der Uni erwartet. Bin ein bisschen nervös, aber die Leute werden mich schon nicht beißen.
Mittwoch, 27. Januar 2010
Meine abendlichen Freunde
Labels:
Experimente
Ich sitze auf Arbeit und versuche Zeit tot zu schlagen. Denn ich muss warten. Auf ein Experiment. Dabei wollte ich heute mal einigermaßen pünktlich nach Hause. Den Bakterien ist's egal, dass es draußen dunkel ist, ich müde bin und hungrig. Die interessiert nur essen, vermehren, essen, vermehren... Mich kennen sie gar nicht. Sie wissen nicht, dass ich existiere. Aber ich kenne sie. Zumindest versuche ich sie kennenzulernen. Da sie darauf jedoch überhaupt keinen Wert legen und ihnen die Weiterentwicklungen in der Forschung sowie meine Doktorarbeit völlig egal sind, benehmen sie sich entsprechend mitteilsam. Sie sprechen nämlich gar nicht. Sie teilen sich. Sonst nichts. Na gut, sie können schwimmen. Aber nur ziellos umher schwimmen. Und manchmal nicht einmal das. Aber ich mag sie. Warum, weiß ich nicht. Aber sie sind meine. Meine kleinen Labortierchen.
Montag, 18. Januar 2010
Kurzanleitung für's Leben
Lass dein Leben dich in die Hand nehmen. Denke nicht an zukünftige Tage. Plane nicht deine Zukunft. Atme jetzt. Spür den Boden unter deinen Füßen. Laufe darauf. Leg dich ins Gras und atme den Duft der warmen Erde. Vergiss vergangene Fehler. Zähle nicht Tage oder Jahre. Warte nicht auf ein Ereignis, das zufällig eintrifft. Beginne mit Allem stets jetzt. Sei ohne Ängste. Sei ohne Gewissensbisse. Gehe vorwärts. Sieh dir die Welt an. Werfe alles ab, was du nicht brauchst. Trage keine Dinge bei dir, die du auch in deinem Herzen tragen könntest. Sei wachsam. Teile nicht die Zeit ein in genutzte und ungenutzte Stunden. Lies keine Ratgeberliteratur. Widme dich jeden Tag Tätigkeiten, die dich ausfüllen. Vertrau deinem Bauchgefühl. Kümmer dich um deine Kreativität. Umgib dich mit den Menschen, die du liebst. Sind sie entfernt, rufe sie an oder schreibe ihnen.
Dienstag, 12. Januar 2010
So viel Freude im Erwarten!
Mein neues Leben nimmt Formen an. Ich freue mich jeden Tag auf die neue Wohnung. Unsere neue Wohnung. Ich freue mich aufs Nach-Hause-Kommen, aufs Schuhe-Ausziehen im Flur, aufs Auf-Sofa-Fallen, auf Umarmungen und Küsse. Ich freue mich auf Gerüche aus der Küche, aufs Kochen, auf die Spülmaschine, auf einen Kühlschrank mit leckeren Sachen. Und auf ein abendliches Wannenbad mit unbeschränkter Zeit und ohne Mitbewohner nebenan; nur Lieblingsmensch ist zu Hause. Und ich freue mich auf die Mietzekatzen! Wie sie durch den Flur tapsen oder versuchen nachts ins Schlafzimmer zu kommen, oder durch die Wohnungstür zu rennen oder die Pflanzen anfressen. Bald ist es soweit, dann packe ich mein Hab und Gut hier ein, alles was wichtig genug war nicht der Zeit oder dem Überdruss zum Opfer zu fallen, und dann gehts endlich los.
Freitag, 1. Januar 2010
Winter
Außen an meinem Fenster türmen sich Schneekristalle. Auf den Ästen der alten Birke liegt gleichmäßig verteilt eine Schneeschicht. Es ist nicht besonders kalt, das perfekte Wetter für Winterspaziergänge. Gerade bin ich durch den Schnee gestapft und habe frische, kalte Schneeluft in meinen Lungen gelassen. Heute ist der 1. Januar; das Jahr beginnt in gewohnter Ruhe. Kaum Menschen sind in der Stadt unterwegs. Sie ruhen wohl aus von der Silvesternacht. Auch gestern Nacht sind wir durch den Schnee gestapft. Mit Sekt und Wunderkerze in der Hand haben wir den Raketen zugesehen, und den Menschen die Raketen und kleine Heißluftballons in die Luft schickten. Warum sie das wohl jedes Jahr aufs Neue tun?
Und was wünsche ich mir für das nächste Jahr? Dass es genauso schön wird, wie die letzten Monate. Nichts soll anders werden, nichts möchte ich vermissen, genauso möchte ich es haben. Ich gehöre wohl gerade zu den zufriedensten Menschen auf der Welt.
Und was wünsche ich mir für das nächste Jahr? Dass es genauso schön wird, wie die letzten Monate. Nichts soll anders werden, nichts möchte ich vermissen, genauso möchte ich es haben. Ich gehöre wohl gerade zu den zufriedensten Menschen auf der Welt.
Montag, 7. Dezember 2009
Vor Weihnachten
So, da hier ja Manche mitlesen, kann ich gar nicht verkünden, welch wunderbares Weihnachtsgeschenk ich gerade in den Händen gehalten habe. Aber wenn das nichts Tolles ist, dann weiß ich auch nicht weiter. Trotzdem bin ich ziemlich sicher, dass es zu gefallen weiß. Mein Arbeitstag war dafür eher durchschnittlich - Nein, Halt. Stimmt gar nicht. Es gab immerhin diesen vortrefflichen Kuchen, den unsere neue Doktorandin gebacken hat. Dabei hatten wir noch gar nichts angedeutet, von wegen Einstandskuchen oder so. Sehr vorbildlich. Außerdem kam noch eine Lieferung Marzipanstollen an. Auch überhaupt nicht schlecht. Und nein, wir sind nicht bestechlich. ...
Generell lässt meine Motivation vor Weihnachten etwas zu wünschen übrig. Man ist ja auch ständig abgelenkt, muss Geschenke kaufen, oder zumindest über Geschenke nachdenken, muss sich Geschenke wünschen, dann wieder Geschenke verpacken. Außerdem sich auf die Doktorfeier vorberereiten (nein, leider nicht meine eigene), was einen ganz schön in Abschiedsstimmung versetzen kann. "Wir werden Doktor" ist das neue geflügelte Wort im Labor. Dann die ganzen Dinge, die man unerledigt gelassen hat. Zum Beispiel das unfertige Bild auf der Staffelei, das einen jeden Tag anschaut und das man im Gegenzug kritisch beäugt. Dann der Französisch-Schnellkurs, dem man gern mehr Zeit widmen möchte, als die zwei U-Bahn-Stationen am Morgen. Oder die Vorbereitungen des WG-Kochens, weil man doch auch mal zumindest ein paar Ideen beisteuern könnte/wollte/müsste. Und nicht zuletzt das vorgenommene Schwimmen-gehen, das diese Woche schon wieder auszufallen droht. Wegen Zeitmangel. Oder eigentlich wegen zu vielen Aktivitäten [/ratgeberliteraturslang]. Ich glaube, es ist Zeit zu schlafen. Schlaf ist wichtig und schlafen macht Spaß.
Generell lässt meine Motivation vor Weihnachten etwas zu wünschen übrig. Man ist ja auch ständig abgelenkt, muss Geschenke kaufen, oder zumindest über Geschenke nachdenken, muss sich Geschenke wünschen, dann wieder Geschenke verpacken. Außerdem sich auf die Doktorfeier vorberereiten (nein, leider nicht meine eigene), was einen ganz schön in Abschiedsstimmung versetzen kann. "Wir werden Doktor" ist das neue geflügelte Wort im Labor. Dann die ganzen Dinge, die man unerledigt gelassen hat. Zum Beispiel das unfertige Bild auf der Staffelei, das einen jeden Tag anschaut und das man im Gegenzug kritisch beäugt. Dann der Französisch-Schnellkurs, dem man gern mehr Zeit widmen möchte, als die zwei U-Bahn-Stationen am Morgen. Oder die Vorbereitungen des WG-Kochens, weil man doch auch mal zumindest ein paar Ideen beisteuern könnte/wollte/müsste. Und nicht zuletzt das vorgenommene Schwimmen-gehen, das diese Woche schon wieder auszufallen droht. Wegen Zeitmangel. Oder eigentlich wegen zu vielen Aktivitäten [/ratgeberliteraturslang]. Ich glaube, es ist Zeit zu schlafen. Schlaf ist wichtig und schlafen macht Spaß.
Donnerstag, 26. November 2009
Erfolgsgeschichten
Trotz Kranksein war ich heute für eine Weile auf Arbeit. Immerhin hatte mein Chef Mitleid mit mir und vielleicht sogar ein bisschen sowas wie ein schlechtes Gewissen, dass er mich hergeholt hat. Hihi. Hat sich aber dennoch gelohnt für die Besprechung zu kommen. Uuund ich hab gleich die Gelegenheit beim Schopf gepackt um die Dienstreise abzusagen. Manchmal muss man einfach den richtigen Zeitpunkt erwischen... Jetzt hab ich mich erst mal wider dick eingepackt ins Bett gelegt. Fein das.
Abonnieren
Posts (Atom)