Donnerstag, 30. Dezember 2010

Rückblick und Ausblick.

Ich wage nun einen Tag vor dem Jahreswechsel einen kleinen Rückblick auf das vergangene Jahr. Zuerst kommen mir die zahlreichen Reisen in Erinnerung. Im Februar war ich - beruflich, ja, aber es war auch eine gern gemachte Reise - in München. Zwar musste ich tagsüber arbeiten, aber ich hatte das große Glück, dass Lieblingsmensch mich für eine Woche besuchen kam. So hatten wir die Abende und das Wochenede für uns und unsere Entdeckungen der Stadt. Es hat sich als erstaunlich schwierig herausgestellt, eine nette Kneipe zu finden, was im Nachhinein etwas lustig scheint, da ich mir vorstellen kann, dass es in München nur so vor netten Kneipen willem muss. Oder wie man sagt von 'Wirtschaften'. Wir hatten nichtsdestotrotz unsere Mühe, aber wir sind fündig geworden!
Im März stand dann unser Umzug ins neue, traute Heim an. Das war vielleicht ein Kraftakt. Fast die ganze Wohnung musste gestrichen werden. Zudem zwei Haushalte (meiner war zum Glück nur klein) verlagert werden und das alles, ohne Urlaubstage. Aber irgendwann war es vollbracht und auch die zahlreichen IKEA-Besuche lagen hinter uns. Unser Heim war fertig und wir waren glücklich.
Im Juni ging es dann schon wieder auf Reisen, dieses Mal stand richtiger Urlaub an. Zwei Wochen Zakynthos, Griecheland. Eine ganze Insel, die wir entdeckt haben, von Nord bis Süd und Ost bis West. Jeden Tag im Meer schwimmen und ein Auto, das uns fast im Stich gelassen hätte, aber uns doch noch sicher zurückgebracht hat, sind meine bleibenden Erinnerungen. Oh, jetzt da sich draußen der Schnee türmt, sehne ich mich zurück dorthin, unter die Sonne, in die Wärme, in der man nur T-shirt und Rocken tragen muss und nicht fünf Schichten anziehen, von denen zwei aus Fliesstoff bestehen.
Der dritte Urlaub brachte uns dann in meine alten Heimatstädte Würzburg und Bayreuth. Wie sich dort kaum etwas verändert hatte in den Jahren! Wir waren mehrmals lecker essen und anschließend auf der Hochzeit einer Freundin. Das war im August.
Im Oktober dann ging es nach Dänemark in ein kleines, niedliches Holzhäuschen, nur ein paar Schritte vom Strand entfernt und mit einem Holzofen, den ich jeden Morgen kräftig einheizen durfte. Wir hatten so unsere Probleme mit dem Auswärtsessen - wir sind ja große Fans davon, Mittags einen Imbiss unterwegs zu uns zu nehmen, gerade im Urlaub, aber das war schwerer als gedacht. Unsere (oder zumindest meine als Vegetarierin) einzige Anlaufstelle wurde dann bald der einzige Sandwichladen von ganz Sonderborg. Der war aber lecker! Abends haben wir uns dann am Ofen eingekuschelt, gekocht, Kerzen angezündet und viel gelesen. Ich glaube, ich habe noch nie in einer Woche soviel gelesen!

So blicke ich zurück auf dieses Jahr. Es sind also die Reisen, die einem in Erinnerung bleiben. Und nächstes Jahr? Auf nächstes Jahr blicke ich mit zwei Augen, einem freudigem und einen ängstlichen. 2011 wird für mich ein Jahr der Veränderung, denn ich werde wohl mein vertrautes und geliebtes Studentendasein hinter mir lassen. Das heißt dann auch, meine Doktorarbeit abgeben und mir einen vernünftigen Job suchen. Es wird spannend und ich glaube, die freudige Aussicht überwiegt. So viele Wege stehen mir wieder offen und ich bin sicher, dass ich einen davon im Dickicht finden werde. Auf alles Andere will ich noch gar keinen Blick riskieren und ich würde es auch nicht wissen wollen, was auf mich zukommt. Alles zu seiner Zeit, denke ich mir. Deshalb mache ich auch keine Pläne noch Neujahrsvorsätze. Ich nehme die Dinge, wie sie kommen und habe alles Andere, was mir besonders am Herzen lag, bisher auch ohne Jahreswechseltermin in die Tat umgesetzt. Den morgigen Tag möchte ich dieses Mal jedoch ganz anders verbringen, als bisher. Ich werde auf keine Party gehen, ich werde keine Leute einladen, sonder ich werde hier mit Lieblingsmensch zu zweit sein und den Abend ganz entspannt ohne Verpflichtungen verbringen. Wir machen hier Käsefondue. Am frühen Abend gehen wir ins Kino und danach sind wir daheim bei den Kätzchen. Ich werde dann ein Glas Sekt trinken und vermutlich - falls keine Party uns stört - gegen 1 Uhr ins Bett fallen. Klingt gar nicht so schlecht.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Einen Tag vor Weihnachten

Morgen ist es dann also soweit: Es ist Weihnachten. Dieses Jahr werde ich das erste Mal nicht mit meiner Familie feiern. Dafür mit Familie von Lieblingsmensch. Ich freu mich schon auf Morgen. Geschenke vergeben und selbst Geschenke bekommen. Dazu etwas Leckeres zu essen und einen Spaziergang im Schnee um den See. Ich hab schon alle Geschenke verpackt und sie warten gut versteckt bis morgen. Heute werde ich also rundherum entspannen und garnix tun. Nur die Vorfreude genießen.

Samstag, 18. Dezember 2010

Today is awesome.

Heute bin ich durch solche Unmengen an Schnee gestapft, kaum zu glauben. Ich bin nämlich zu Besuch bei meinen Eltern und die wohnen fast schon im Erzgebirge. Hier liegt ein halber Meter Schnee! Mindestens! Auf jedenfall so viel, dass mir die Schneedecke bis zum Knie reicht. Ich bin zum Geburtstag meiner lieben Mama hierher gefahren und heute musste ich noch einige Besorgungen machen. Insgesamt hab ich wohl drei Stunden mit Schneewaten verbracht. Bei fast jedem Schritt bin ich im Schnee oder Matsch versunken und es hat solchen Spaß gemacht! Ich glaube, die Räumdienste haben es aufgegeben, sich auf Fußwege zu konzentrieren. Es war eine lustige Rutschparty. An den Stellen, an denen der Schnee schon ziemlich niedergetreten war und die Farbe von hellbraunem Matsch angenommen hatte, offenbarte sich das Eis, das sich darunter versteckt hielt. Es war aber lustig, so durch die Straßen zu rutschen. Ich habe jetzt auch endlich alle Geschenke für Weihnachten beisammen. Puh. Und nun tun mir die Füße weh.

Samstag, 11. Dezember 2010

Rückblick. Oder: Zustände der letzten Wochen

Ja, es gibt mich noch. In den letzten Wochen herrschte hier leichtes Chaos, ich musste leider das Bloggen etwas vernachlässigen. Ich gelobe Besserung! Was war passiert?

Zum Einen hat natürlich der vorweihnachtliche Betrieb begonnen. Vorfreude auf die freien Tage, auf Zuhause, auf den geschmückten Tannenbaum. Aufhängen von Lichterketten, Aufstellen von Kerzen, Backen von Plätzchen, Kaufen von Geschenken. Und in diese Zeit fällt auch immer der Wunsch, möglichst noch Dieses und Jenes vor dem Jahreswechsel zum Abschluss zu bringen. Das hieß, viel arbeiten. Und nebenbei die diversen Weihnachtsfeiern begehen.

Damit bin ich beim Zweiten: den Weihnachtsfeiern. Gestern war die alljährliche, ausufernde Karateweihnachtsfeier. Das heißt gewöhnlich, zuerst ins Freitagabendtraining, Doppelstunde, und anschließend zur Feier mit leckerem Buffet und reichlich Alkohol. Oh ja, so nahm die Feier ihren Lauf. Spät am Abend wurde dann zum Karaoke übergegangen. Ich gestehe, ich habe mich rege beteiligt. Noch später am Abend wurde dann getanzt und die zwischendurch geführten Gespräche wurden zunehmend zugleich sinnfreier und lustiger. Immerhin konnte ich mich halb drei losreißen und mit der Tram nach Hause fahren, so dass ich doch noch eine Portion Schlaf abbekommen habe. (Ich erinnere mich an die Weihnachtsparty vor zwei Jahren. Soweit meine Erinnerung reicht, war ich gegen 5 Uhr auf dem Weg zur Tram und habe sie nur durch Hilfe gefunden. Im gemütlichen Ruckeln der Bahn bin ich fast eingeschlafen. Nein, so wild treibe ich es nicht mehr.)

Ich bleibe beim Karate und komme zum Punkt Drei. Letzten Samstag war ich nun doch endlich (nach mehren Anläufen und erfolgreichen Michdrückens) auf meinem ersten Karatewettkampf, mit dem wunderbaren Titel "Shotokan Cup Berlin". Nach leicht bis mäßigem Drängen meines Karatelehrers bin ich dort in der Kategorie "Kata. Senioren bis 4. Kyu" angetreten. Was für eine Beschreibung! Dass ich schon zu den Senioren zähle, war mich nicht bewusst, ich bin doch erst 26. Nun gut, immerhin gibt es nochmal Gruppen von 30+, 40+, 50+ sowie 60+. Soll ja alles ganz fair sein. Jedenfalls hab ich mich der Herausforderung gestellt und bin Zweite geworden. (Von vier. Das sollte ich vielleicht dazuschreiben.) Aber immerhin Zweite! Yay me! Ich durfte dafür dann ganz stolz einen Silbermedaille mit nach Hause nehmen. Und dank Videoaufnahmen von Lieblingsmensch weiß ich jetzt auch, an welchen Stellen ich mich noch verbessern kann. Deshalb folgt Eins aus dem Anderen: Ich war diese Woche gleich dreimal im Training.

Vier. Das Kochen und Backen. Oh ja, davon hab ich eine Menge praktiziert in den letzten Wochen. Ich habe drei Sorten Plätzchen gebacken, zwei Sorten Kuchen und jede Menge Dinge gekocht: Auberginen, Zucchini mit Tomatenfüllung, Nudelsalat, belegte Pizzateiglinge, Zwieback mit Käse und Tomaten, Blätterteig (okay, der war fertig aus dem Tiefkühlregal) mit Belag. Und Lieblingsmensch hat eine wirklich grandiose Fischsuppe gezaubert! Ich wollte ja schon länger mal Fischsuppe essen, aber ich habe mich nie getraut, die irgendwo zu bestellen, weil ich immer fürchtete, sie würde mir dann nicht schmecken. Ich bin zwar inzwischen schon ein bisschen Fischfan, aber als Supe oder Eintopf konnte ich mir das nicht vorstellen. Und ganz billig ist es ja meistens auch nicht. Also war ich sehr gespannt. Und es war lecker! Die steht jetzt also mit auf der Liste, der Rezepte, die wiederholt werden.

Fünfter und letzter Punkt. Eine weitere Party. Heute Abend gehe ich wieder aus. Oh weh, dabei fühle ich mich noch gar nicht erholt von gestern Nacht. Aber ich freu mich. Und werde den Alkohol nur in Maßen genießen. Doch jetzt leg ich mich erst nochmal ein bisschen auf die Couch und blättere in der Zeitung.

Dienstag, 23. November 2010

Es wird kalt.

Nachdem ich gestern so doll gefroren habe, hab ich mich heute in eine Extraschicht gepackt und siehe da - mir war ausreichend warm. Nicht, dass ich freiwillig mehrere Stunden in der Kälte draußen zubringen möchte, aber es war zum Aushalten auf dem Weg zur Tram.

Heute hab ich ganz viel gelernt. Im Photoshop-Kurs. Es ist wirklich faszinierend, welche tollen Funktionen es dort gibt und was man damit alles anstellen kann. Ohne, dass man hinterher sieht, wo das Foto bearbeitet wurde. Ich mag ja schon lange diese "gephotoshopten" Gesichter und Körper in all den Hochglanzmagazinen nicht. Jetzt hab ich eine noch bessere Vorstellung davon, was man alles machen kann. Naja, und ich hab' den Kurs natürlich für meine Arbeit gebraucht.

Für den Rest des Abends hab' ich's mir bequem gemacht. Gerade hab ich eine große Portion Spaghetti mit leckerer Tomatensose verdrückt, nun trink ich einen Weißwein und lass es mir gut gehen...

Samstag, 20. November 2010

Bei uns weihnachtet es schon!

Seit ich ein Kind war, liebe ich Weihnachtskalender! Besonders wenn sie selbstgemacht sind, und sie dann selbstgefüllt werden. Das habe ich dann heute auch getan. Hier das Ergebnis in unserem Bücherregal:


Es sind so viele Säckchen (also natürlich 24), dass sie gar nicht alle auf ein Bild gepasst haben. Ich freu mich schon auf's Auspacken! Lieblingsmensch auch.

Mein neuestes Werk

Darf ich vorstellen: meine letzte Kreation. Eine Quiche, noch heiß, kurz vor dem Anschneiden. Mit Tomaten und Käse. Und Spinat. Und Zwiebeln. Und Lachs. Hab' ich mir, nachdem ich viele Rezepte gelesen hatte, selbst so zusammengedacht. Und sie hat auch noch für zwei Tage danach gereicht. Ich glaube, ich werde öfters Quiche machen.